03.03.18

RUDOLF SCHOCK sings IMRE (EMMERICH) KÁLMÁN (3: D E U T S C H E V E R S I O N: Countess Maritza/Gräfin Mariza) part two

Rudolf Schock in 'Gräfin Mariza/Countess Maritza':
D E U T S C H E  Version + 7 Musikvideos!


Ich habe Lust, es jetzt mal anders zu machen!
"Musikvideos" oder "Hörvideos" - es ist mir egal, wie man sie nennt - geben nachfolgend einen Überblick von Rudolf Schocks lebenslänglichem Umgang mit der Rolle von 'Tassilo' in Kálmáns 'Gräfin Mariza'.
Mehr als 'Edwin' in 'Die Csárdásfürstin' bietet 'Tassilo' einem Tenor die Gelegenheit neben der 'Maritza' vokal und interpretativ zu beeindrucken. Dazu kommt, dass sich Rudolf Schock mit unwiderruflicher, fast jungenhafter  Hingabe in die Rolle wirft. Ich liebe das, weil es mich gerade ins Herz trifft!
Bel canto und Verismo laufen bei ihm ineinander: neben vokaler Schönheit klingt auch radikaler Realismus, der imstande ist "echte Leute" überzeugend ins Rampenlicht zu bringen.
Musikkritiker Thomas Voigt (Fono Forum) benennt 2016: "...Rudolf Schocks  fast schon schauspielerisch-prägnante Diktion..." und schreibt 2017: "...er agiert hier mit der Eloquenz eines Schauspielers, der "zufällig" auch noch exzellent singt...".

Schocks 'Gräfin Mariza'-Aufnahmen von 1954 (unter Wilhelm Schüchter), 1962 (unter Frank Fox) und 1967 (unter Robert Stolz) bespreche ich hier nicht.
All meine Begeisterung für 'Die Csárdásfürstin' - sehen Sie sich, bitte, die vorigen Kálmán-Texte an - gilt auch für 'Gräfin Mariza'.
Wohl möchte ich gerne an Schocks allererste Aufnahme von'Gräfin Mariza' aus der Saison 1947/48 und seine allerletzte von 1985 erinnern!
Meine grösste Aufmerksamkeit richtet sich aber auf die vollständige - zwar tontechnisch beschränkte - Rundfunk-Aufnahme von März 1958 und auf den Kinofilm desselben Jahres.

1947/48:

Auf einer 78 rpm Schellack-Schallplatte von HMV mit fast 10 Minuten Highlights. Dies ist die allererste Operettenplatte von Rudolf Schock:












März 1958:
Nahezu vollständige Rundfunk-Aufnahme des BR unter musikalischer Leitung von Werner Schmidt-Boelcke, Toki Horváth & seine Ungarische Zigeunerkapelle bietet dazu virtuose Unterstützung.
Schien in vorigem Jahrhundert gelöscht, aber ist inzwischen - zugegeben: nicht in vollendeter Tontechnik - zum Glück doch wieder aus der Asche auferstanden (u.a. auf Membran/Documents Nr.: 233001).










Zum Glück, denn diese Aufnahme mit Kálmáns Traumpaar Sári Barabás & Rudolf Schock füllt eine Lücke in der Geschichte der Zigeuneroperetten auf Tonträger.


Auf YouTube habe ich drei Leckerbissen gestellt:
1) Tassilo's nostalgische Erinnerung an glücklichere Zeiten in Wien (1. Akt):

2) Das aufregende, grand Finale des 2. Aktes:
3) Das relativ bescheidene Finale des 3. Aktes, mit aber einem selten gehörten "Loblied auf die Frau" von Tassilo, wovon es mit Rudolf Schock keine andre Aufnahme gibt. Leider singt Schock von diesem Lied nur den Refrain, aber seine überwältigend Darstellung macht das wieder völlig wett!


1958:
Imre Kálmáns 5. Todestag im Jahre 1958 muss der Grund gewesen sein, ZWEI Kino-Filme mit seiner Musik heraus zu bringen.
'Der Csárdáskönig' (Regie: Harald Philipp) erzählt mehr oder weniger Kálmáns Lebensgeschichte, und der FILM 'Gräfin Mariza' (Regie: Rudolf Schündler) wird "nach der gleichnamigen Operette" gemacht. Anders gesagt: man darf den  Film nicht als die Verfilmung der Operette sehen. In einem der beiden, letzten Artikel über Kálmán komme ich auf den 'Csárdáskönig' zurück. 


