27.06.14

100. GEBURTSTAG RUDOLF SCHOCK: AUFNAHMEN FÜR DIE EINSAME INSEL

Rudolf Schock, zum 100. Geburtstag:

















Am 4.9.2015 ist es 100 Jahre her, daß Rudolf Schock geboren wurde.
Ein Jahr danach, am 12.11.2016 ist es 30 Jahre her, daß er starb.
Im Jahre 2007 fragte ich mich:

"...inwiefern ist Rudolf Schock heutzutage, mehr als 20 Jahre nach seinem Tode, noch greifbar? Gibt es so etwas wie einen musikalischen Nachlaß? Lebt er in den Köpfen und Herzen der Musikliebhaber weiter? Kann man noch CDs von ihm kaufen? Wo sind die Kino- und Fernsehfilme geblieben...?"
Sieben Jahre später, anno 2014, lassen sich diese Fragen leicht beantworten:
Der außerordentliche Sänger Rudolf Schock ist, fast 30 Jahre nach seinem Tode, in allen Medien greifbar. Sein musikalischer Nachlaß ist äußerst umfangreich und divers. Er lebt in den Köpfen und Herzen vieler Musikliebhaber weiter.  Seine Stimme kann man auf allerhand Tonträgern hören, und von den Filmen ist jedenfalls
einiges veröffentlicht worden.

CDs mit Rudolf Schock wurden im vergangenen Jahrzehnt in Hülle und Fülle produziert (von EMI/Warner, Sony/Eurodisc, Membran, usw.). Darunter Vieles, was es inzwischen schon wiederholt gab, aber auch Seltenes, was sehr lange nicht mehr zu haben war. Sogar kam es vor, daß Funkelnagelneues auf den Markt erschien (bei Relief, Audite und Membran).
DVDs wurden von Kinowelt, Arthaus Music und Sony herausgebracht.
Versandhandlungen wie Amazon und JPC liefern heutzutage CDs und DVDs schnell und sicher ins Haus.

Im Füllhorn Internet kann man Rudolf Schock-Aufnahmen herunterladen (Digital Music Services von u.a. Google Music, Spotify, iTunes). Das Internet-Angebot an Oper, Operette, Kunst-, Volks- und Unterhaltungslied mit Rudolf Schock ist riesig. Manchmal darunter Aufnahmen, die bis heute nur noch auf alten LPs zu haben waren.

Genauso kommt auf der Website 'YouTube' Schocks künstlerisches Spektrum breit zur Geltung. Meistens mittels Einzelaufnahmen, auch aber durch Gesamtausführungen von Opern/Operetten und vollständige Kinostreifen.

Aufnahmen für die einsame Insel:











Die alphabetisch nach Komponisten geordnete Reihenfolge 'RUDOLF SCHOCK SINGT...' werde ich nach 50 zweisprachigen Blogtexten 
v o r ü b e r g e h e n d  unterbrechen.

Unter dem Titel 'AUFNAHMEN FÜR DIE EINSAME INSEL' werden an ihre Stelle - zum bevorstehenden 100. Geburtstag Rudolf Schocks - N E U E  Aufsätze treten.
Nach einer näheren Einführung fange ich September 2014 damit an.

Mit der neuen Reihe hoffe ich auch, zusammen mit anderen Autoren, ein interaktiveres Verfahren in Gang zu setzen.

Krijn de Lege, 1.7.2014

Link
Rudolf Schock singt von Johannes Brahms: 'In stiller Nacht':

100ste GEBOORTEDAG RUDOLF SCHOCK; OPNAMEN VOOR HET EENZAME EILAND

Rudolf Schock, t.g.v. zijn 100ste geboortedag:













Op 4.9.2015 is het 100 jaar geleden, dat Rudolf Schock werd geboren.
Een jaar later, op 12.11.2016 is het 30 jaar geleden, dat hij stierf.

In 2007 vroeg ik me af:
 
"...in hoeverre is Rudolf Schock tegenwoordig, meer dan 20 jaar na zijn dood, nog grijpbaar? Is er zoiets als een muzikale erfenis? Leeft hij nog voort in de hoofden en harten van de mensen? Kan je nog CD's van hem kopen? Waar zijn de bioscoop- en televisiefilms gebleven...?"

