10.11.20

2020: RUDOLF SCHOCK 105 years FRANZ LEHÁR 150 years (Gipsy Love / Zigeunerliebe 1909/1910)

Franz Lehár - L I N K:

Explanation/Erläuterung/Toelichting:
 
E N G L I S H :





From the best complete 'Gipsy Love' recording (1951) on RELIEF CR 2004 under Fried Walter with Lisa Otto as Zorika and Rudolf Schock as Józsi.

A) First act: Introduction (Zorika) & duet Józsi - Zorika

"On the river Cserna, near the Romanian border with early nineteenth century Hungary, a storm is breaking as, outside the hunting lodge of the landowner Dragotin, his daughter Zorika appears with wild flowers in her hair. She is excited and speaks feverishly with the wind, the flowers and the birds.

Then as the storm dies away, the sky brighten, and the sound of a violin is heard. The player is Józsi, a gipsy fiddler. He responds on Zorika's thoughts. Today is the day to celebrate Zorika's engagement to Jonel Bolescu, Józsi's legitimate half-brother, and Józsi will be providing the music.

Józsi talks about love as possessed, gipsy love that, in fact, Zorika has never experienced when she is with Jonel. He talks to her of a fairytale garden of love and suggests that they walk together in that wonderland ..."

Volker Klotz (in "Operetta, portrait and handbook of an art beyond compare, 1991"): "There is hardly a second score by Franz Lehár that is melodically so inventive, harmonically so daring, sonically so colorful as that of 'Gypsy love' ..."

In 1909, after composing the 'Count of Luxembourg', Lehár suddenly took a completely new musical path with 'Gipsy Love/Zigeunerliebe'. Still far away from following in the tracks of Puccini's compelling lyricism, but contrary to the expectations of an audience that had raved about Danilo & Hanna (Merry Widow) and René & Angèle (Count of Luxembourg). After pulling up the stage curtains, how wether or not surprised that audience must have been during the tumbling, cinematic sound effects of the introduction scene of 'Zigeunerliebe', in which a confused looking girl "talks" with the storm wind, the flowers and the birds.

{That "talking" goes very well for Lisa Otto (1919-2013). Here again her technically gifted, light soprano can be heard, who radiated a unique warmth with everything she sang. That "everything" included opera (Mozart) and oratorio (Bach) as well as operetta!}

After this wonderful introduction and a short, clarifying dialogue, Lisa Otto and Rudolf Schock throw themselves passionately in an ecstatic and poignant operatic (!) duet. Because that is what it is and the listener undergoes a true sonical explosion of human and orchestral voices ...

B) First act: Józsi's 'Glück hat als Gast nie lange Rast / Happiness in life never lasts long'

Józsy's live's motto is clear: Seize happiness when it comes on your path. Because before you know it, it will pass your door! But the way he makes this clear to his half-brother Jonel is shocking. He tells him plainly that Zorika is "the only happiness" on his path and that she will therefore soon go with him.

In Rudolf Schock’s performance music AND text go together completely equally. This must have been why so many young people fell for him in the fifties: his straightforward singing and heartfelt dedication set their imaginations on fire.

C) Second act: Józsi's 'Ich bin ein Zigeunerkind / I'm a Gipsy Kid!'

In Rudolf Schock's marvellous account is - concerning the Gypsy people - a tragic undertone unmistakable: the history of that people has been characterized for centuries by suffering from prejudice and discrimination.

D) Second act: JONEL's plea "Zorika, Zorika, come back!" (with Zorika's dismissive response)

In 1967 Robert Stolz conducts a large selection from "Gipsy Love" with Margit Schramm as Zorika and Rudolf Schock as Jószy AND his half-brother Jonel.

Margit Schramm is a fierce Zorika without the mesmerizing subtlety of Lisa Otto. The fire of Schock's Józsy can - understandably - no longer flare up as high as in 1951, but his Jonel is a carefully balanced paragon of passion and wisdom.

In 1951, Fried Walter was the outstanding conductor of the radio performance of "Gipsy Love".

In 1967 - equally excellent - was Robert Stolz that of the commercial recording.

D E U T S C H:

Aus der besten 'Zigeunerliebe'-Gesamtaufnahme (1951) auf RELIEF CR 2004 unter Fried Walter mit Lisa Otto als Zorika und Rudolf Schock als Józsi:

A) Erster Akt: Introduktion (Zorika) & Duett Józsi - Zorika

Im frühen neunzehnten Jahrhundert bricht in Ungarn in der Nähe des Flusses Cserna an der rumänischen Grenze ein Sturm los.

Bei der Jagdhütte des Landbesitzers Dragotin erscheint seine Tochter Zorika mit wilden Blumen im Haar. Sie ist aufgeregt und redet fieberhaft mit dem Wind, den Blumen und den Vögeln.

Der Sturm klärt sich und der Klang einer Geige ist zu hören. Der Spieler ist Józsi, ein Zigeuner-Fiedler. Er geht auf Zorikas Gedanken ein. Heute ist der Tag. an dem Zorikas Verlobung mit Jonel Bolescu, Józsis legitimem Halbbruder, gefeiert wird. Józsi wird die Musik liefern.

Wie besessen erzählt er ihr von Liebe, aber dann von Zigeunerliebe, die Zorika mit Jonel nie wirklich erlebt hat. Er zaubert ihr einen märchenhaften Garten der Liebe hervor und schlägt vor, sie zusammen betreten dieses Wunderland ...