Über den Film 'Gräfin Mariza':


Landgutverwalter Tassilo heisst jetzt Michael und Mariza bleibt Mariza.
Der Plot folgt so ungefähr dem Operetten-Libretto. Das Herz des Films liegt aber in der "zufälligen" Begegnung Michaels (Rudolf Schock) mit dem einfachen, aber freimütigen Puszta-Mädchen "Etelka" (Christine Görner). Das geschieht im sonnenüberflutenden Burgenland als malerischem Hintergrund für diesen romantischen Farbfilm. Wenn sich später herausstellt, dass "Etelka" Michaels adlige Arbeitgeberin ist, fallen Film und Operette doch noch zusammen: Michael fühlt sich erniedrigt und kehrt der Gräfin Mariza den Rücken ('Komm Zigane!').

Viel Musik aus Kálmáns Operette wurde entfernt. Wahrscheinlich von Bruno Uher (1912-1976), der formell für die Musik im Film verantwortlich war. Uher war vermutlich auch der Dirigent, aber ganz deutlich ist das nicht. Der famose Robert Gilbert (1899-1978) sollte alle (Lied-)Texte im Film verfasst haben, aber von Kálmáns ursprünglichen Librettisten Julius Brammer & Alfred Grünwald gibt es auch Texte.
Ein inzwischen auch in Filmen erfahrener Rudolf Schock bewegt sich entspannt vor der Kamera, während Schauspielerin und (Opern/Operetten)-Sängerin Christine Görner (geb. 1930) mit spielerischer Ironie (achte mal auf die Augen!) die Sentimentalität auf Abstand hält. Es ist sehr verständlich, dass sie später mit Begeisterung und viel Erfolg Lieder von Kurt Weill & Bertolt Brecht interpretierte.
Gerne mache ich - mit Dank an "Fritz51267" - auf einen interessanten YouTube-Upload aus dem Film aufmerksam: "Rudolf Schock ('Mir geht's gut') & Christine Görner ('Höre ich Zigeunergeigen')":

 
  
Christine Görner singt ihr Lied überdeutlich nicht als Gräfin Mariza aus der Operette, sondern - Michael irreführend - als ländliches Mädel "Etelka". Sie spielt die naive Verwunderung in Person dazu: "Wer bin ich, dass ich dies alles erleben darf?" UND "Wo wohnt die Liebe, Michael"? Rudolf Schocks "Mir geht's gut', das er hinten drauf im Planwagen für "Etelka" singt, ist zwar aus Kálmáns Operette, aber nicht in dieser Form!
Schock singt es zur Melodie der jungen Zigeunerin Manja ganz zu Beginn der Operette: ein Lied mit unheilvoller Prophezeiung: "Glück ist ein kurzer Traum...". Ich nehme an, Robert Gilbert habe Schocks neuen Text verfasst und auf das forcierte Gemisch von Relativierung und Defätismus konzentriert, womit Michael auf sein Leben zurückblickt. Bemerkenswert ist, dass sein späterer Wutausbruch in 'Komm Zigane' sich davon desto schärfer abhebt.

"Mir geht's gut" (Kálmán/Gilbert):
Mir geht's gut, sag ich mir täglich
wenn's auch nicht...
Denn das schwerste ist erträglich
wenn man's leicht nimmt.
Hab und Gut geht
wie der Wind weht
auf der Welt ist alles möglich
weil sie sich dreht.
Glück ist ein Blatt im Wind,
flattert vorbei geschwind.
Aber danach zu jagen?
Das hat keinen Sinn.
Ja, ist der Teufel los
lach' ich ja zweifellos,
denn bei mir ist alles möglich
weil ich halt so bin...


**********************




1
7. Februar 1963:


Live aus dem Kongress Saal des Deutschen Museums in München:
Ingeborg Hallstein & Rudolf Schock singen das Duett 'Sag ja, mein Lieb, sag ja' aus 'Gräfin Mariza'. Werner Schmidt-Boelcke leitet das Münchner Rundfunkorchester:


Rudolf Schocks lebenserfahrener Tassilo klingt kräftig und nicht ausgesprochen lyrisch. Dies führt - beabsichtigt oder nicht - zum intrigierenden Gegensatz zur gerade sehr lyrischen Stimme der 21 Jahre jüngere Ingeborg Hallstein, die laut Agnes Wenk "silberhell" sei (Agnes Wenk ist die Witwe des renommierten, deutschen Konzertsängers Erich Wenk).
 