Zeven jaar later , anno 2014, zijn die vragen eenvoudig te beantwoorden:

De buitengewone zanger Rudolf Schock is, bijna 30 jaar na zijn dood, in alle media grijpbaar. Zijn muzikale erfenis is uiterst omvangrijk en divers. Hij leeft voort in de hoofden en harten van veel mensen. Zijn stem is op allerhand toondragers te beluisteren en van de films zijn er in elk geval weer een paar uitgebracht.

CD's met Rudolf Schock werden in de afgelopen 10 jaar in grote hoeveelheden gepubliceerd (EMI/Warner, Sony/Eurodisc, Membran enz.). Daaronder veel van wat er bij herhaling al was, maar ook bijzondere opnamen, die lang niet meer te krijgen waren. Zelfs kwam geheel nieuw repertoire op de markt (Relief, Audite en Membran). Kinowelt, Arthaus Music en Sony brachten DVD's uit.
En postorderbedrijven zoals Amazon, JPC en Bol bezorgen al dat moois snel en veilig bij u thuis.

Op hoorn des overvloeds internet kan men Rudolf Schock-opnamen downloaden (bij Digital Music Services als Google Music, Spotify en iTunes). Het internetaanbod aan opera, operette, kunst-, volks- en amusementslied met Rudolf Schock is enorm. Soms worden er opnamen aangeboden, die alleen nog op oude LP's  te koop zijn.
Ook op video-site 'YouTube' komt Schock's artistieke spectrum in de volle breedte aan bod. Meestal via losse opnamen, maar ook door middel van complete opera's, operettes en speelfilms.

Opnamen voor het eenzame
eiland











De alfabetisch naar componist geordende serie 'RUDOLF SCHOCK ZINGT...' wordt na ongeveer 50 tweetalige blogartikelen v o o r  
e n i g e  t ij d  onderbroken.

Onder de titel 'OPNAMEN VOOR HET EENZAME EILAND' zullen daarvoor in de
plaats - met het oog op de aanstaande 100ste geboortedag van Rudolf Schock - NIEUWE teksten komen.
Na een nadere introductie begin ik daarmee in september 2014.

Met de nieuwe serie hoop ik samen met andere schrijvers een meer interactieve werkwijze op gang te brengen!

Krijn de Lege, 1.7.2014

LINK
Rudolf Schock zingt van Johannes Brahms: 'In stiller Nacht'

 

10.02.14

RUDOLF SCHOCK SINGT FRANZ JOSEPH HAYDN

Neu:
Update: Rudolf Schock singt Johannes Brahms + Video

Rudolf Schock singt Franz Joseph Haydn

Rudolf Schock
Es macht mir Spaß, Tenor Rudolf Schock - rundheraus gegen Annahmen, Erwartungen und Vorurteile - als Sänger von AUCH Händel, Gluck, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann usw. zu präsentieren.
Zugleich bringt die CD-Industrie Schocks Aufnahmen von u.a. Verdi, Wagner, Puccini und (Richard) Strauss weltweit heraus, und werden Musikliebhaber von seiner Mitwirkung auf einer neuen DVD von Alban Bergs 'Lulu' überrascht.
Rudolf Schock schreibt - oder angemessener: singt - Musikgeschichte: Neben Bach dominieren ja Händel, Gluck und Mozart das 18. Jahrhundert, stehen im 19. Jahrhundert Beethoven (Wiener 'Klassik'), Schubert & Schumann ('Romantik'), Verdi & Wagner (Oper) zentral, und melden sich im frühen 20. Jahrhundert Puccini, (R.) Strauss und  Alban Berg.

Der österreichische Komponist Franz Joseph Haydn ist musikalisch ein bedeutendes Bindeglied zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert. Händel aus dem 18. Jht. inspirierte Haydn zu seinen Oratorien & Opern, und Haydn hatte wieder Einfluß auf Beethoven aus dem 19. Jht., was dessen Sinfonien und synfonische 'Missa Solemnis' betrifft.

Rudolf Schock sang die Tenorpartien in Haydns 'Nelson Messe' (Schallplatten-Aufnahme: Wien 1953) und im Oratorium 'Die Jahreszeiten' (Ausführungen: Berlin 1947 und Münster 1960). Daneben gehörten einige von Haydns Liedern zu Schocks Lieder Recitals.