Volker Klotz (in "Operette, Porträt und Handbuch einer unerhörten Kunst 1991"): "Kaum eine zweite Partitur des Komponisten ist melodisch so erfinderisch, harmonisch so verwegen, klanglich so farbenreich wie die der Zigeunerliebe ..."

1909, nach dem 'Grafen von Luxemburg' ging Lehár mit 'Zigeunerliebe' plötzlich einen völlig neuen musikalischen Weg. Noch weit davon entfernt, den Spuren von Puccinis berauschender Lyrik zu folgen, aber ganz gegen die Erwartungen eines Publikums, das noch immer von Danilo & Hanna (Lustige Witwe) und René & Angèle (Graf von Luxemburg) schwärmte. Wie überrascht (angenehm oder nicht) muss dieses Publikum nach dem Aufziehen der Bühnenvorhänge gewesen sein! Sofort eine Einführungsszene, die die Zuschauer mit einer Vielzahl taumelnder, filmischer Soundeffekte überwältigt und darin ein verwirrt aussehendes Mädchen, das mit dem Sturmwind, den Blumen und Vögeln "spricht".

{Die Zorika-Rolle ist Lisa Otto (1919-2013) auf den Leib geschrieben. Die zahllosen Feinheiten, womit sie Ihr "Sprechen" mit der Natur ausstattet, bezaubern mich! Hier lässt sich noch einmal ihre technisch begabte, leichte Sopranstimme bewundern, die bei allem, was sie sang, eine einzigartige Wärme ausstrahlte: in der Oper (Mozart!), im Oratorium (Bach!) und auch in der Operette!}

Nach der wundervollen Introduktion und kurzem, klärenden Dialog werfen sich Lisa Otto und Rudolf Schock leidenschaftlich in ein ekstatisches und ergreifendes Opernduett (!). Denn das ist es, und der Hörer erlebt eine hinreissende Klangfarbenexplosion menschlicher und orchestraler Stimmen ...

B) Erster Akt: Józsis 'Glück hat als Gast nie lange Rast / Glück im Leben dauert nie lange'

Józsys Lebensregel ist klar: Lebe das Glück, wenn es dir in den Weg kommt. Denn bevor Sie es wissen, wird es Ihre Tür passieren! Aber die Art und Weise, wie er dies seinem Halbbruder Jonel klar macht, ist schockierend. Er sagt ihm schlecthin, Zorika sei "das einzige Glück" auf seinem Weg und sie werde daher bald mit ihm gehen.

In Rudolf Schocks Vortrag verschmelzen Musik UND Text völlig! Dies muss der Grund gewesen sein, warum sich in den Fünfzigern so viele junge Leute von ihm erobern liessen: Der ungekünstelte Gesang und die ehrliche Hingabe haben ihre Phantasie in Feuer und Flamme gesetzt.

C) Zweiter Akt: Józsis 'Ich bin ein Zigeunerkind!'

In Rudolf Schocks überwältigender Darstellung ist in Bezug auf das Volk der Zigeuner ein tragischer Unterton unverkennbar: Ihre Geschichte ist seit Jahrhunderten von und Diskriminierung geprägt.

D) Zweiter Akt: JONELs Plädoyer "Zorika, Zorika, kehr zurück" (mit Zorikas abweisender Antwort)

1967 dirigiert Robert Stolz eine große Auswahl aus "Zigeunerliebe" mit Margit Schramm als Zorika und Rudolf Schock als Jószy UND seinem Halbbruder Jonel.

Margit Schramm ist eine kräftige Zorika ohne die faszinierende Subtilität von Lisa Otto. Das Feuer von Schocks Józsy flammt verständlicherweise nicht mehr so ​​hell auf wie im Jahre 1951, aber sein JONEL ist ein sorgfältig ausgewogenes Beispiel für Leidenschaft und Weisheit.

Fried Walter war 1951 der herausragende Dirigent der Radioaufführung von "Zigeunerliebe". 1967 - ebenso ausgezeichnet - war Robert Stolz der muskalische Leiter der Schallplattenaufnahme.

N E D E R L A N D S :

Uit de beste, complete 'Zigeunerliebe'-opname (1951) op RELIEF CR 2004 onder Fried Walter met Lisa Otto als Zorika en Rudolf Schock als Józsi:

A) Eerste acte: Introduktion (Zorika) & Duet Józsi - Zorika

In de omgeving van de rivier de Cserna, aan de Roemeense grens  in het vroeg 19e-eeuwse Hongarije, breekt een storm los.

Bij het jachthuis van de landeigenaar Dragotin verschijnt zijn dochter Zorika met wilde bloemen in het haar. Ze is opgewonden en praat koortsachtig met de wind, de bloemen en de vogels.

De storm trekt weg, de lucht klaart op en het geluid van een viool klinkt. De bespeler is Józsi, een zigeunerviolist. Hij speelt in op Zorika's gedachten. Vandaag is de dag. waarop Zorika's verloving wordt gevierd met Jonel Bolescu, Józsi's legitieme halfbroer. Józsi zal de muziek verzorgen.

Hij vertelt haar als bezeten over liefde, maar dan wel zigeunerliefde, die Zorika in feite nog nooit heeft ervaren bij Jonel. Hij tovert haar een sprookjesachtige tuin van liefde voor ogen en stelt voor dat ze samen dat wonderland zullen binnengaan ...

