12.10.14

About one of 25 K.de Lege-favourites for the lonely desert: Rudolf Schock sings Always/Heimweh (Irving Berlin)








About one of 25 Krijn de Lege-favourites for the loney island:

Rudolf Schock singt 'Always/Heimweh' von
Irving Berlin

Formveränderungen

1925: a love song















Komponist Irving Berlin (1888-1989) verfaßt das Liebeslied 'Always' für das Musical 'The Cocoanuts' mit den Marx Brothers in den Hauptrollen.
Textverfasser George S. Kaufman weist das Lied zurück. Er erwartet gar nichts von einem Liedchen mit der Bekanntgabe, daß einer jemanden immer lieben wird ("I'll be loving you always").
Dazu kommt, daß das Wort 'Always' bis zum Gehtnichtmehr wiederholt wird.
Berlin glaubt wohl daran, was sich darin zeigt, daß er es seiner Frau Ellin schenkt.
Stars wie Frank Sinatra, Ella Fitzgerald, Billy Holiday, Sarah Vaughan, Peggy Lee, Paul McCartney und Leonard Cohen
begrüßen 'the love song' und nehmen es gerne in ihr Repertoire auf.
"Everything went wrong
And the whole day long
I'd feel so blue
For the longest while
I'd forget to smile then I met you
Now that my blue days have passed
Now that I've found you at last

 
I'll be loving you always
With a love that's true always
When the things you've planned
Need a helping hand
I will understand always
Always
 
Days may not be fair always
That's when Ill be there always
Not for just an hour
Not for just a day
Not for just a year
But always
 
Ill be loving you, oh always
With a love that's true always
When the things you've planned
Need a helping hand
I will understand always
usw...."
 
1927: ein Lied mit Volksliedartigem Charakter über das Heimweh nach dem Ort, an dem man zu Hause ist
Irving Berlins love song wird in Europa in der (deutschsprachigen) Ausführung Richard Taubers zum genauso großen Erfolg wie in den VS. Der Text ist aber bei weitem keine Übersetzung des Originals.
'Always' hat sich in ein volksliedartiges 'Heimweh' verändert, in die Sehnsucht in der Fremde nach der Heimat:

"Heute in der Nacht, bin ich aufgewacht und hab' geweint
Oh, du lieber Stern, dort in weiter Fern', sei du mein Freund.
Ich hab. dich so lieblich und schön, in meiner Heimat gesehn.
Weißt du , was das heißt, Heimweh?
Alles rings umher, ist so still und leer,
Traurig rauscht das Meer vor Heimweh.

Grüß das Dörflein mein, Grüß mir jeden Stein und jeden Baum.
Steht wohl noch die Bank, wo am Waldesrand die Amsel sang?
Wenn du mein Mütterlein siehst, sag nicht, wie weh es mir ist....
Sag nur, was das heißt, Heimweh.
Tag und Nacht vergehn, keiner mich versteht,
und mein Herz vergeht vor Heimweh"


Der Verfasser des deutschen Textes ist der österreichische Schriftsteller und Librettist Fritz Löhner-Beda (1883-1942).
 
















Fritz Löhner-Beda verfaßte zusammen mit Ludwig Herzer die Textbücher für Franz Lehárs 'Land des Lächelns', 'Schön ist die Welt', 'Giuditta' und mit Alfred Grünwald die Librettos für Paul Abrahams 'Viktoria und ihr Husar', 'Blume von Hawaii' und 'Ball im Savoy'. 
Im Alleingang entstanden die Lehár-Erfolge: 'Freunde, das Leben ist lebenswert' und 'Dein ist mein ganzes Herz!'. Dieses letzte Lied widmete Löhner seiner Frau Helene.
 
v.l.n.r.:
Ludwig Herzer, Franz Lehár, Gitta Alpar,
Fritz Löhner-Beda, Richard Tauber













Erschütternd ist, wie es mit dem weit und breit geschätzten Fritz Löhner-Beda ausging:
Rückblickend war er naiv. Er glaubte, trotz seiner jüdischen Abkunft nicht verfolgt zu werden. Vielleicht rechnete er mit der ausschlaggebenden Hilfe von Lehár, dessen Operetten mit Löhners Texten ungehindert weitergespielt werden durften.
Wie auch immer: die Nazis verhafteten ihn, und noch immer ist undeutlich, ob oder ob nicht Lehár sich für seinen Librettisten eingesetzt hat. 
Fritz Löhner geriet über die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald letzten Endes in Auschwitz, wo er Dezember 1942 erschlagen wurde. Er hat wahrscheinlich nicht gewußt. daß seine Frau und beide Teenagertöchter damals schon ermordet waren.