 Franz Joseph Haydn (1732-1809)




















Er komponierte und dirigierte. Fiel als Mensch nicht außerordentlich auf, aber als Künstler desto mehr. War im künstlerischen Staatsdienst des ungarischen Prinzen Nikolaus II Esterhazy und als solcher sehr produktiv in Wien und Eisenstadt (nah an der ungarischen Grenze). Reiste zweimal nach England, um Konzerte zu geben und eine ganz schöne Portion Musik des von ihm bewunderten Händel zu genießen. Er schrieb Oratorien ( u.a. 'Die Schöpfung'), 24 Opern und 14 Messen, aber brillierte besonders in instrumentalischen Kompositionen.
Mit Haydn fängt denn auch die Geschichte und der Siegeszug des 'Streichquartetts' an. Durch Haydn (er schrieb deren mehr als hundert!) gewinnt die Gattung der Sinfonien an Tiefe. Von Haydn ist überdies das allererste weltliche Oratorium ('Die Jahreszeiten').

Die 'Nelson Messe' oder 'Missa in angustiis'
hatte am 23.9.1798 Premiere und ist Haydns elfte Messe. Haydn widmet sie der Ehefrau seines Brotgebers: Prinzessin Maria Josepha Esterhazy.
Die Andeutung 'Nelson' verwirrt ein wenig. Sie wurde wahrscheinlich nicht lange nach dem Anfang des 19. Jhts an Haydns 11. Messe gehängt, weil der britische Admiral und Kriegsheld Horatio Nelson kurz nach der Erstaufführung ein Konzert von Haydn besuchen wollte, und dieser seine Freude darüber nicht 'low profile' hielt.

Ein andrer Name der Messe ist 'Missa in angustiis', was 'Messe für angstvolle Zeiten' bedeutet. Dieser Name stammt zwar von Haydn, aber muß ein Titel für ihn persönlich gewesen sein, ein Arbeitstitel also. Jene "angstvollen Zeiten", wozu die Messe als österreich-ungarische Hoffnung dienen sollte, bezogen sich - wiederum wahrscheinlich - auf die Kriegshandlungen, die um die damalige Jahrhundertwende herum äußerst heftig waren: Frankreich unter Anführung von Napoleon Bonaparte kämpfte eroberungssüchtig gegen eine Koalition von Rußland, Großbritannien und Österreich-Ungarn.

Über die Struktur der Messe:

Logisch in einer Messe ist die Haupteinteiling: 'Kyrie' (Ansprechtitel: Herr!), 'Gloria' (Ehre dem Herrn), 'Credo' (Glaubensbekenntnis), 'Sanctus' (Heilig ist der Herr), 'Benedictus' (Gesegneter) und 'Agnus Dei' (Lamm Gottes).

Originell und darum erneuernd ist aber, daß Haydn in seiner Tondichtung die Stimmen des Chores und der Solisten in der Gesamtheit der Komposition instrumentalisch 'mitnimmt' oder - anders gesagt - daß Haydn den Unterschied zwischen einerseits Pauke, Trompeten, Streichern und andrerseits menschlichen Stimmen aufhebt. Man hört keine einzelnen Arien, nahezu keine streng isolierten Soli, tutti und Chöre mehr. Das Ganze ist einer sinfonischen = zusammen klingenden Orchestration unterworfen und deshalb zur 'sinfonischen' Messe geworden.

Über die einzelnen Teile:
  • Das 'Kyrie' ist in Moll und voller Drohung.
  • Das 'Gloria' ist in Dur: 2 Teile Allegro, 3. Teil Adagio ('Qui tollis: Du nimmst hinweg die Sünden der Welt')
  • Das 'Credo' erzählt die Geschichte Jesu ('Et incarnatus est: durch den Heiligen Geist Mensch geworden' und  'Et resurrexit: Er ist auferstanden'):
LINK auf das 'CREDO'!
  • Das 'Sanctus' beginnt mit einem 'messa di voce' (ist kein 'mezza voce'! Ein 'messa di voce' ist: das An- und Abschwellen der Stimmlautstärke während des Haltetons/Eine 'mezza voce' ist: mit halber Stimme)
  • Das 'Benedictus' endet mit einem 'Hosanna':
'Sanctus' und 'Benedictus'









  • Das 'Agnus Dei' endet mit 'Dona Nobis Pacem: Geben Sie uns den Frieden').
LINK auf das 'AGNUS DEI'!