Volker Klotz (in "Operette, portret en handboek van een kunst zonder weerga" - 1991): "Nauwelijks een tweede partituur van Franz Lehár is melodieus zo origineel, harmonisch zo vermetel, qua klank zo kleurrijk als die van 'Zigeunerliebe' ..."

Nog in 1909 na het componeren van de 'Graaf van Luxemburg' slaat Lehár met 'Zigeunerliebe' opeens een totaal nieuwe muzikale weg in. Nog bij lange na niet in de sporen van Puccini's meeslepende lyriek, maar dwars tegen het verwachtingspatroon in van een publiek, dat had gedweept met Danilo & Hanna (Lustige Witwe) en René & Angèle (Graf von Luxemburg). Wat moet dat publiek na het optrekken van het toneeldoek - al dan niet aangenaam - verrast  zijn geweest tijdens de over elkaar tuimelende, filmische klankeffecten van de introductie-scène van 'Zigeunerliebe', waarin een verward lijkend meisje met de stormwind, de bloemen en de vogels "praat".

{Dat "praten" gaat Lisa Otto (1919-2013) bewonderenswaardig af. Hier klinkt weer eens haar technisch uiterst begaafde, lichte sopraan, die bij alles wat zij zong een unieke warmte verspreidde. Dat "alles" omvatte behalve operette ook opera (Mozart) en oratorium (Bach)}

Na de wonderbaarlijke introductie en een korte, verduidelijkende dialoog werpen Lisa Otto en Rudolf Schock zich met geestdrift in een extatisch en aangrijpend opera-duet. Want dat is het en de luisteraar ondergaat een ware klankkleur-explosie van menselijke en orchestrale stemmen ...  

B) Eerste acte: Józsi's 'Glück hat als Gast nie lange Rast/Geluk in het leven duurt nooit lang' 

Józsy's leefregel is helder: Grijp het geluk, als het op je pad komt. Want voor je het weet, gaat het je deur voorbij! Maar de manier, waarop hij dat aan zijn halfbroer Jonel duidelijk maakt, is stuitend. Hij zegt ronduit tegen hem, dat  Zorika "het enige geluk" op zijn pad is en dat zij daarom al snel met hem mee zal gaan.

Rudolf Schock’s voordracht laat muziek EN tekst volledig gelijkwaardig samengaan. Dit moet het zijn geweest, waarom zo veel jongeren in de jaren vijftig voor hem vielen: zijn ongekunstelde zang en oprechte overgave wisten hun verbeeldingswereld in vuur en vlam te zetten. 

C) Tweede akte: Józsi's 'Ich bin ein Zigeunerkind!'

In Rudolf Schock's overweldigende voordracht is met betrekking tot het zigeunervolk een tragische ondertoon onmiskenbaar: zijn geschiedenis wordt al eeuwen gekenmerkt door vooroordeel en discriminatie.

D) Tweede acte: Jonel’s smeekbede ‘Zorika, Zorika, kehr zurück’ (met de afwijzende reactie daarop van Zorika)

Robert Stolz dirigeert in 1967 een grote selectie uit 'Zigeunerliebe' met Margit Schramm als Zorika en Rudolf Schock als Józsy EN diens halfbroer Jonel.

Margit Schramm is een felle Zorika zonder de betoverende subtiliteit van Lisa Otto. Het vuur van Schock’s oudere Józsy kan – begrijpelijkerwijs – niet meer zo hoog oplaaien als in 1951,  maar zijn Jonel is een zorgvuldig uitgebalanceerd toonbeeld van hartstocht en wijsheid.

In 1951 was Fried Walter de uitmuntende dirigent van de radio-uitvoering van ‘Zigeunerliebe’. In 1967 was – al even uitmuntend – Robert Stolz dat van de plaatopname.     

Krijn de Lege, 13.9.2020/10.10.2020/21.10.2020/10.11.2020

03.11.20

RUDOLF SCHOCK sings Tenaglia's "Begli occhi, mercè!"

Antonio Francesco Tenaglia 1612-1672

ENGLISH:



TENAGLIA lived and worked in Florence, Siena and Rome. He composed, conducted and played excellently harpsichord, organ and lute.

From him is the small aria "Begli occhi, mercè (Wonderful eyes, hear my plea)", which is still known.

"Begli occhi, mercè" is a "declaration of love under conditions" by the song singer to a young woman with eyes like gemstones. But although they are noble, they are still stones. If the lady goes on making trouble, "eyes like diamonds" will not be able to seduce the singer into a love affair ...

What was decisive for me to put this aria on YouTube is the musical climax, when Rudolf Schock sings out his last and strong "Mercè" and the orchestra of the "German Opera Berlin" starts the instrumental closing movement with force and power. An absolute goosebumps effect!

DEUTSCH:



TENAGLIA lebte und arbeitete zwischen in Florenz, Siena und Rom.

Er dirigierte, spielte ausgezeichnet Cembalo, Orgel, Laute und komponierte unter anderem die kleine Arie "Begli occhi, mercè (Wunderbare Augen, hört meine Bitte)", die bis heute bekannt ist.

"Begli occhi, mercè" ist eine "Liebeserklärung unter Bedingungen" des Liedsängers an eine junge Frau mit Augen wie Edelsteine. Aber obwohl sie edel sind, es bleiben Steine. Wenn sie fortfährt ("Mit gehobenem Segel / scior le vele") Radau zu machen, werden "Augen wie Diamanten" ihn nicht zu einer romantischen Beziehung verführen ...

