21.03.16

RUDOLF SCHOCK sings 'IN STILLER NACHT' (Johannes Brahms)


'In stiller Nacht'

ist das letzte Lied des Zyklus 'DEUTSCHE VOLKSLIEDER' von Johannes Brahms.
Der verzweifelte Liebhaber bleibt in schmerzlicher Einsamkeit zurück: 'Der schöne Mon will untergon...Kein Vogelsang noch Freudenklang. Nur die Sterne 'wollen mit mir weinen' und 'die wilden Tier traur'n auch mit mir in Steinen und in Klüften'.

Den Zyklus-Schluß empfinde ich als so erschütternd, daß ich dazu neige, einen Vergleich mit 'Der Leiermann' zu machen, dem berühmten Lied, womit Franz Schubert seine 'Winterreise' abschließt.
















Die Ergriffenheit, die 'In stiller Nacht' wachruft, hat gewiß auch mit der Tatsache zu tun, daß dieses Volkslied ursprünglich ein 'Trauer-Gesang von der noth Christi am Oelberg in dem Garten' war.
Dieses Klagelied über den einsam leidenden Jesus am Abhang des Ölbergs im Garten von Gethsémane ist übrigens nicht anonym. Wir wissen inzwischen, daß der Text vom Priester/Dichter Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635) verfaßt wurde.

Es schien mir passend 'In stiller Nacht' in dieser Stillen Woche zentral zu stellen.

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In kurzem setze ich - wie versprochen - die Reihe Artikel mit Komponisten fort, von denen der Tenor Rudolf Schock Musik gesungen und aufgenommen hat.
Ich machte eine 2-jährige Pause nach Händel und Haydn und fahre mit zwei "kleineren" Operettenkomponisten fort.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest!

Krijn de Lege, 21.3.2016

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