September 1985:

Rudolf Schock serviert live Tassilos 'Komm Zigane' im "Concertgebouw Amsterdam" während einer letzten Reihe 'Abend in Wien'-Konzerte in den Niederlanden und Belgien (Dirigent: Franz Bauer-Theussl):


Ich schrieb es schon: Von Schocks Stimme war ein Jahr vor seinem Tode noch ein Restbestand übrig, aber daraus presste er soviel zusammengeballtes Musiktheater, dass ich und mit mir Viele nach wie vor völlig in seinen Bann gerieten.

Krijn de Lege
3.3.2018


RUDOLF SCHOCK sings IMRE (EMMERICH) KÁLMÁN (3: N E D E R L A N D S E V E R S I E: Countess Maritza/Gräfin Mariza) part TWO

Rudolf Schock in 'Gräfin Mariza/Countess Maritza':
NEDERLANDSE VERSIE + ZEVEN MUZIEKVIDEO'S!


 Ik heb zin, het nu eens anders te doen!
"Muziekvideo's" of "luistervideo's" - het doet er niet toe, hoe men ze noemt - , geven hieronder een overzicht van Rudolf Schock's levenslange omgang met de rol van 'Tassilo' in Kálmán's 'Gräfin Mariza'.
Meer dan die van 'Edwin' in 'Die Csárdásfürstin' biedt 'Tassilo' een tenor de gelegenheid naast Mariza vocaal en interpretatief indruk te maken. Daarbij komt, dat Rudolf Schock zich in de rol werpt met een onherroepelijke, haast jongensachtige overgave, die mij recht in het hart raakt!
Belcanto en verismo lopen bij hem in elkaar over: naast vocale schoonheid, klinkt er ook een radicaal realisme, dat in staat is "echte mensen" overtuigend over het voetlicht te brengen.
Muziekcriticus Thomas Voigt (Fono Forum) schrijft in 2016: "...Rudolf Schock met bijna al de pregnante uitbeeldingskracht van de toneelspeler..." en in 2017: "...hij treedt hier op met de welbespraaktheid van de toneelspeler, die 'toevallig' ook nog buitengewoon mooi zingt...".
Schock's 'Gräfin Mariza'-opnamen uit 1954 (onder Wilhelm Schüchter), 1962 (onder Frank Fox) en 1967 (onder Robert Stolz) bespreek ik hier niet. Al het goeds, wat ik heb geschreven in mijn tekst over de 'Csárdásfürstin' geldt zeker ook voor 'Gräfin Mariza'! Wel herinner ik graag nog even aan Schock's allereerste 'Gräfin Mariza'-opname van 1947/48 en zijn allerlaatste uit 1985. Mijn meeste aandacht gaat echter naar de complete, weliswaar geluidstechnisch middelmatige radio-opname van maart 1958 en naar de bioscoopfilm van datzelfde jaar.

1947/48:
Op een 78-toeren schellak-grammofoonplaat van HMV met bijna 10 minuten hoogtepunten. Dit is de allereerste operette-opname met Rudolf Schock!

maart 1958:
Vrijwel volledige radio-opname van de Beierse Omroep onder de muzikale leiding van Werner Schmidt-Boelcke en met virtuoze ondersteuning van Toki Horváth en zijn Hongaarse Zigeunerorkest. 


Leek rond de eeuwwisseling gewist, maar is - zij het geluidstechnisch beperkt - intussen gelukkig uit de as herrezen (o.a. op Membran/Documents No.: 233001).  

Gelukkig, want deze opname met voor Kálmán's muziek het ideale duo Sári Barabás & Rudolf Schock vult een lacune in de geschiedenis van zigeuneroperettes op geluidsdrager.
Op YouTube heb ik drie smaakmakende fragmenten gezet: 

1) Tassilo's nostalgische herinnering aan gelukkiger tijden in Wenen (1. acte):

2) De enerverende, grote finale van de 2e acte:

3) De relatief bescheiden finale van de 3e acte, maar met een zelden gehoord "loflied op de vrouw" van Tassilo, waarvan met Rudolf Schock geen andere opname bestaat.
Jammer genoeg wordt van het lied alleen het refrein gezongen, maar Schock's overdonderende uitvoering maakt veel goed:

1958:
Imre Kálmán 's 5e sterfdag in dat jaar moet de reden zijn geweest TWEE bioscoopfilms met zijn muziek uit te brengen. 'Der Csárdáskönig' (regie: Harald Philipp) vertelt meer min dan meer Kálmán's levensverhaal én de FILM 'Gräfin Mariza' (regie: Rudolf Schündler) wordt gemaakt "naar de gelijknamige operette". Anders gezegd: de film moet niet worden gezien als een verfilming van de operette. In één van de 2 resterende artikelen over Kálmán kom ik terug op 'Der Csárdáskönig" .