Entscheidend für mich, diese Arie auf YouTube zu stellen, ist der musikalische Klimax, an dem Rudolf Schock aus voller Brust sein letztes "Mercè" singt, und das Orchester der "Deutschen Oper Berlin" den instrumentalen Schlussteil mit Kraft und Macht einsetzt. Ein absoluter Gänsehaut-Effekt!

NEDERLANDS:



TENAGLIA leefde en werkte in Florence, Siena en Rome.

Hij dirigeerde, speelde uitstekend clavecimbel, orgel, luit én componeerde o.a. de kleine aria ‘Begli occhi, mercè (Wondermooie ogen, hoor mijn smeekbede)’, die nog altijd bekendheid geniet.

‘Begli occhi, mercè’ is een "liefdesverklaring onder voorwaarden" van de liedzanger aan een jonge vrouw met ogen als edelstenen. Maar al zijn ze edel, het blijven stenen. Als ze doorgaat met opgestoken zeil (‘scior le vele’) onrust te stoken, zullen "ogen als diamanten" hem niet tot een liefdesrelatie kunnen verleiden …

Wat bij mij de doorslag gaf deze aria op YouTube te zetten is de muzikale climax, als Rudolf Schock voluit zijn laatste ‘Mercè’ schalt en het orkest van de ‘Deutsche Oper Berlin’ met kracht en macht het instrumentaal slotdeel inzet. Een absoluut kippenvel-effect!

Krijn de Lege, 3.11.2020


03.09.20

2020: RUDOLF SCHOCK 105 years & FRANZ LEHÁR 150 years (Frasquita 1922)


Franz Lehár - L I N K:


E N G L I S H :
YOUTUBE: Lehár/Schock recording of 'FRASQUITA', 1922.
From the second act: 'Hab' ein blaues Himmelbett/My little nest of heavenly blue', tenor song of Armand Mirabeau, a wealthy Parisian (Lyrics: Hubert Marischka).

In a Spanish nightclub Armand has a delightful evening with a passionate gipsy girl, the dancer Frasquita.
The day after - it's a painful mistake! - he accused her of stealing a valuable cigarette case. Frasquita takes her revenge on Armand by refusing his advances ...
Nowadays, the public mores wouldn't find missing a cigarette case so painful, but in the centuries before it came es quite a shock.
Anyway, the innocent Frasquita seriously resents Armand the suspicion.

Armand's "four-poster invitation" survived the complete performance of the operetta 'Frasquita' and started leading an own musical life under the name "Frasquita-Serenade".
Many tenors, but also combative sopranos liked to flirt with it.

January 1965, Rudolf Schock recorded the charmingly sensuous song for Eurodisc and sang it 1966 - Alas, leaving out four lines from the middle section - in the television show 'Rendezvous with Rudolf Schock'.
I chose a few stills for the listening video, realizing that the attractive blonde girl even remotely does not correspond to the Carmenlike Frasquita.

Schock also seduced his audience with the song in the seventies during a series of Abend-in-Wien concerts. I remember well, he performed it with the required flexibility and achieved great success.
In the 21st century, Jonas Kaufmann sings the serenade again, in which he stretches the boundary between tenor and crooner even further. To be clear: Frank Sinatra, Dean Martin, Bing Crosby, Perry Como and others I experience as respectable and very musical singers!

D E U T S C H :
YOUTUBE: Lehár/Schock Aufnahme von 'FRASQUITA', 1922.
Aus dem 2. Akt: 'Hab' ein blaues Himmelbett', Tenorlied von Armand Mirabeau, einem wohlhabenden Pariser (Text: Hubert Marischka)


In einem spanischen Nachtclub hat Armand einen spannenden Abend mit einem temperamentvollen Zigeunermädchen, der Tänzerin Frasquita.
Am nächsten Tag - peinlich fehlerhaft! - beschuldigt er sie, sein wertvolles Zigarettenetui gestohlen zu haben.
Frasquita rächt sich. Sie geht nicht mehr auf seine Avancen ein ...

Heutzutage würden die öffentlichen Mores den Verlust eines Zigarettenetuis eher begrüssen als bedauern, aber in den Jahrhunderten davor kam so etwas für die Leute hart auf hart!
Die unschuldige Frasquita nimmt es Armand ernsthaft übel, dass er sie eines Diebstahls beschuldigt.

Armands "Himmelbett-Einladung" hat die gesamte Operette "Frasquita" mehr oder weniger überlebt und unter dem Namen "Frasquita-Serenade" ein musikalisches Eigenleben erreicht. Viele Tenöre, aber auch selbstbewusste Sopranistinnen flirten gerne mit der Serenade.

Rudolf Schock nahm das charmant sinnliche Lied im Januar 1965 für Eurodisc  auf und sang es 1966 im Fernseh-Show 'Rendezvous mit Rudolf Schock'. Leider ohne vier Zeilen aus dem Mittelteil!
Für mein Hörvideo wählte ich aus dem Show übrigens ein paar Standfotos, wovon ich akzeptieren musste, dass sie eine an sich attraktive blonde Dame zeigen, die wirklich nicht zur Carmen-ähnlichen Frasquita passt.

