23.01.19

RUDOLF SCHOCK singt ERICH WOLFGANG KORNGOLD (Deutsch)

Erich Wolfgang Korngold
1897-1957
Foto: Korngold-Society
 
 
 
 
 
 
 
 
1897: ein musikalisches Wunderkind wird geboren!
1903: Pianist,
1909: zieht als Komponist von Ballett, Klaviersonate und Orchestersuite die Aufmerksamkeit auf sich.

Sein Vater Julius Korngold, strenger Musikrezensent in Wien, erlaubt Erich auf Anweisung von Gustav Mahler, Musikunterricht beim Kollega-Komponisten Alexander Zemlinsky zu nehmen. Dies dauert nur kurz, da Zemlinsky Erich nichts mehr beibringen kann.
Richard Strauss ist von Erichs kühn innovativer Musik beeindruckt.

1916: gelungene Uraufführungen zweier Opern-Einakter.
1917: Dirigent in Wien
1920: Korngolds neue Oper "Die Tote Stadt" ist ein beispielloser Erfolg in Hamburg und Köln.
1921: Noch sensationeller ist der Empfang von "Die Tote Stadt" in Wien und der Metropolitan Opera in New York.
Anno 2019 bezeichnet Website "Operavision" dieses Werk als "musikalischen Psychothriller"!


Die musikalische Welt Korngolds ist vielfältig und großartig: Er experimentiert mit Jazz in Kompositionen wie der 'Babyserenade', wirft sich aber begeistert auch auf die Bearbeitung von Operetten u.a. von Johann Strauss Jr.: 'Das Spitzentuch der Königin' und 'Eine Nacht in Venedig '.
Das erste Werk erhält einen neuen Namen von ihm: "Das Lied der Liebe", das heutzutage auf CD erhältlich ist!
"Eine Nacht in Venedig" bereichert er für Richard Tauber u.a. mit "Sei mir gegrüsst, du holdes Venezia".
Außerdem verteidigt er Imre Kálmán mit musikalisch stichhaltenden Argumenten gegen die Kritik auf dessen spätere Operetten.

1938 erklären die Nazis "Die Tote Stadt" des jüdischen Komponisten Korngold als "entartete Oper". Aber Hollywood klopft auch an seine Tür. Korngold denkt nicht für einen Moment darüber nach und flieht in die USA.
Kurz darauf gilt Korngold in Hollywood als einer der ersten "Schöpfer der symphonischen Filmmusik". 1939, 1940 und 1941 wurde er von der Filmwelt mit einem Oscar ausgezeichnet.

Nach dem Krieg kehrt Korngold nach Europa zurück. Dann aber passiert wieder, was u.a. Paul Abraham und Imre Kálmán auch erlebten: Neue Kompositionen (worunter eine Oper) finden bei den Musikkritikern kaum noch Anklang. Sie glauben auf einmal pompöse Filmmusik zu hören oder veraltete Klänge aus einer vergangenen Welt. Korngold - inzwischen Herzpatient - ist verbittert und reist wieder in die VS. Dort stirbt er im Jahre 1957.

Letztes Bild Erich Maria Korngold 1957
Foto: forbiddenmusic.org
 








Nach 1970 steigt Korngolds Stern wieder. Seine Filmmusik, aber auch seine klassischen Instrumental-/Gesangskompositionen sind aufs neue Gegenstand einer umfassenden Aufwertung.
 
 
Die Tote Stadt
ist in Korngolds Oper die belgische Stadt BRÜGGE.

Die alte Stadt symbolisiert die selbstgewählte Isolation des jungen Witwers Paul.
Dieser leidet schwer unter dem Verlust seiner verstorbenen Frau Marie.
Er verehrt ihr Porträt und goldene Zöpfe.

Eines Tages erscheint ihm ein verschleiertes Mädchen.
Auf Pauls Bitte singt sie (mit Paul) Maries Lieblingslied: "Glück, das mir verblieb...".

Glück, das mir verblieb,
rück zu mir, mein treues Lieb.
Abend sinkt im Hag
bist mir Licht und Tag.
Bange pochet Herz an Herz
Hoffnung schwingt sich himmelwärts.

Wie wahr, ein traurig Lied.
Das Lied vom treuen Lieb,
das sterben muss.