Over de film 'Gräfin Mariza':
 



Landgoedbeheerder Tassilo heet nu Michael en Mariza blijft Mariza. De plot blijft dicht bij die van de operette. Het hart van de film is echter de "toevallige" onmoeting van Michael (Rudolf Schock) met het eenvoudige, maar vrijmoedige poestameisje "Etelka" (Christine Görner). Die ontmoeting vindt plaats in het zonovergoten Burgenland als het volmaakte decor voor een romantische kleurenfilm. Als blijkt, dat "Etelka" Michael's adellijke werkgeefster is, vallen film en operette toch nog samen in de emotionele scène, waarin Michael de door hem als zodanig ervaren vernedering wegzingt ('Komm Zigane').
In Kálmáns muziek uit de operette is in de film flink gesnoeid. Waarschijnlijk door Bruno Uher (1912-1976), die formeel verantwoordelijk was voor de filmmuziek. Uher zal ook de dirigent zijn geweest, maar helemaal duidelijk is dat niet. Voor de (lied)teksten tekent de fameuze Robert Gilbert (1899-1978), maar van Kálmáns vroegere tekstdichters Julius Brammer & Alfred Grünwald worden ook teksten gebruikt.
Een inmiddels ook in films door de wol geverfde
Rudolf Schock beweegt zich ontspannen voor de camera, terwijl actrice en (opera/operette)zangeres Christine Görner (geb. 1930) met speelse ironie (let op haar ogen!) de sentimentaliteit op afstand houdt. Het is heel begrijpelijk, dat ze later met plezier én succes liederen van Kurt Weill & Bertolt Brecht interpreteerde.

Graag vestig ik - met dank aan "Fritz51267" - de aandacht op een YouTube-upload uit de film: "Rudolf Schock ('Mir geht's gut') & Christine Görner ('Höre ich Zigeunergeigen')":

Christine Görner zingt haar lied overduidelijk niet als gravin Mariza uit de operette, maar - Michael om de tuin leidend - als landelijke "Etelka".  Ze speelt de naïeve verbazing in eigen persoon: "Wie ben ik, dat ik dit allemaal mag meemaken?" én "Wo  wohnt die Liebe, Michael?".  
Rudolf Schock's 'Mir geht's gut', dat hij achterop de huifkar voor "Etelka"zingt, is wel uit Kálmán's operette, maar niet in deze vorm!  Schock zingt het op de muziek, waarmee de jonge zigeunerin Manja de operette 'Gräfin Mariza' opent: een onheilszwanger lied met als strekking "Geluk is een korte droom...".

Ik neem aan, dat Robert Gilbert Schock's nieuwe tekst heeft geschreven en toegespitst op het geforceerde mengsel van relativeringsvermogen en defaitisme, waarmee Michael terugkijkt op zijn leven. Het aardige is ook, dat
diens latere woedeuitbarsting in 'Komm Zigane' daartegen des te scherper afsteekt:

Vertaling 'Mir geht's gut' (R. Gilbert op muziek van I. Kálmán):

"Met mij gaat het goed", zeg ik elke dag tegen mezelf -  
 
ook als dat niet zo is...

Want je kunt het moeilijkste verdragen, als je het gemakkelijk opneemt.

Geld en goed gaan zoals de wind waait

Op de wereld is alles mogelijk, omdat die draait.

Geluk is een blad in de wind: het warrelt vlug voorbij

Maar het na te jagen heeft geen zin.

Ja, als er stennis wordt gemaakt, blijf ik lachen...,

want met mij is alles mogelijk, omdat ik nu eenmaal zo ben...


17 februari 1963:

Live-uitzending vanuit de 'Kongress-Saal' van het Duitse Museum in München:
Ingeborg Hallstein & Rudolf Schock zingen het duet ‘Sag ja, mein Lieb, sag ja' uit ‘Gräfin Mariza’. Werner Schmidt-Boelcke leidt het 'Münchner Rundfunkorchester':
Rudolf Schock's levenservaren Tassilo klinkt krachtig en niet uitgesproken lyrisch. Dit leidt - al dan niet bedoeld - tot een intrigerende tegenstelling met het juist zeer lyrische stemgeluid van de 21 jaar jongere Ingeborg Hallstein, dat " helder als zilver glanst", aldus Agnes Wenk, weduwe van de vermaarde, Duitse concertzanger Erich Wenk.