In den Siebzigern verführte Rudolf Schock sein Publikum mit dem Lied während einer Reihe von Abend-in-Wien-Konzerten, und ich erinnere mich gern, dass er dies mit der erforderlichen Leichtigkeit tat und somit viel Erfolg hatte.
Im 21. Jahrhundert singt Jonas Kaufmann die Serenade selbstverständlich auch, wobei er die Grenze zwischen Tenor und Crooner extra erweitert.
Kein Zweifel, dass ich sehr musikalische Sänger/Crooner wie Frank Sinatra, Dean Martin, Bing Crosby, Perry Como und andere, nachdrücklich respektiere!

N E D E R L A N D S :
YOUTUBE: Lehár/Schock-opname van 'FRASQUITA', 1922,
uit de 2e acte: 'Hab' ein blaues Himmelbett', tenorlied van Armand Mirabeau, een welgestelde Parijzenaar (Tekst: Hubert Marischka)
In een Spaanse nachtclub heeft Armand een heerlijk avondje met een temperamentvol zigeunermeisje, de danseres Frasquita.
De dag erna - een pijnlijke vergissing! - beschuldigt hij haar van het stelen van zijn waardevolle sigarettenetui.
Frasquita neemt wraak op Armand door niet meer op zijn avances in te gaan ...

Tegenwoordig zou de publieke mores de vermissing van een sigarettenetui niet zo pijnlijk vinden, maar in de eeuwen hiervoor kwam zoiets hard aan. 
De onschuldige Frasquita neemt Armand - op wie ze notabene in stilte verliefd was geworden - de verdachtmaking dan ook ernstig kwalijk.

Armand's "hemelbed-invitatie" heeft de operette 'Frasquita' zélf overleefd en is o.a. onder de naam "Frasquita-Serenade" een eigen muzikaal leven gaan leiden. Vele tenoren, maar ook strijdvaardige sopranen hebben er graag mee geflirt.

Rudolf Schock nam het charmant zinnelijke lied in januari 1965 voor Eurodisc op en zong het - helaas onder weglating van vier regels uit het middendeel - in de televisie-show 'Rendezvous mit Rudolf Schock'. 
Ik koos daaruit voor mijn luistervideo een paar stills in het besef, dat de op zich aantrekkelijke, blonde dame in de verste verte niet past bij de naar Carmen ogende Frasquita.
Schock verleidde zijn publiek met het lied in de jaren zeventig tijdens een serie Abend-in-Wienconcerten en ik herinner mij goed, dat hij dat met de vereiste soepelheid deed en daarmee veel succes oogste.
In de 21ste eeuw zingt Jonas Kaufmann de serenade ook, waarbij hij de grens tussen tenor en crooner nog verder oprekt. Voor alle duidelijkheid: Frank Sinatra, Dean Martin, Bing Crosby, Perry Como e.v.a. ervaar ik als respectabele en uiterst muzikale zangers!

Krijn de Lege, 3/4.9.2020

18.08.20

2020: RUDOLF SCHOCK 105 years & FRANZ LEHÁR 150 years (The Count of Luxembourg 1909)


E N G L I S H:

YOUTUBE: Lehár/Schock recording from 'The Count of Luxembourg' (1909)
From the second act: 'Trèfle incarnat/Crimson clover', tenor solo René, Count of Luxembourg.

In the first years after the world success of the 'Lustige Witwe', Lehár is unable to come up with a second hit. In 1909 he seems to try a copycat success with the 'Count of Lxembourg': Count René looks a lot like Danilo and singer Angèle comes close to Hanna Glawari. But the music is irresistible too: The waltz 'Say not love is a dream ...' is at least as compelling as 'Lips are silent ...' and René's 'Trèfle incarnat' even surpasses Danilo's solo numbers.

A screen between a man and a woman who want to marry each other? An extreme measure at a time when a world-raging pandemic calls for a severe lockdown? And that in an operetta from 1909? After all, the Spanish flu came ten years later. No, in the "Count of Luxemburg" it is a fake marriage, whereby it has been agreed that the man will receive a mountain of money and the woman a title of nobility. With that title she can marry a rich Russian with blue blood and he can finally pay off his debts. In other words, a clear win-win situation. This seems to prevent the transfer of uplifting feelings and the agreement is that the marriage will be dissolved after three months.

It is a pity that René comes into possession of an endearing, fingerless glove, the perfume of which (Tréfle incarnat) evokes the memory of the joking ceremony in him. That happens during an unparalleled tenor solo at the end of the 2nd act, in which he slowly but surely becomes very aware of his blazing love for the woman, whom he unashamedly gave his so-called yes from behind a kind of “cough screen”.
The scene ends with René's "maddening" conclusion that the woman with whom he is now formally connected has actually already disappeared "like a sweet dream"!

Volker Klotz calls this tenor solo in his great "Porträt und Handbuch der Operette" (1991) "the most attractive scene from the 'Count of Luxembourg' ". And at the same time: "One of the most remarkable scenes in the history of operetta".

Kevin Clarke (Operetta Research Center - 2017): “If you want a really pull-all-the-stops-out operatic version of this famous tenor solo - with all sorts of vocal special effects - then nothing beats Rudolf Schock. He's hard to top in his ardor and ringing top notes ”.

D E U T S C H:

YOUTUBE: Lehár/Schock-Aufnahmen 'Der Graf von Luxemburg' (1909)
Aus dem 2. Akt:'Trèfle incarnat/Rotklee', Tenorsolo René, Graf von Luxemburg.






