Ich kenne das Lied.
Ich hört es oft in jungen,
in schöneren Tagen.
Es hat noch eine Strophe—
weiß ich sie noch?

Naht auch Sorge trüb,
rück zu mir, mein treues Lieb.
Neig dein blaß Gesicht
Sterben trennt uns nicht.
Mußt du einmal von mir gehn,
glaub, es gibt ein Auferstehn


Das Mädchen hebt den Schleier und zeigt sich vor Pauls Geistesauge als Maries Ebenbild. Paul ist jetzt in einem beständigen Traumzustand, worin er glaubt, Marie wiederbekommen zu haben.
 
Im zweiten Akt, der draußen spielt, stellt sich heraus. dass das Mädchen Marietta heisst. Sie ist Tänzerin und gehört einer Gruppe von Strassenartisten an. Sie erniedrigt Paul inmitten ihrer Freunde. Wenn er bei ihr bleiben will, will sie gerade zu seinem Haus gehen.

Der dritte Akt - wieder bei Paul zu Hause - verläuft weitgehend in einer Traumwelt:
Marietta will, Paul küsse sie. Er solle zwischen Tod und Leben wählen. Paul wählt nicht, woraufhin Marietta die goldenen Zöpfe von Marie um ihren Hals drapiert und verführerisch zu tanzen beginnt. Paul stürzt sich auf sie und erwürgt sie mit den Zöpfen.

Dann erwacht Paul aus seinem Traum. Mariettas Körper ist verschwunden.
Die verschleierte Frau erscheint wieder. Es ist Marietta, die ihren Regenschirm vergessen hat. Paul ignoriert das Mädchen, wonach sie schulternzuckend das Zimmer verlässt.

Pauls Freund Frank kommt jetzt in den Raum. Pauls Schlussgesang  macht Frank (und uns) klar, dass er den Tod abschüttelt und sich für das Leben entscheidet: "O, Freund, ich werde sie nicht wiederseh'n..." (Bitte, achten Sie auf den Inhalt des Gesangs. Dieser ist dem Lied von Marie/Marietta aus dem ersten Akt radikal entgegengesetzt!): 

Bruges-la-Morte
ist der Roman des belgischen Schriftstellers Georges Rodenbach (1855-1898), worauf Paul Schott das Textbuch für "Die Tote Stadt" gründete.
 
Der Name "Paul Schott" ist ein verspieltes Pseudonym für Vater und Sohn Korngold, die die Texte gemeinsam verfasst haben.
"Paul" suggeriert m.E., Pauls Erfahrungen in der Oper hätten autobiographisch sein können (was nicht der Fall ist).
"Schott" ist der Name eines der größten und ältesten Musikverlage in Europa: "Schott Music" in Mainz seit 1770.
Vielleicht wählten die Korngolds aus Dankbarkeit den Namen "Schott" für die Bereitschaft und den Mut des renommierten Verlegers, zu einem so frühen Zeitpunkt eine Oper eines jungen, nur in kleinem Kreise bekannten Komponisten zu veröffentlichen. 
 
Rodenbachs Roman von 1892 über Liebe und Tod in einem mysteriösen Universum war ein Bestseller in Europa, aber in Brügge kam dieses Werk des französischsprachigen Autors nicht gut an. Logisch, wenn diese alte, aber wunderschöne Stadt als "Venedig des Nordens" promotet wird ...

Aufnahmen

1975 veröffentlichte RCA die bis heute einzige gute Aufnahme von "Die Tote Stadt". Dirigent ist Erich Leinsdorf, René Kollo singt Paul, Carol Neblett Marietta und Hermann Prey Pauls Freund Frank.
Ein junger Hermann Prey machte 1957 - unter Leitung von Wilhelm Schüchter - eine bezaubernde Aufnahme des melancholischen Liedes "Mein Sehnen, mein Wähnen, es träumt sich zurück".
Dieses Lied von Frank aus dem zweiten Akt ist thematisch für die gesamte Oper: Exklusiv in der Vergangenheit zu leben ist eine Entscheidung für den Tod.
LINK> UPLOAD von BRENDAN CARROLL aus 2010:
https://www.youtube.com/watch?v=lVNrgob0L2w 

Das Lied von Marie/Mariëtta aus dem 1. Akt, ergänzt durch Paul, existiert in vielen Versionen.
Melitta Muszely und Rudolf Schock sangen es 1959 in einer soliden Studioaufnahme unter dem Dirigenten Berislav Klobucar.
Muszelys dunkel gefärbte Stimme passt gut zur Vorstellung, die ich von Marietta habe.