September 1985:
Rudolf Schock presenteert Tassilo's 'Komm Zigane' in het Concertgebouw Amsterdam tijdens een laatste serie 'Abend in Wien'-concerten in Nederland en België (dirigent: Franz Bauer-Theussl):
Ik schreef het al eerder: Van Schock's stem was in 1985 nog een restbestand over, maar daar perste hij zoveel samengebald muziektheater uit, dat ik en met mij velen niet aan de fascinatie voor deze zanger konden ontsnappen.


Krijn de Lege
3 maart 2018

20.01.18

RUDOLF SCHOCK sings IMRE (EMMERICH) KÁLMÁN (3: Countess Maritza/Gräfin Mariza) part one

Gräfin Mariza/Countess Maritza - 1924



English:
No doubt Imre Kálmán understood in the years after the "Great War" (1914-1918), that the triumph of 'The Gipsy Princess' was far behind. 
His next 3 operettas failed in comparision to this world wide success from 1915. The Danube Monarchy Austria/Hungary was disintegrated, her army disbanded and her nobility impoverished.
However, Kálmán is young enough to make a new start, to react to a changing society and to develop at the same time links to lost values of the past. He does that with an operetta, that would become his second world success: 'Countess Maritza'.

Deutsch:
Ohne Zweifel sah Imre Kálmán in den Jahren nach dem "Grossen Krieg" (1914-1918) ein, dass der Triumph der 'Csárdásfürstin' weit hinter ihm lag.
Seine nächsten 3 Operetten kamen an diesen Welterfolg aus dem Jahre 1915 nicht heran. Die Donaumonarchie Österreich/Ungarn war zerfallen, ihre Armee aufgelöst und ihr Adel heruntergekommen.
Kálmán aber ist jung genug, um einen neuen Start machen zu wollen, auf sich verändernde Zeiten zu reagieren und zugleich an verlorengegangene Werte  heranzuknüpfen. Er macht das mit einer Operette, die dein zweiter Welterfolg werden sollte: 'Gräfin Mariza'.

Nederlands:
Ongetwijfeld begreep Imre Kálmán in de jaren na de "Eerste Wereldoorlog" (1914-1918), dat de triomf van zijn 'Csárdásfürstin' ver achter hem lag. Zijn volgende 3 operettes haalden het niet bij dit wereldsucces uit 1915.
De Donaumonarchie Oostenrijk/Hongarije was uiteengevallen, haar leger ontbonden en haar adel ontheemd door het verlies van geld, goed én status.
Maar Kálmán is jong genoeg om een nieuwe start te willen maken: inspelen op veranderende tijden en tegelijk verbindingen leggen met wat verloren ging. Dat doet hij met een operette, die zijn tweede wereldsucces zou worden: 'Gräfin Mariza'.

English: 
The 'Gipsy Princess' was singing and dancing in Vienna and Budapest, the two selfsatisfied capitals of the Danube Monarchy.
'Countess Mariza' is framed on the grass steppes of the Hungarian "puszta" and around the fields and stables of a remote estate, where wandering gypsies find peace and warmth.
Different too from Kálmáns "Gipsy Princess" the gypsies really feel at home on their 'Puszta'. Here they are no "People Worth Seeing" in a Cabaret-Music Hall.
S U M M A R Y :
We meet Török, whose real name is: Tassilo.
"Tassilo" is the new bailiff on Countess Maritza's estate and an impoverished young Count from Vienna, who has taken the job incognito to pay for his sister's education. Maritza and Tassilo grow to love each other. But then Maritza thinks to know, Tassilo loves another woman called Lisa. However, Lisa is Tassilo's sister. The misconception delays the happy pairing-off of Maritza with Tassilo, and his sister Lisa with another nobleman from Maritza's set of suitors".

The operetta "Countess Maritza" is more melodramatic and opera-like than 'The Gipsy Princess". Highlights are the 2nd finale and Tassilo's song  'Come, Gipsy + Csárdás' as egocentric-dramatic eruption. However, there 's more, for example Tassilo's longing song for Vienna ('When Evening comes...). 