Nach dem Welterfolg der 'Lustigen Witwe' kann Lehár nicht sofort einen zweiten Treffer erzielen. 1909 scheint er mit dem 'Graf von Luxemburg' , diesen Erfolg kopieren zu wollen: Graf René ist Danilo sehr ähnlich, und Sängerin Angèle kommt Hanna Glawari nahe. Aber die Musik ist unwiderstehlich: Der Walzer 'Bist du's, lachendes Glück / das jetzt vorüberschwebt' ist mindestens so hinreissend wie 'Lippen schweigen ...' und Renés 'Trèfle incarnat' übertrifft sogar Danilos Solonummern.

Ein Wandschirm zwischen einem Mann und einer Frau, die sich heiraten wollen? Eine extreme Maßnahme in einer Zeit, in der eine weltweit tobende Pandemie einen unerbittlichen Lockdown erfordert? Und das in einer Operette aus dem Jahre 1909? Immerhin kam die spanische Grippe zehn Jahre später.

Nein, in dieser Léhar-Operette dreht es um eine Scheinehe, bei der vereinbart wurde, dass der Mann eine Menge Geld und die Frau einen Adelstitel erhält. Mit diesem Titel kann sie einen reichen Russen mit blauem Blut heiraten und er kann endlich seine Schulden bezahlen. Mit anderen Worten: eine klare Win-Win-Situation. Dies scheint die Übertragung anschwellender Gefühle zu verhindern, und der Deal ist, die Ehe werde nach drei Monaten aufgelöst.

Dann ist es schade, dass René in den Besitz eines liebenswerten, fingerlosen Handschuhs gelangt, dessen Parfüm (Tréfle incarnat) die Erinnerung an die Scherzzeremonie in ihm hervorruft. Dies geschieht während eines beispiellosen Tenorsolos am Ende des 2. Aktes, in dem er sich langsam aber sicher seiner brennenden Liebe zu der Frau bewusst wird, die er unverschämt hinter einer Art „Hustenschirm“ sein sogenanntes Ja gab.
Die Szene endet mit Renés "verrücktmachender" Schlussfolgerung, die Frau, mit der er jetzt formal verbunden ist, sei in Wirklichkeit bereits "wie ein süßer Traum" verschwunden.

Volker Klotz nennt dieses Tenorsolo in seinem grossartigen "Porträt und Handbuch der Operette" (1991) nicht nur "die reizvollste Szene im Grafen von Luxemburg' ", sondern auch: "zu den markantesten gehörend in der Geschichte der Gattung Operette".

Kevin Clarke (Operetta Research Center - 2017): “ Wenn Sie eine wirklich alle Register gezogene Opernversion dieses berühmten Tenorsolos mit allen möglichen vokalen Spezialeffekten hören wollen, dann ist Rudolf Schock unschlagbar. Er ist in seinem Feuer und seinen leidenschaftlichen Kopfnoten kaum zu übertreffen”

N E D E R L A N D S:

YOUTUBE: Lehár/Schock-opnamen 'Der Graf von Luxemburg' (1909)
Uit de 2e acte: 'Tréfle incarnat/Parfum sinds 1898' Tenorsolo René, graaf van Luxemburg.
Graf von Luxemburg 1963 Berlin
















Na het wereldsucces van de 'Lustige Witwe' lukt het Lehár niet direct met een tweede klapper te komen. In 1909 lijkt hij met de 'Graf von Luxemburg' op dat succes terug te grijpen: Graaf René heeft veel weg van Danilo en zangeres Angèle komt in de buurt van Hanna Glawari. Maar de muziek is onweerstaanbaar: De wals 'Bist du's, lachendes Glück/das jetzt vorüberschwebt' is minstens zo meeslepend als 'Lippen schweigen ...' en René's 'Trèfle incarnat' overtreft zelfs Danilo's solonummers.

Een scherm tussen een man en een vrouw, die met elkaar willen trouwen? Een extreme maatregel in een tijd, waarin een door de wereld razende pandemie om een strenge lockdown vraagt? En dat in een operette uit 1909? De Spaanse griep kwam immers tien jaar later. Nee, in de “Graf von Luxemburg” gaat het om een schijnhuwelijk, waarbij is afgesproken, dat de man een berg geld krijgt en de vrouw een adellijke titel. Met die titel kan zij een rijke Rus met blauw bloed trouwen en hij eindelijk zijn schulden afbetalen. Een heldere win-winsituatie dus. De overdracht van aanzwellende gevoelens lijkt hiermee voorkomen en de afspraak is, dat na drie maanden het huwelijk wordt ontbonden.

Jammer is dan, dat René in het bezit komt van een vertederende, vingerloze dameshandschoen, waarvan het parfum (Tréfle incarnat) de herinnering aan de schertsceremonie bij hem oproept. Dat gebeurt tijdens een weergaloze tenorsolo aan het eind van het 2e bedrijf, waarin hij zich langzaam maar zeker fel bewust wordt van zijn oplaaiende liefde voor de vrouw, die hij van achter een soort “kuchscherm” onbeschaamd zijn zogenaamde jawoord gaf. De scène eindigt met René’s "gekmakende" conclusie, dat de vrouw met wie hij nu formeel is verbonden feitelijk al "als een zoete droom" is verdwenen.