1932: ein Kabarettlied

"Weißt du, was das heißt:
'Z a h n w e h?'
Wie das zuckt und reißt:
'Z a h n w e h?', etc...."

So lautet das spottende Refrain einer Parodie, die der Schweizer Kabarettist Fredy Scheim ("Zürcher Fredy") auf 'Heimweh' machte. Die Art und Weise, wie Scheim deinen Text auf der Schallplatte darstellt, scheint direkt aus Weill/Brechts 'Dreigroschenoper' zu stammen:

LINK: Fredy Scheim


1945: "Heimweh: ein Lied der nach Rußland Verschleppten"

Völlig anders ist die Form, die das Lied 1945 annimmt. Es ist derselbe 'Heimweh'-Text von Fritz Löhner-Beda, den Richard Tauber je sang, aber die Worte scheinen auf einmal zu den Liedern zu passen, die Fritz Löhner als KZ-Häftling verfaßte (u.a. zum 'Buchenwaldlied')

Das "Lied über das Heimweh der nach Rußland Verschleppten" befindet sich im 'Liederschatz' von Frau Theresia László-Simon aus dem ehemalig deutschen Schlesien. Nach dem Krieg wurde Schlesien polnisch.
Frau László (geb. 1924), die schon früh damit anfing, Geschichten und Dialekte zu sammeln, hatte eine schöne Stimme. Ihr Interesse galt darum besonders die Lieder ihrer Gegend. So entdeckte sie dieses "Heimweh-Lied der nach Rußland Verschleppten".
Wahrscheinlich war sie vom ursprünglichen 'Heimweh' nicht auf dem laufenden.
 
2013, Augustus-Verlag, Amsterdam





















Ähnliches gilt für die niederländische Journalistin Laura Starink (geb. 1954).
In ihrer eindrucksvollen Familiengeschichte 'DUITSE WORTELS: mijn familie, de oorlog en Silezië: DEUTSCHE WURZELN: meine Verwandtschaft, der Krieg und Schlesien' (2013, uitgeverij Augustus, Amsterdam, es gibt leider noch keine deutsche Übersetzing!) schreibt sie im 15. Kapitel über ihren 3. Besuch 2012 an Mikulczyce (früher: Klausberg), dem Ort, woher ihre Verwandtschaft kommt.
Laura Starink verweist unter der Überschrift "Deportation nach Osten" (Seite 249) auf Erinnerungen "der deutschen Frauen aus Mikulczyce".
Die Frauen erzählen, ihre Männer seien in Viehwaggons Richtung Osten gesetzt worden, wo man sie gezwungen habe, in russischen Kohlebergwerken (Ukraine) zu arbeiten. Viele seien nie zurückgekehrt. 
Dann fangen die Frauen an, zu singen:
"Heute in der Nacht/bin ich aufgewacht/und hab' geweinet/Weißt du was heißt? Heimweh!"
Sie erläutern, "dieses Lied....sei von deutschen Männern in den russischen Straflagern gemacht und heimlich gesungen worden"
Auch sie scheinen nicht gewußt zu haben, daß es dieses Lied schon lange gab.
Die unmenschlichen Umstände, worunter ihre Männer aus dem Lied Kraft schöpften, haben den Worten aus 1927 aber eine total andre Wirkung gegeben.

1949: ein Lied über das Heimweh nach dem, was war und denen, die waren

Rudolf Schock nahm am 25. Februar 1949 nicht nur 'Heimweh', sondern auch das Original 'Always' auf.
Soweit bekannt, hat aber HMV/Electrola die englische Version nie veröffentlicht.
Erst 2012 versteckt Membran/Documents (auf Initiative Wilfried Chlostas: siehe 'RS auf CD') 'the love song' im 10CD-Box 'Nachklang einer geliebten Stimme'.