Rudolf Schock singt in Haydns 'Missa in angustiis'
auf einer LP, die 1953, im 2. Halbjahr, vom 'Club Français Du Disque', Musikabteilung des ambitionierten 'Club Français Du Livre', herausgebracht wurde.

Howard Chandler Robbins Landon & Jonathan Sternberg
 
H.C. Robbins Landon

















Die Aufnahmen für u.a. diese LP kamen in Wien zustande, dank einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Haydn/Mozart-Spezialisten H.C. Robbins Landon (1926-2009) und dem Dirigenten Jonathan Sternberg (1919).
Robbins Landon war in seiner Heimatstadt Boston (VS) die große Säule der schon 1815 gegründeten 'Haydn Society'. Nach dem Krieg war er von Berufs wegen zwei Jahre in Wien und kehrte gern dahin zurück, um u.a. den außer Sichtweite geratenen Joseph Haydn zu promoten. Das brachte ihn mit dem erfolgreichen Dirigenten Jonathan Sternberg in Kontakt.
Jonathan Sternberg
(Foto: Jenny Faugerat)






















Jonathan Sternberg, der in Kanada geboren war, wuchs in den VS auf, dirigierte ab 1941 in New York und Shanghai, und reiste 1947 nach Wien. Von hieraus machte er die Europäer mit modernen, amerikanischen Komponisten wie Bernstein, Menotti und Ives vertraut. Daneben zeigte er sich am Pult ein Dirigent, der genauso vortrefflich die europäischen Größen Bach, Mozart, Händel und Haydn ausführte. Bemerkenswert und undeutlich ist, warum dieser jetzt 94-jährige Musiker heutzutage nur in einem kleineren Kreise der Musikliebhaber Bekanntheit genießt.

Robbins Landon überredete Sternberg, sich zusammen mit ihm auf die Suche nach nur wenig ausgeführten Tondichtungen von Haydn und Mozart ('Idomeneo'!) zu machen, um diese auf Schallplatte festzulegen. Dieses Projekt begann 1949 und dauerte bis zum Jahre 1954. Ein Jahr früher fing der taufrische 'Club Français Du Disque' begeistert damit an, in Europa nach interessanten Jazz-Dokumenten und Aufnahmen aus dem klassischen Repertoire zu suchen, mit der Absicht, deren Produktion aufzunehmen. So kam es zur LP mit Haydns 'Missa in angustiis', deren Aufnahmen im ersten Halbjahr des Jahres 1953 (oder 1952 schon?) stattgefunden haben müssen.
 
(NB: Zu Anfang des Haydn/Mozart-Projekts nahm Sternberg 1949 schon eine 'Missa in angustiis' auf. Die Solisten waren Lisa Della Casa, Elisabeth Höngen, Horst Taubmann und George London. Diese Ausführung wurde vom 'Nixa'-Label herausgebracht).

Ein internationales Projektteam
Ein amerikanischer Haydn-Kenner trieb zur Aufnahme an (H.C. Robbins Landon).
Ein kanadisch-amerikanischer Dirigent dirigierte (Jonathan Sternberg).
Vom Solistenquartett waren die Damen amerikanisch (Teresa Stich-Randall und Mona Paulee), die Herren deutsch (Gottlob Frick und Rudolf Schock).
Chor und Orchester waren österreichisch (Wiener Akademie Kirchenchor und Orchester der Wiener Staatsoper).
Ein Pariser Schallplattenclub veröffentlichte die Aufnahme.

Über TERESA STICH-RANDALL (1927-2007), Sopranistin
(Link zu Teresa Stich-Randall: Wikipedia (Englisch)
















Es war einmal eine Zeit, worin viele Europäer das Glück in den VS suchten. Die Aufnahme von Haydns Messe beweist, daß dies auch umgekehrt geschah. Teresa Stich-Randall war eine Sopranistin, die in den Fünfzigern die VS gegen Europa auswechselte. Sie hatte eine große Karriere in Wien und Salzburg als Opern- und Konzertsängerin.
Glanzrollen waren: Violetta Valéry und Gilda (Verdis 'La Traviata' und 'Rigoletto'), Antonia (Offenbachs 'Contes d'Hoffmann') und besonders Mozarts Heldinnen (Pamina, Gräfin Almaviva, Fiordiligi und Konstanze). Die Konzertsängerin Stich-Randall wurde mit (wiederum) Mozart und weiter Bach, Telemann und Haydn doppelt berühmt.
Rudolf Schock ist auf CD ihr Partner in zwei Mozart-Opern: 'Die Entführung aus dem Serail' und 'Die Zauberflöte'. In beiden Fällen handelt es sich um integrale Rundfunk-Ausführungen.