Volker Klotz noemt deze tenorsolo  in zijn grootse ‘Porträt und Handbuch der Operette’( 1991) “de meest attractieve scène uit de ‘Graf von Luxemburg’ “. En tegelijk: “één van de meest markante uit de geschiedenis van het operettegenre”.

Kevin Clarke (Operetta Research Center 2017): “Als je een echte haal-alles-uit-de-kast operaversie van deze beroemde tenorsolo wilt horen - met alle mogelijke vocale special effects - is Rudolf Schock niet te kloppen. Hij is nauwelijks te overtreffen in zijn vurigheid en hartstochtelijke topnoten” .

Krijn de Lege, 17.8.2020

29.07.20

RUDOLF SCHOCK: 'THE OLYMPIANS' by ARTHUR BLISS & J.B. PRIESTLEY, LONDON 1949 (English)

                                                                         FROM THE OLYMPIANS 1949
                                                                       Adele Leigh & Rudolf Schock in
                                                                              duet Hector/Madeleine:

                                                                                                                                        
Sir Arthur Bliss (1891-1975)
was a versatile English composer.
He wrote music for orchestra, solo voice and special music for harmony orchestras and brass bands.
He had a specific preference for the theater.
He composed ballets and stages/film music.
During the Second World War he headed the BBC's music department.
In 1949 the world premiere of his opera 'The Olympians' took place.
In 1960 a second short opera was released: 'Tobias and the Angel'. Because I still remember the name of this television opera, I suspect that it was broadcast on Dutch television.
Arthur Bliss was ennobled in 1950 and in 1953 he received the honorary title 'Master of the Queen's Music'.

Laborious premiere of the 'Olympians'














In an interview at the beginning of the 1970s, Arthur Bliss revealed historical facts about the first performance of his opera.

Renowned novelist John Boydon Priestley (1894-1984) wrote the opera libretto:
It is out of boredom, Olympic gods who, according to legend, descend to Earth once a year to present themselves as a wandering theater group to ordinary mortals (see the poster above!).

Priestley & Bliss are closely involved in the rehearsals, which is not good for their blood pressure:
They are annoyed by the lack of preparation in their eyes. Conductor Karl Rankl (1898-1968) does all sorts of things at the last second, and the time he plans for rehearsals is too short.
In addition, Rankl and the later star director Peter Brook (1925) don't even talk to each other. They communicate through pieces of paper
The premiere on September 29, 1949 is received with mixed feelings: some critics praise the performance, others are extremely negative.
Priestley is of the opinion that the first act looks great, the second produces partly incoherent stuff, and the third and last act is a failure without further ado.

London, Royal Opera House, Covent Garden 1949:
James Johnston & Rudolf Schock in 'The Olympians' as the poet Hector de Florac.
Adele Leigh & Rudolf Schock in 'The Olympians'













Rudolf Schock emphasizes in his biography that he sang the Hector role not in the first, but - two days later - in the second performance of the 'Olympians'.
In the first performance, James Johnston sings and plays Hector, the male half of the earthly couple, .
James Johnston (1903-1991) is one of the 'leading tenors' from British operatic history.


DISCOVERY!
Ebbe Foege Bak, my Danish fellow campaigner in the documentary "Rudolf Schock, I sing that too!" made a significant discovery on the Internet.
He opened a link to a sound recording including Rudolf Schock from the opera 'The Olympians'. They come from a broadcast on December 28, 1949 by BBC Overseas Service with fragments from the opera.

Krijn de Lege, August 5th, 2020

RUDOLF SCHOCK: 'THE OLYMPIANS' by ARTHUR BLISS & J.B. PRIESTLEY LONDON 1949 (NEDERLANDS)

Uit de OLYMPIANS 1949
Adele Leigh & Rudolf Schock in
duet Madeleine/Hector:                                                                             

Sir Arthur Bliss (1891-1975)

was een Engelse, veelzijdige componist.
Hij schreef muziek voor orkest, solostem, harmonieorkesten, fanfares, theaterstukken en films.

Tijdens de Tweede Wereldoorlog leidt hij de muziekafdeling van de BBC en in 1949 vindt de wereldpremière van zijn opera 'The Olympians' plaats.
In 1960 volgt een tweede korte opera: 'Tobias and the Angel'. Omdat ik me de naam van die televisie-opera nog herinner, vermoed ik dat deze ooit op de Nederlandse televisie is uitgezonden.
Arthur Bliss werd in 1950 in de adelstand verheven en in 1953 ontving hij de eretitel 'Master of the Queen's Music'.

Moeizame première van de 'Olympians'!
In een interview aan het begin van de jaren zeventig onthult Arthur Bliss historische feiten over de eerste uitvoering van zijn opera:

De bekende romanschrijver John Boydon Priestley (1894-1984) schreef het operalibretto, dat over de Olympische goden gaat, die zich chronisch vervelen en daarom volgens de legende eens per jaar naar de aarde afdalen om zich als ronddolende theatergroep te vermaken met ons, gewone stervelingen
(zie de poster hierboven!).

Priestley & Bliss zijn nauw betrokken bij de repetities, wat niet goed is voor hun bloeddruk: Ze raken geïrriteerd door het in hun ogen totale gebrek aan voorbereiding. Dirigent Karl Rankl (1898-1968) doet alles op het laatste moment en de tijd die hij voor repetities plant is te kort.
Bovendien praten Rankl en de latere ster-operaregisseur Peter Brook (1925) niet eens met elkaar. Ze communiceren via stukjes papier.
De première op 29 september 1949 wordt met gemengde gevoelens ontvangen: sommige critici prijzen het idee, andere zijn uitgesproken negatief.