Nach dem Warum der 'Always'-Aufnahme kann geraten werden:
Rudolf Schock befindet sich 1949 in einer international orientierten Phase seiner Karriere:
Er singt an der Covent Garden Opera in London, von daraus in einer großen Anzahl englischer Städten und ist im Begriff, Richard Taubers Tournee nach Australien zu übernehmen.
In Berlin pendelt er fortwährend zwischen den Sektoren des sogenannten Freien Westens und dem Ostsektor, der unter
russischer Aufsicht steht.
Er befreundet sich nahe mit dem Amerikaner Harold Byrnes, der im Auftrag der Besatzungsmächte beim Reanimieren des Berliner kulturellen Lebens assistiert.
 
Harold Byrnes & Rudolf Schock
Berlin 1947



















Warum erschien 'Always' dann doch nicht auf dem Markt?
Ich denke, die Produzenten fänden das einfach überflüssig:
Schock hatte ja das deutsche 'Heimweh' ebenso aufgenommen, und zusammen mit einem "andren Volksliedchen" würde das doch eine attraktive 78er Schallplatte abgeben. Überdies: Tauber hätte es vor dem Krieg mit dengleichen Titeln genauso gemacht.
Möglicherweise könnte noch eine Rolle gespielt haben, daß Fritz Löhner-Beda auch den Text des 2. Liedes ('In der Pfalz' von Jára Benes) geschrieben hatte.

Bemerkenswert

An Schocks 'Heimweh' aus 1949 fällt auf, daß er die zweite Strophe
ausläßt (siehe oben). Die Form seiner Version verläuft dadurch parallel zu der von 'Always' (siehe oben).
(Rudolf Schock singt die 2. Strophe übrigens wohl in einer zweiten 'Heimweh'-Aufnahme aus 1966 unter Fried Walter).

Die ob oder ob nicht beabsichtigten Folgen des Auslassens der  zweiten Strophe sind:
1) daß das Lied den teilweise ausgesprochen nostalgisch-ländlichen Charakter verliert;
2) daß besonders das 'nagende Heimweh selbst, das sehnsüchtige Verlangen nach dem, was je war und denen, die je waren' dem Hörer bis an die Kehle geht.
Ich stelle mir vor, daß ein solches Heimweh in jenen chaotischen Jahren nach dem Krieg dominant anwesend war: die Städte zerstört, die Bevölkerung von Tod und Verderben traumatisiert, Mangel an allem, und die bange Ahnung eines "Eisernen Vorhangs", der politisch zwischen Ost und West, aber im Alltagsleben innerhalb Verwandtschaftsbeziehungen und zwischen Freunden, Bekannten und Kollegen endgültig zugezogen werden sollte. Vom 7. Oktober 1949 ab waren zwei Deutschlande: DDR und BRD denn auch eine Tatsache.
 

















Vielleicht ist die Verbindung, die ich zwischen dem damaligen
Zeitgeist und der älteren 'Heimweh'-Aufnahme von Rudolf Schock herstelle, zu weit hergeholt. Aber es ist bemerkenswert, daß Rudolf Schock am 28. Februar 1949, nur drei Tage nach Berlin/Bedas 'Heimweh' jenes andere 'Heimweh' von Hugo Wolf (1860-1903) aufnimmt:
"Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern
Den Fremden alleine stehn.


Was wisset ihr, dunkele Wipfel,
Von der alten, schönen Zeit?
Ach, die Heimat hinter den Gipfeln,
Wie liegt sie von hier so weit!


Am liebsten betracht ich die Sterne,
Die schienen, wie ich ging zu ihr,
Die Nachtigall hör ich so gerne,
Sie sang vor der Liebsten Tür.


Der Morgen, das ist meine Freude!
Da steig ich in stiller Stund
Auf den höchsten Berg in die Weite,
Grüß dich, Deutschland, aus Herzensgrund!"
 