Sari Barabas as Mariza








Deutsch:
Die 'Csárdásfürstin' sang und tanzte in Wien und Budapest, die beiden damals ziemlich selbstzufriedenen Hauptstädte der Donaumonarchie.
'Gräfin Mariza' spielt auf den Grassteppen der ungarischen Puszta und um die Äcker und Ställe eines entlegenen Landguts, wo herumwandernde Zigeuner Ruhe und Wärme finden.
Unterschiedlich von Kálmáns 'Csárdásfürstin' ist auch, dass sich die Zigeuner auf dem Landgut und ihrer Puszta zu Hause fühlen. In 'Gräfin Mariza' sind sie "Sehenswürdigkeiten" in einer Kabaret/Musik-Halle.
Z U S A M M E N F A S S U N G :
"Török verwaltet das Landgut einer ihm unbekannten "Gräfin Mariza". Er weiss nur, diese Dame wohne lieber in Wien als auf der Puszta.
Eigentlich heisst er Tassilo, kommt aus Wien, und ist ein aus der Armee entlassener Reiteroffizier von - verarmtem - Adel. Der Lohn, den er durch tüchtige Arbeit auf dem Landgut verdient, ist für die jüngere Schwester Lisa bestimmt. Sie muss die Schule noch absolvieren und zu passender Zeit über einen anständigen Brautschatz verfügen.
Mariza kehrt auf ihr Landgut zurück, wo Tassilo und sie sich ineinander verlieben. Eines Tages glaubt sie, zu entdecken, Tassilo habe noch eine andre Geliebte, deren Name Lisa ist. Lisa ist aber Tassilo's Schwester. Dieses Missverständnis verzögert die glückliche Verschmelzung von Mariza & Tassilo. Lisa verliebt sich in Marizas ersonnenen "Heiratskandidaten Baron Koloman Zsupán" (Figur aus 'Der Zigeunerbaron' von Johann Strauss-Sohn, die es dann doch in Wirklichkeit gibt!)".

 'Gräfin Mariza' ist melodramatischer und opernhaftiger als 'Die Csárdásfürstin'. Höhepunkte sind das Finale des 2. Aktes und natürlich: 'Komm Zigane + Csárdásfinale' als egocentrisch-dramatischer Ausbruch.Aber es gibt noch viel mehr, z.B. Tassilo's sehnsüchtigen Gruss aus Wien: 'Wenn es Abend wird...'.

Rudolf Schock as Tassilo




NEDERLANDS
P l o t :
"Török beheert het landgoed van een hem onbekende "Gravin Mariza". Hij weet alleen, dat die dame liever in Wenen woont dan op de poesta.
Eigenlijk heet hij Tassilo, komt uit Wenen en is een ontslagen legerofficier van verarmde adel. Het geld, dat hij met hard werken op het landgoed verdient, is bestemd voor zijn zusje Lisa. Ze moet haar schoolopleiding nog afmaken en t.z.t. kunnen beschikken over een fatsoenlijke bruidsschat.
Tassilo bouwt een sterke band op met de zigeuners, die zich hier op de steppe en het landgoed thuis voelen. Dan verschijnt Gräfin Mariza op het landgoed. Tassilo en zij raken verliefd op elkaar tot Mariza meent te ontdekken, dat Tassilo haar bedriegt met een ander meisje (Lisa!). Aan dit misverstand dankt de operette een indrukwekkende finale van het 2e bedrijf.  
Andere hoogtepunten zijn natuurlijk Tassilo's herinneringen aan Wenen ('Wenn es Abend wird...') en zijn 'Komm Zigane + Csárdásfinale' als egocentrisch-dramatische uitbarsting.
Over het geheel genomen doet 'Gräfin Mariza' opera-achtiger aan dan 'Die Csárdásfürstin'.









 







De 'Csárdásfürstin' werd door Kálmán gesitueerd in Wenen en Boedapest, destijds de twee tamelijk zelfvoldane hoofdsteden van de Donaumonarchie.
'Gräfin Mariza' speelt zich af op de grassteppen van de Hongaarse "poesta" en rond de akkers en stallen van een afgelegen landgoed, waar rondtrekkende zigeuners rust en warmte vinden. Anders dan in de 'Csárdásfürstin' zijn zij in deze operette geen bezienswaardigheden in een cabaret en music hall.

Will be continued/Wird fortgesetzt/Wordt vervolgd!

Krijn de Lege, 20.1.2018