Über MONA PAULEE (1911-1995), Mezzo-Sopranistin
(Link auf Mona Paulee)
 















Auch Mona Paulee kam nach Wien im Sommer 1952. Aber Sie blieb nicht so lange. Nach einem Tournee durch Europa reiste sie wieder in die USA (darum wäre es denkbar, daß die 'Missa in angustiis' schon 1952 aufgenommen wurde). Die Theaterlaufbahn der temperamentvollen Sängerin vollzog sich, was die Oper anbelangt, auf der Bühne der Metropolitan Opera (sie sang u.a. unter Thomas Beecham und Erich Leinsdorf). Ihre andere Spezialität, das Musical, kam hauptsächlich in Songs von Romberg, Friml, Porter, Gershwin usw. in Saalauftritten und auf der Schallplatte zur Geltung. Wohl spielte sie 1956 auf Broadway eine Hauptrolle in der Weltpremiere von Frank Loessers 'The Most Happy Fella' (auf Sony-DVD festgelegt).
 
Welche Kommentare gab es, und wie ergang es der LP des 'Club Français Du Disque' weiter?
Auf der schönen Schweizer Site 'Mon Musée Musical'
(www.renegagneau.ch) berichtet René Gagneau unter dem Link auf Jonathan Sternberg, Igor B. Maslowski ('Gramophone') stelle im Januar 1954 Sternbergs spätere "glänzende Aufnahme" aus dem Jahre 1953 über die des Jahres 1949 (siehe oben): "the new recording sounds subtler (subtiler, verfeinter), less triumphant (weniger triumphierend), more sacred (vergeistigter) than the Nixa one...".


Im halben Jahrhundert danach schien die Schallplatte verschollen zu sein. Aber dann ist ein Schock-Verehrer so freundlich, mir die CD-Kopie der alten Schallplatte zuzusenden.

LP 1953















Anno 2014 ist die Aufnahme plötzlich auf verschiedene Weisen erhältlich!

- als Download
   bei digitaler 'Apple'-Tochter 'iTunes';
Download 'iTunes' 2014

















- als Upload von 'Addiobelpassato'
   auf 'YouTube': in fünf Teile aufgeteilt. 

- als CD bei der englischen (!) Club 'Classical Recordings Quarterly Editions'
(http://crq.org.uk/).
Gegen Bezahlung eines Mitgliedbeitrags ist die CD seit 2013 für fast £ 9.- zu haben, und zwar unter Nr. CRQ CD029. Die Briten sind begeistert über die Aufnahme:
"The second of Jonathan Sternberg's formidable recordings of the Haydn 'Nelson' Mass, featuring an excellent solo quartet and magnificient conducting in a revised edition by H.C. Robbins Landon...".

Auf 'YouTube' ist die Tonqualität der 'Missa-in-fünf-Lieferungen' gewiß akzeptabel.
Was die Ausführung betrifft:
Jonathan Sternberg läßt Chor und Orchester voller Hingabe singen und spielen. Teresa Stich-Randall produziert im düsteren 'Kyrie' ihre Töne in technischer Vollendung, kühl und unberührt, wie die Kanonen im damaligen Europa unbewegt Feuer spuckten und Tod und Verderben brachten. Völlig anders klingt sie im 'Et incarnatus est' aus dem 'Credo'. Da atmet ihre Darstellung nur Wärme und Rührung.