 
Hugo Wolf










Dieses Gedicht eines der größten Dichter und Schriftsteller aus der 'Romantik' Joseph von Eichendorff (1788-1857) liest oder hört man bei aller Betrübnis als eine Wendung zum Guten (letzte Strophe!):
Man könnte das Heimweh überwinden. Man dürfte wieder an eine Zukunft glauben!
 
Joseph von Eichendorff














Die Aufnahmen mit Rudolf Schock:

Adolf Wreege












Dirigent und Geiger Adolf Wreege gehörte Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre zur Berliner Unterhaltungsszene. Das 'Tanzstreichorchester' unter seiner Leitung begleitete 1949 den 34-jährigen Rudolf Schock in amerkanischem Stil.

Schock sang die beiden Versionen von Berlins 'Always' (und 'In der Pfalz') schmelzend.
In 'Always' mit einiger Zurückhaltung, was einem jungen Mann geziemt. der sich noch vor kurzem "so blue (so schüchtern)" fühlte. In 'Heimweh' mit Leidenschaft.


! - Wie ich schon mitteilte, ist 'Always' inzwischen herausgebracht worden:
(Membran/Documents 10CD-Box 'Nachklang einer geliebten Stimme' Order Nr. 233518).


LINK: Rudolf Schock singt 'ALWAYS'


! - 'Heimweh' aus 1949 ist zweimal veröffentlicht worden:
(Membran 2CD-Set 'Der fröhliche Wanderer' Order Nr. 224062 + Laserlight Digital 'RS: Lieder und Arien' N 11761).

- 'Heimweh' von Hugo Wolf/Joseph von Eichendorff  aus 1949, am Klavier von Adolf Stauch (1903-1981) begleitet, gibt es auf:
Membran/Documents 10 CD-Box 'RS: Seine schönsten Lieder aus Oper, Operette und Film' Order Nr. 232541.


LINK: Rudolf Schock singt 2x 'HEIMWEH'


Krijn de Lege, 12 oktober 2014

LINK: D r i n g e n d   g e s u c h t !

About one of 25 K.de Lege-favourites for the lonely Island: Rudolf Schock sings Always/Heimweh (Irving Berlin)








About one of 25 Krijn de Lege-favourites for the lonely island:

Rudolf Schock zingt 'Always/Heimweh' van Irving Berlin
  
Gedaanteverwisselingen:

In 1925: a love song














Componist Irving Berlin (1888-1989) schrijft het liefdesliedje 'Always' voor de musical 'The Cocoanuts' met in de hoofdrollen de Marx Brothers.
Tekstschrijver George S. Kaufman keurt het liedje af. Hij ziet helemaal niets in een liedje met de boodschap, dat iemand altijd van iemand blijft houden ("I'll be loving you always").
Daarbij komt, dat het woord 'Always' tot vervelens toe (15x!) wordt herhaald.
Berlin gelooft er wel in, wat blijkt uit het feit, dat hij het cadeau doet

aan zijn a.s. vrouw Ellin.
Sterren als Frank Sinatra, Ella Fitzgerald, Billy Holiday, Sarah Vaughan, Peggy Lee, Paul McCartney en Leonard Cohen omarmen de love song en nemen het graag op in hun repertoire:


"Everything went wrong
And the whole day long
I'd feel so blue
For the longest while
I'd forget to smile then I met you
Now that my blue days have passed
Now that I've found you at last

 
I'll be loving you always
With a love that's true always
When the things you've planned
Need a helping hand
I will understand always
Always
 
Days may not be fair always
That's when Ill be there always
Not for just an hour
Not for just a day
Not for just a year
But always

 
Ill be loving you, oh always
With a love that's true always
When the things you've planned
Need a helping hand
I will understand always
etc......."
 