 Ebenfalls aus 1959 ist die Live-Aufnahme aus München eines "Sonntagskonzerts" mit Erika Köth und Rudolf Schock unter der Leitung von Kurt Eichhorn.
Erika Köth - damals auf dem Höhepunkt ihrer vokalen Karriere - singt die Sterne vom Himmel. Das passt hier auch. Paul hört ja die Stimme seiner verstorbenen Geliebten.
Rudolf Schock IST in beiden Aufnahmen Paul und das sagt genug.

Rudolf Schock singt Pauls Schlussgesang dreimal auf CD: 1951 in einer Radioaufnahme unter Heinrich Hollreiser, 1959 in einer Studioaufnahme unter Berislav Klobucar und 1963 unter Horst Stein live in einem Opernkonzert aus München.

Die Live-Performance von 1963 erlebe ich als die eindringlichste.
Nach einer imposanten Reihe von beliebten und daher anspruchsvolleren Opernarien trifft mich das "Tote Stadt"Finale wie ein Hammerschlag.

Krijn de Lege, 23.1.2019/30.8.2023

RUDOLF SCHOCK zingt ERICH WOLFGANG KORNGOLD (Nederlands)

Erich Wolfgang Korngold
1897-1957
(Foto: Korngold-Society)

 
 
1897: een MUZIKAAL WONDERKIND wordt geboren!


1903: pianist,
1909: trekt aandacht als componist van een ballet, pianosonate en orkestsuite.
 
Zijn vader Julius Korngold, streng muziekresencent in Wenen, laat Erich op advies van Gustav Mahler muzieklessen volgen bij collega-componist Alexander Zemlinsky. Dit duurt kort, want Zemlinsky kan hem niets meer leren.
Richard Strauss is onder de indruk van Erich's stoutmoedig vernieuwende muziek.
 
1916: geslaagde premières van twee opera-eenakters.
1917: dirigent in Wenen
1920: in Hamburg en Keulen is Korngolds nieuwe opera 'Die Tote Stadt' een succes zonder weerga.
1921: Nog sensationeler is de ontvangst van 'Die Tote Stadt' in Wenen en aan de Metropolitan Opera van New York.
Anno 2019 omschrijft de website 'Operavision' deze opera als "musical psycho thriller"!.
 

De muzikale wereld van Erich Wolfgang Korngold is veelzijdig en groots:
Hij experimenteert met jazz in composities zoals de 'Babyserenade', maar stort zich met geestdrift ook op de bewerking van operettes.
O.a. van Johann Strauss Jr.: 'Das Spitzentuch der Königin' en 'Eine Nacht in Venedig'.
Het eerste werk krijgt van Korngold een nieuwe naam: 'Das Lied der Liebe', dat op CD verkrijgbaar is!
'Eine Nacht in Venedig' verrijkt hij - speciaal voor Richard Tauber - met o.a. 'Sei mir gegrüsst, du holdes Venezia'.
Daarnaast verdedigt hij op muzikale gronden Imre Kálmán tegen kritiek op diens latere operettes.
 
In 1938 verklaren de Nazi's 'Die Tote Stadt' van de Joodse componist Korngold tot "entartete" opera.
Tegelijk echter klopt Hollywood bij hem aan. Korngold bedenkt zich geen moment en vlucht naar de VS.    
Kort daarna geldt Korngold in Hollywood als één van de allereerste "creators of symphonic filmscore". In 1939, 1940 en 1941 beloont de filmwereld hem met een Oscar.
 
Na de oorlog keert Korngold terug naar Europa. Maar dan gebeurt weer wat o.a. ook Paul Abraham en Imre Kálmán overkwam: nieuwe composities, waaronder ook een opera, vinden geen genade bij de muziekcritici. Ze menen nu opeens pompeuze filmmuziek te horen en verouderde klanken uit een voorbije wereld.
Korngold - inmiddels hartpatiënt - toont zich verbitterd, keert terug naar de VS en overlijdt in 1957. 
 
E.W. Korngold 1957
Na 1970 is Korngold's ster weer rijzend. Zijn filmmuziek, maar ook zijn klassiek-instrumentale/vocale composities zijn opnieuw onderwerp van wereldwijde herwaardering.
 