Priestley is van mening dat de eerste acte er geweldig uitziet, de tweede gedeeltelijk onsamenhangende dingen produceert en de derde en laatste acte zonder meer een mislukking is.

Londen, Royal Opera House, Covent Garden 1949:
James Johnston & Rudolf Schock in 'The Olympians' als dichter Hector de Florac.
Adele Leigh & Rudolf Schock in 'The Olympians'














Rudolf Schock benadrukt in zijn biografie dat hij de Hector-rol niet in de eerste, maar - twee dagen later - in de tweede uitvoering van de 'Olympians' zong.
In het première zingt en speelt James Johnston Hector, de mannelijke helft van het aardse koppel.
James Johnston (1903-1991) is een van de 'leading tenors' uit de Britse operageschiedenis (luister naar hem op 'YouTube'!).




















ONTDEKKING:
Ebbe Foege Bak, mijn Deense collega in de documentaire "Rudolf Schock, dat zing ik ook!" deed een belangrijke ontdekking op internet.
Hij opende een link naar geluidsopnamen met Rudolf Schock uit de opera 'The Olympians'. Ze komen uit een radio-uitzending op 28 december 1949 van BBC Overseas Service met fragmenten uit de opera!

Krijn de Lege, 5.8.2020

RUDOLF SCHOCK: 'THE OLYMPIANS' by ARTHUR BLISS & J.B. PRIESTLEY LONDON 1949 (DEUTSCH)

                                                                   Aus 'Den Olympians'  London 1949
                                                                       Adele Leigh & Rudolf Schock in
                                                                              Duett Hector/Madeleine:

SIR ARTHUR BLISS (1891-1975)

war ein vielseitiger, englischer Komponist. Er schrieb Musik für Orchester, Solostimme und Spezialmusik für Harmonieorchester und Brassbands.
Eine spezifische Vorliebe hatte er fürs Theater.

Er komponiert Ballette und Bühnen/Filmmusik. Im Zweiten Weltkrieg leitet er die Musikabteilung der BBC, und 1949 findet die Weltpremiere seiner Oper 'The Olympians' statt.
Im Jahre 1960 kommt es zur zweiten, kurzen Oper: 'Tobias und der Engel'. Weil ich mich den Namen dieser Fernsehoper noch erinnere, vermute ich, dass sie im niederländischen Fernsehen ausgestrahlt worden ist.
Arthur Bliss wird 1950 geadelt und 1953 bekommt er den Ehrentitel 'Master of the Queen's Music'.

Mühsame Premiere der 'Olympians' !!



















Zu Anfang der siebziger Jahre legt Arthur Bliss in einem Interview historische Tatsachen über die Erstaufführung seiner Oper offen:

Der renommierte Romanschriftsteller John Boydon Priestley (1894-1984) hat das Opernlibretto verfasst.

Es handelt von den sich langweilenden, olympischen Göttern, die nach der Legende einmal pro Jahr zur Erde hinabsteigen, um sich als umherwandernde Theatergruppe gewöhnlichen Sterblichen zu präsentieren (siehe das Poster hieroben!)

Priestley & Bliss sind eng an den Proben beteiligt, was sich nicht gut für ihren Blutdruck herausstellt:
Sie ärgern sich schwarz über die in ihren Augen mangelhaften Vorbereitungen. Dirigent Karl Rankl (1898-1968) macht allerhand in letzter Sekunde, und die Zeit, die er für die Proben einplant, sei zu kurz.
Dazu kommt, dass Rankl und der spätere Starregisseur Peter Brook (1925) gar nicht miteinander reden. Sie kommunizieren durch Zettel.

Die Premiere am 29. September 1949 wird mit gemischten Gefühlen empfangen: manche Kritiken loben die Vorstellung, andere sind ausgesprochen negativ.
Priestley ist der Meinung, der erste Akt sehe prima aus, der zweite produziere teilweise unzusammenhängendes Zeug, und der dritte und letzte Aufzug sei ohne weiteres ein Misserfolg.

London, Royal Opera House, Covent Garden 1949:
James Johnston & Rudolf Schock in 'The Olympians' als der Dichter Hector de Florac.

Rudolf Schock & Adele Leigh in 'The Olympians'














Rudolf Schock betont in seiner Biographie, er habe die Hector-Rolle nicht in der ersten, aber - zwei Tage später - wohl in der zweiten Vorstellung der 'Olympians' gesungen.
In der Erstaufführung singt und spielt James Johnston Hector, die männliche Hälfte des irdischen Liebespaares.
James Johnston (1903-1991) ist einer der 'leading tenors' aus der britischen Operngeschichte (hören Sie ihn auf 'YouTube'!).




















DISCOVERY!
Ebbe Foege Bak, mein dänischer Mitstreiter im Dokumentarfilm "Rudolf Schock, I sing that too!" machte im Internet eine bedeutende Entdeckung.
Er eröffnete ein Link zu Tonaufnahmen mit u.a. Rudolf Schock aus der Oper 'The Olympians'. Sie stammen aus einer Rundfunksendung am 28. Dezember 1949 vom BBC Overseas Service mit Fragmenten aus der Oper! 

Krijn de Lege, 5.8.2020