In 1927: een lied met een volkslied-achtige tekst over heimwee naar de geboortegrond

Irving Berlin's love song wordt in Europa in de (Duitstalige)
uitvoering van de tenor Richard Tauber een even groot succes als in de VS. De tekst is echter in de verste verte geen vertaling van het origineel.
'Always' is in een volkslied-achtig 'Heimweh' veranderd, het verlangen in den vreemde naar de geboortegrond:
"Heute in der Nacht, bin ich aufgewacht und hab' geweint
Oh, du lieber Stern, dort in weiter Fern', sei du mein Freund.
Ich hab. dich so lieblich und schön, in meiner Heimat gesehn.
Weißt du , was das heißt, Heimweh?
Alles rings umher, ist so still und leer,
Traurig rauscht das Meer vor Heimweh.

Grüß das Dörflein mein, Grüß mir jeden Stein und jeden Baum.
Steht wohl noch die Bank, wo am Waldesrand die Amsel sang?
Wenn du mein Mütterlein siehst, sag nicht, wie weh es mir ist....
Sag nur, was das heißt, Heimweh.
Tag und Nacht vergehn, keiner mich versteht,
und mein Herz vergeht vor Heimweh"


De maker van de Duitse tekst is de Oostenrijkse schrijver en librettist Fritz Löhner-Beda (1883-1942).

















Fritz Löhner-Beda schreef samen met Ludwig Herzer de tekstboeken voor Franz Lehár's 'Land des Lächelns', 'Giuditta' en 'Schön ist die Welt' en met Alfred Grünwald die voor Paul Abraham's 'Viktoria und ihr Husar', 'Die Blume von Hawaii' und 'Ball im Savoy'.
Specifiek van Löhner-Beda zijn de Lehár-successen: 'Freunde, das Leben ist lebenswert!' en 'Dein ist mein ganzes Herz!'. Dit laatste lied droeg Löhner aan zijn vrouw Helene op.

v.l.n.r. Ludwig Herzer, Franz Lehár, Gitta Alpar,
Fritz Löhner-Beda, Richard Tauber













Schokkend is hoe het met de alom gewaardeerde Fritz Löhner-Beda afliep:
Terugkijkend was hij naïef. Hij geloofde, dat hij - ondanks zijn Joodse afkomst - niet vervolgd zou worden.
Misschien rekende hij met de doorslaggevende steun van Franz Lehár, wiens operettes met Löhner's teksten ongehinderd mochten worden doorgespeeld.
Hoe dan ook: de Nazis arresteerden hem en nog steeds is onduidelijk, of Lehár al dan niet voor zijn tekstschrijver is opgekomen.
Fritz Löhner kwam via de concentratiekampen Dachau en Buchenwald uiteindelijk in Auschwitz terecht, waar hij in december 1942 werd doodgeslagen. Hij heeft waarschijnlijk niet geweten, dat zijn vrouw en twee tienerdochters toen al waren vermoord.

In 1932: een cabaretliedje

"Weißt du, was das heißt:
'Z a h n w e h?'
Wie das zuckt und reißt:
'Z a h n w e h?', etc...."

("Weet je, wat dat is:
'K i e s p i j n?'
Hoe dat klopt en trekt
'K i e s p i j n?', etc....)

Zo luidt het spottende refrein van een parodie, die de Zwitserse cabaretier Fredy Scheim ("Zürcher Fredy") maakte op 'Heimweh'.
De manier, waarop Scheim zijn tekst op de grammofoonplaat voordraagt, lijkt zo uit Weill/Brecht's 'Dreigroschenoper' van 1931 te komen:

LINK: Fredy Scheim's 'Zahnweh'

In 1945: "Lied van de naar Rusland gedeporteerden"

Van een andere orde is de gedaante, die het lied in 1945 aanneemt. Het is dezelfde 'Heimweh'-tekst van Fritz Löhner-Beda, die Richard Tauber voor de oorlog zong, maar het lijkt dan ineens te passen bij de liederen, die Fritz Löhner als concentratiekamp-gevangene schreef (b.v. het 'Buchenwaldlied').

Het "Lied der nach Russland Verschleppten" komt voor in de 'Liederschatz' van Mw. Theresia László-Simon uit het voormalig Duitse Schlesien (Silezië), dat na de 2e wereldoorlog Pools werd.
Mw. László (geb. 1924), die al vroeg begon met het verzamelen en rubriceren van verhalen en dialecten, kon ook goed zingen. Haar belangstelling ging daarom vooral uit naar de liederen uit haar omgeving. Zodoende ontdekte zij het "Lied van de naar Rusland gedeporteerden".
Het is aannemelijk, dat zij van het oorspronkelijke 'Heimweh' niet op de hoogte was.