 Die Tote Stadt
is in Korngold's opera de Belgische stad BRUGGE.
De oude stad symboliseert het zelfgekozen isolement van de jonge weduwnaar Paul. Deze lijdt onder het verlies van zijn gestorven vrouw Marie. Hij aanbidt haar portret en gouden vlechten.
 
Op een dag verschijnt aan hem een gesluierd meisje. Zij zingt op Paul's verzoek Marie's lievelingslied:
 
"Geluk, dat mij rest,
Kom bij me, mijn trouwe lief.
Het wordt avond in de tuinen,
Jij bent mijn licht en dag.
Angstig klopt hart tegen hart
Hoop baant zich een weg hemelwaarts..."
 
Paul zingt met haar mee:
 
"Al dreigt groot verdriet,
Kom bij me, mijn trouwe lief.
Vlij je witte gezicht tegen mij aan,
Dood zal ons niet scheiden
En moet je mij ooit verlaten
Geloof: er is een herrijzenis..."
 
Het meisje doet haar sluier af en (b)lijkt voor Paul's geestesoog Marie's evenbeeld te zijn. Paul verkeert nu in een voortdurende droomtoestand, waarin hij gelooft Marie teruggekregen te hebben.
In de tweede akte, die zich buiten in de straten van Brugge afspeelt, blijkt het meisje Mariëtta te heten en als danseres deel uit te maken van een groep kermisartiesten. Ze vernedert Paul temidden van haar vrienden. Als hij bij haar wil blijven, wil zij juist naar zijn eigen huis toe.
 
De derde akte - weer bij Paul thuis - verloopt grotendeels in een droomwereld:
Mariëtta wil, dat Paul haar kust. Hij moet kiezen tussen de dood en het leven. Paul kiest niet, waarna Mariëtta de gouden vlechten van Marie rond haar hals drapeert en verleidelijk begint te dansen. Paul schiet toe en wurgt haar met de vlechten.
Dan ontwaakt Paul uit zijn droom. Mariëtta's lichaam is verdwenen.
 
De gesluierde vrouw verschijnt opnieuw. Het is Mariëtta, die haar paraplu is vergeten. Paul negeert haar, waarna zij - de schouders ophalend - zijn kamer verlaat.
Paul's vriend Frank komt nu de kamer binnen. Paul's slotgezang maakt Frank (en ons) duidelijk, dat hij de dood afschudt en voor het leven kiest.
 
!  Let op de inhoud van de slotzang. Die is totaal tegenovergesteld aan het lied van Marie/Mariëtta uit de eerste akte  !: 
 
"Oh vriend, ik zal haar
 niet terugzien.
Een droom heeft mijn droom verwoest
Een droom van de bittere werkelijkheid
de droom van de fantasie.
De doden zenden zulke dromen,
als we te veel met
en in hen leven.
Hoe ver moet onze rouw gaan,
Hoe ver mag zij dat
zonder ons het houvast te ontnemen?
Trieste tweestrijd van het gevoel!
...........
Weg uit de stad des doods
...........
Geluk, dat mij rest,
Vaarwel, mijn trouwe lief
Leven scheidt ons van de dood
Wreed aan ons opgelegd
Wacht op mij in ijle hoogten
hier is geen herrijzenis"
 
Bruges-la-Morte
is de roman van de Belgische schrijver Georges Rodenbach (1855-1898), waarop Paul Schott het tekstboek voor 'Die Tote Stadt' baseerde.
De naam "Paul Schott" is een speels pseudoniem voor vader en zoon Korngold, die de teksten samen schreven.
"Paul" suggereert m.i., dat Paul's ervaringen in de opera autobiografisch geweest zouden kunnen zijn (wat niet zo is).
"Schott" is de naam van één van de grootste en oudste muziekuitgeverijen van Europa: 'Schott Music' in Mainz, begonnen in 1770.
Misschien, dat de Korngolds de naam "Schott" kozen uit dankbaarheid voor de bereidheid en durf van de vermaarde uitgeverij al in zo'n vroeg stadium een opera van een jeugdige, slechts in kleine kring bekende componist te publiceren.
  