Dat geldt ook voor de Nederlandse journaliste Laura Starink (geb. 1954).
In haar indrukwekkende familiegeschiedenis 'DUITSE WORTELS: mijn familie, de oorlog en Silezië' (2013, uitgeverij Augustus,
Amsterdam) schrijft ze in hoofdstuk 15 over haar 3e bezoek in 2012 aan Mikulczyce (vroeger: Klausberg), de plaats waar haar familie vandaan komt.

2013, uitgeverij Augustus,
Amsterdam






















Laura Starink verwijst onder het hoofdje "Deportatie naar het oosten" (blz. 249) naar herinneringen van "de Duitse vrouwen uit Mikulczyce".
Die vertellen, dat hun mannen op de trein naar het oosten waren gezet, werden gedwongen in Russische mijnen (Oekraïne) te werken en dat de meesten nooit waren teruggekeerd.
Daarna beginnen de vrouwen te zingen:
"Heute in der Nacht/bin ich aufgewacht/und hab geweinet/Weißt du was das heißt? Heimweh!"
Ze leggen uit, dat "dit lied......is gemaakt door Duitse mannen in de Russische strafkampen" en "stiekem" werd gezongen.
Ook zij lijken geen weet te hebben van het feit, dat het lied al bestond.
Maar de onmenselijke omstandigheden, waaronder hun mannen aan dat lied kracht ontleenden, hebben de woorden van 1927 een totaal andere lading gegeven.

In 1949: Lied van de heimwee naar wat was en wie er waren

Rudolf Schock nam op 25 februari 1949 niet alleen 'Heimweh' op, maar ook het oorspronkelijke musicalliedje 'Always'.
Voor zover ik weet, heeft HMV/Electrola die Engelstalige versie
nooit uitgebracht.
Pas in 2012 (ver)stopte Membran/Documents (op intiatief van Wilfried Chlosta: zie'RS op CD') de love song in de 10CD-box 'Nachklang einer geliebten Stimme'.

Naar het waarom van deze Engelstalige Schock-opname kan gegist worden:
Rudolf Schock bevindt zich in 1949 in een internationaal georiënteerde fase van zijn loopbaan. Hij zingt aan de Covent Garden Opera in Londen, van daaruit in een groot aantal Engelse steden en staat op het punt Richard Tauber's tournee naar Australië over te nemen.
Berlijn 1947:
 Harold Byrnes & Rudolf Schock


In Berlijn pendelt hij herhaaldelijk tussen de sectoren van het zogeheten vrije westen en de sector, die onder Russisch toezicht staat. Hij raakt nauw bevriend met de Amerikaan Harold Byrnes, die namens de bezettingsmachten tot taak heeft te assisteren bij het reanimeren van het Berlijnse culturele leven.






Waarom verscheen het Engelstalige 'Always' dan toch niet op de markt?
Ik denk, dat de producenten het gewoonweg overbodig vonden. Rudolf Schock had immers het Duitse 'Heimweh' ook opgenomen en samen met een "ander" volksliedje zou dat een prima 78 toerenplaat opleveren. Bovendien nam Tauber voor de oorlog een plaat met dezelfde twee titels op.
Verder kan misschien nog een rol hebben gespeeld, dat de tekst van het 2e lied ('In der Pfalz' van Jára Benes) ook door Fritz Löhner-Beda was geschreven.

Opmerkelijk

Aan Schock's 'Heimweh' van 1949 valt op, dat hij het 2e couplet van de Duitse tekst weglaat (zie boven).
De vorm van zijn versie loopt daardoor strikt parallel aan die van 'Always', dat geen 2e couplet had.
(Rudolf Schock zingt overigens het 2e couplet wél in zijn opname van 'Heimweh' uit 1966 onder Fried Walter).

De al dan niet bedoelde gevolgen van het weglaten van het uitgesproken nostalgisch-landelijke, tweede couplet zijn:
1) dat het lied zijn gedeeltelijk huisje-boompje-beestje karakter verliest.
2) dat het knagende heimwee zélf, het brandende verlangen naar wat er ooit was en wie er ooit waren de luisteraar naar de keel vliegt.
Ik stel mij voor, dat dit grotere heimwee in die chaotische jaren na de oorlog dominant was: de steden verwoest, de bevolking door dood en verderf getraumatiseerd, gebrek aan alles en het huiveringwekkend vooruitzicht van een IJzeren Gordijn, dat politiek tussen Oost en West, maar in het dagelijkse leven tussen
(delen van) families, vrienden, kennissen en collega's definitief zou worden dichtgetrokken. Vanaf 7 oktober 1949 waren de twee Duitslanden DDR en BRD dan ook een feit.












Misschien is het verband, dat ik leg tussen de toenmalige tijdgeest en Schock's opname van 'Heimweh', gezocht. Maar het is opmerkelijk, dat Rudolf Schock op 28 februari 1949, drie dagen na Berlin/Beda's 'Heimweh', ook het lied 'Heimweh' van Hugo Wolf (1860-1903) opneemt:
"Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern

Den Fremden alleine stehn.

Was wisset ihr, dunkele Wipfel,
Von der alten, schönen Zeit?
Ach, die Heimat hinter den Gipfeln,

Wie liegt sie von hier so weit!

Am liebsten betracht ich die Sterne,
Die schienen, wie ich ging zu ihr,
Die Nachtigall hör ich so gerne,

Sie sang vor der Liebsten Tür.

Der Morgen, das ist meine Freude!
Da steig ich in stiller Stund
Auf den höchsten Berg in die Weite,

Grüß dich, Deutschland, aus Herzensgrund!

Hugo Wolf










Deze woorden van Joseph von Eichendorff (1788-1857), één van de beroemdste dichters en schrijvers uit de 'Romantiek', leest of beluistert men na de treurnis van Beda's 'Heimweh' als een wending ten goede:
Joseph von Eichendorff












Wie in den vreemde is (of een vreemde in eigen land), weet wat heimwee is en verlangt hevig naar wat was en wie waren.
Maar het liefst kijk 'ik' naar de sterren, die van toen en nu zijn. Dat geeft mij de kracht de volgende morgen in alle stilte de hoogste berg te beklimmen en het verre vaderland te groeten vanuit het diepst van mijn hart!
Heimwee kan overwonnen worden. Er is weer ruimte voor een toekomst!

De opnamen met Rudolf Schock

Adolf Wreege












Dirigent en violist Adolf Wreege maakte deel uit van de Berlijnse  
muziekscene eind jaren 40/begin jaren 50. Hij en zijn 'Tanzstreichorchester' begeleidden in 1949 de 34-jarige Rudolf Schock in Amerikaanse stijl.

Schock zingt de 2 versies van 'Heimweh' (en 'In derPfalz') smeltend. In 'Always' met enige terughoudendheid, wat past bij een jongeman,
 die zich tot voor kort nog "so blue (zo bedeesd)" voelde, In 'Heimweh' gepassioneerd.

! Zoals ik al schreef, is 'Always' intussen uitgebracht:
(Membran/Documents 10CD-Box 'Nachklang einer geliebten Stimme' Order Nr. 233518)

LINK: Rudolf Schock zingt ALWAYS

! 'Heimweh' uit 1949 is tweemaal uitgekomen:
(Membran 2CD-Set 'Der fröhliche Wanderer' Order Nr. 224062 + Laserlight Digital 'RS: Lieder und Arien' N 11761).

! 'Heimweh' van Hugo Wolf/Von Eichendorff uit 1949, op de piano begeleid door Adolf Stauch (1903-1981), is te vinden op:
Membran/Documents 10CD-Box 'RS: Seine schönsten Lieder aus Oper, Operette und Film' Order Nr. 232541.

LINK: Rudolf Schock zingt 2x Heimweh


Krijn de Lege, 12 oktober 2014

LINK:   D r i n g e n d   g e z o c ht !