Rodenbach's roman uit 1892 over liefde en dood in een mysterieus universum was in Europa een bestseller, maar in Brugge viel dit werk van de Franstalige auteur niet in goede aarde. Begrijpelijk, als je oude, maar prachtige stad bekend staat als het "Venetië van het Noorden"...
 
Opnamen
In 1975 bracht RCA de tot nu toe enige goede opname van 'Die Tote Stadt' uit.
Dirigent is Erich Leinsdorf, Rene Kollo zingt Paul, Carol Neblett Mariëtta en Hermann Prey Paul's vriend Frank.
 
Een nog jonge Hermann Prey maakte in 1957 - gedirigeerd door Wilhelm Schüchter - een betoverende opname van het melancholieke lied 'Mein Sehnen, mein Wähnen, es träumt sich zurück/Mijn verlangen, mijn waanvoorstellingen, ze dromen terug in de tijd'. Dit lied van Frank uit de 2e akte is thematisch voor de totale opera: leven uitsluitend in het verleden is een keuze voor de dood.  
LINK> UPLOAD van BRENDAN CARROLL uit 2010:
 
Het lied van Marie/Mariëtta uit de 1e akte, aangevuld door Paul bestaat in vele versies.
O. a. Melitta Muszely en Rudolf Schock zongen het 1959 in een solide studio-opname onder dirigent Berislav Klobucar.
Muszely's donker gekleurde stem past goed bij de voorstelling, die ik van Mariëtta heb.

Ook uit 1959 is een live-opname met Erika Köth en Rudolf Schock van een 'Zondagsconcert' uit München onder leiding van Kurt Eichhorn.
Köth - toen vocaal op haar top - zingt de sterren van de hemel. Dat past ook, als je je wilt realiseren, dat Paul feitelijk de stem van de gestorven Marie hoort.
Rudolf Schock IS in beide opnamen Paul en dat zegt voldoende.
 
Rudolf Schock zingt Paul's slotgezang driemaal op CD: 1951 in een radio-opname onder Heinrich Hollreiser, 1959 in een studio-opname onder Berislav Klobucar en 1963 onder Horst Stein live tijdens een opera-recital in - hoe kan het anders - München.
De live uitvoering van 1963 onderga ik als de meest indringende.
Na een lange rij geliefde en daarom des te veeleisender opera-aria's, treft mij de 'Dode Stad'-finale als een mokerslag.
 
Krijn de Lege, 23.1.2019/30.1.2023

07.11.18

RUDOLF SCHOCK sings EDVARD GRIEG (English)

SONG (S) of NORWAY !

LINK>DEUTSCH
LINK>NEDERLANDS

Edvard Grieg in 1860










In my blog Rudolf Schock was many times central as a singer of art songs.
However, it can be surprising that Schock also sang songs by the Norwegian composer Edvard Grieg. But that is not so strange. The songs of Grieg, music student in Leipzig (Germany), are rooted in (late) German 'Romanticism', albeit sometimes more modern: impressionistic and liberal. He composed not only on Norwegian, but also on German texts. This makes it understandable that in the 20th century German-speaking singers like Richard Tauber and Rudolf Schock incorporated 'Songs of Norway' into their repertoire.

The musical creative talent of Edvard Grieg (1843-1907) from Bergen, Norway, was not so much in the monumental. His impressive opus 16, the early piano concerto in a-mol, is the lone exception. Because more grand piano concerts were not realized and Grieg's attempts to compose an opera and a symphony failed.
Edvard Grieg's great art lay in the small: lyrical valuables for piano (Grieg was also an excellent pianist!), atmospheric songs and effective theater music. He later transformed the music for the theater into suites for orchestra: compositions for the concert hall, which reproduce a plot instrumentally, so without stage acts, in a visual way. Especially the two Peer-Gynt-Suites, opus 46 and 55, which Grieg originally wrote for Henrik Ibsens's play 'Peer (= Peter) Gynt', became audience favorites. A second important merit of Edvard Grieg was that he succeeded in making Norwegian folk music in Europe 'acceptable'. The "scales have fallen from (his) eyes" when in 1864 he became friends with Rikard Nordraak, composer of the Norwegian national anthem and generation companion. Via Nordraak (who was to die of TB in 1866 at the early age of 23) Grieg learned to know the folk songs of the North "and (his) own identity".
Rikard Nordraak
1843-1866









From that moment on Grieg devoted himself to Scandinavian music. As ambassador of the "School of the North", Grieg traveled all over Europe, which earned him a double honorary doctorate in Cambridge and Oxford "as a by-catch".

Note: The plot of the American musical 'Song of Norway' from 1944 (Robert Wright & George Forrest wrote together the text and adapted Edward Grieg's music) is loosely about the period of friendship between Edvard Grieg, Rikard Nordraak and Grieg's later wife, the soprano Nina Hagerup.
In 1970 the filming was published, which was much more freely related to the historical facts. A year later, Anno Moffo & Rudolf Schock recorded the - English sung - duet 'Strange Music'!. Moffo sang Nina Hagerup and Schock Edvard Grieg.




RUDOLF SCHOCK sings SONGS BY EDVARD GRIEG:
 
 >  24.1.1965: 'O Mutter du, ich liebe dich' (opus 58-2). Conductor: Frank Fox.
 
'Oh Mother, ah, I love you so
There's nothing more to say
You too love me, you care for me,
since ever I've been born.
'Oh Mother, yes I love you so.
There's nothing more to say..."
 
The recording got lost on an LP with 'mother songs', a genre, the mention of which alone in many people brings the musical courage to the shoes. But on the LP the songs are mostly respectable 'entertainment songs' by respected composers such as Werner Richard Heymann, Werner Bochmann, Norbert Schultze, Gerhard Winkler, Frank Fox and the Italian Cesare Andrea Bixio, of whom, for example, Beniamino Gigli made 'Mamma' famous. Some 'mother songs' remind of the late-19th century salon songs (read also: 'RS sings Carl Bohm') and can safely be seen as a continuation of it for the living rooms of the 20th century: 'Music for the Millions', naive, sensitive but loved.By the way, why should you sing the seasons, nature, past, present and future, big loves, babies in the cradle and not your own mother, from whom you were born?

The art song (Norwegian title: 'Til Norge') is composed in 1893. The poet John Paulsen and Edvard Grieg explain their love to 'Mother Earth Norway'. The eloquence is achieved by omission. Rudolf Schock touches in the final line: 'Mehr kann ich dir nicht sagen/There's nothing more to say...'.

>  6.2.1968: Love songs 'Ich liebe dich (I Love You) and 'Ein Traum (A Dream)'. Conductor: Werner Eisbrenner.

The contents of 'Ich liebe dich' (opus 5-3) - from  one of Grieg's earliest songs (1866) - can be summarized in the following lines: 'Du mein Gedanke, du mein Sein und Werden, ich liebe dich in Zeit und Ewigkeit!/You are my thoughts, my present and my future, I love you now and for eternity!'.
The poem - translated from Danish - is from none other than the famous fairy tale-teller Hans Christian Andersen (1805-1875).

'Ein Traum' (opus 48-6) wrote Grieg around 1888 on a text by Friedrich von Bodenstedt.

>  9.6.1973: 'Im Kahne (In the Boat/Norsk: Mens jeg venter = On the Water)'. Opus 60-3. Conductor: Werner Eisbrenner.

The song from 1894 goes back to an old national anthem. The Norwegian text is from Vilhelm Krag. The ever-repeated 'Wo-wo-wille' does not exist as word or phrase. 'Wo-wo-wille' only imitates the rocking of the boat in sounds.


> October 1976: epic choral work 'Landerkennung (Land Recognition). Opus 31 (1872).

Is written for male choir, baritone solo (!) and orchestra. Rudolf Schock sings his verses about 2/3 of the piece, when King Olav Trygva(e)son raises a heroic prayer.

Content is based on true events at the end of the 11th century. The Norwegian king Olav Trygvason (964-1000), banished at a very young age, sails back to his homeland after 30 years to bring Christianity there.
When he looms the inaccessible, dark coast of Norway, he threatens to lose all courage. But suddenly, on the instruction of "one of the people",  he recognizes snow-white domes and gray temple walls, which rise above everything else, and he oversees regions that unfold themselves with waterfalls and forests in spring. He hears bells and organ play, and as if by magic a deep desire takes over from him. He praises the Supreme Being, of whom he is completely fulfilled and prays for a lasting, strong faith. His troops repeat the prayer of their king.
 
Krijn de Lege, 18.6.2013 / 26.7.2015 / 26.11. 2018/23.7.2021