Gottlob Frick predigt mit der Überzeugungskraft seiner tiefen, sonoren Baßstimme das Vertrauen auf Gott, der in Jesu die Sünden der Menschheit wegnimmt ('Qui tollis').
Gottlob Frick
Rudolf Schock und Mona Paulee haben relativ weniger zu singen, aber bei
Rudolf Schock tritt - wie immer - das emotionelle Engagement in den Vordergrund (Schlußteil des 'Gloria') und Mona Paulee "spricht eine Sprache, die von Herzen zu Herzen geht" (laut der amerikanischen Presse). Paulees Timbre und Gesangsstil sind für dieses Repertoire ziemlich ungewöhnlich und kommen ohne Zweifel vom amerikanischen Musiktheater her. Aber ich schließe mich gern den Amerikanern an: Mona Paulees frische Stimme besticht durch Freundlichkeit und Herzlichkeit.

Krijn de Lege, 10.2.2014/Update: 27.6.2014

24.01.14

RUDOLF SCHOCK ZINGT FRANZ JOSEPH HAYDN


Nieuw:
Update: Rudolf Schock zingt Johannes Brahms + Video


Rudolf Schock zingt Franz Joseph Haydn


Het doet me genoegen - vierkant tegen aannames, verwachtingen en vooroordelen in - tenor Rudolf Schock te presenteren als de zanger van OOK Händel, Gluck, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann enz. Tegelijk brengt de CD-industie wereldwijd Schocks opnamen van o.a. Verdi, Wagner, Puccini en (Richard) Strauss uit en worden muziekliefhebbers verrast door zijn deelname aan de live-opvoering op een nieuwe DVD van Alban Bergs 'Lulu'.

Rudolf Schock schrijft - of beter: zingt - muziekgeschiedenis: Naast Bach domineren immers Händel, Gluck en Mozart de 18e eeuw. Staan in de 19e eeuw  achtereenvolgens Beethoven (Weense 'Klassik'), Schubert & Schumann ('Romantik'), Verdi & Wagner (opera) centraal en dienen in de vroege 20ste eeuw Puccini, (R.) Strauss en Berg zich aan.

De Oostenrijkse componist Franz Joseph Haydn is muzikaal een belangrijke schakel tussen de 18e en 19e eeuw. De 18e eeuwse Händel inspireerde Haydn (oratoria, opera) en Haydn had weer invloed op de 19e eeuwse Beethoven (symfonieën en diens symfonische 'Missa Solemnis).

Rudolf Schock zong de tenorpartijen in Haydn's 'Nelsonmis' (plaatopname: Wenen 1953) en in het oratorium 'Die Jahreszeiten' (uitvoeringen: Berlijn 1947 & Münster 1960). Ook behoorden een paar liederen van Haydn tot Schock's liedprogramma's.

Franz Joseph Haydn (1732-1809)




















Hij componeerde en dirigeerde. Viel als mens niet buitengewoon op, maar des te meer als kunstenaar. Was in artistieke staatsdienst van de Hongaarse Prins Nicolaas II Esterhazy en als zodanig zeer productief in Wenen en Eisenstadt (aan de Hongaarse grens) en reisde twee keer naar Engeland om concerten te geven en een flinke dosis muziek van de door hem bewonderde Händel tot zich te nemen.
Hij schreef oratoria (o.a.'Die Schöpfung/De Schepping'), 24 opera's en 14 missen, maar excelleerde vooral in instrumentale composities.
Met Haydn begint dan ook de geschiedenis én zegetocht van het 'strijkkwartet'. Door Haydn (hij schreef er meer dan honderd!) winnen 'symfonieën' aan diepgang. Van Haydn is bovendien 'Die Jahreszeiten/De Jaargetijden' , het allereerste wereldlijke oratorium.

De 'Nelsonmis' of  'Missa in angustiis'
ging op 23.9.1798 in première en is Haydn's elfde mis. Hij draagt haar op aan Prinses Maria Josepha Esterhazy, de vrouw van zijn broodheer.

De aanduiding 'Nelson' is verwarrend. Ze werd waarschijnlijk kort na het begin van de 19e eeuw aan deze mis van Haydn gehangen, omdat Horatio Nelson, de Britse admiraal en oorlogsheld kort na de eerste uitvoering een concert van Joseph Haydn wenste te bezoeken en Haydn zijn vreugde hierover niet 'low profile' hield.
 
Een andere naam van de mis is 'Missa in angustiis', wat 'Mis voor bange dagen' betekent. Die naam komt weliswaar van Haydn, maar moet zijn bedoeld als een titel voor privé-gebruik, een werktitel dus. Deze "bange dagen", waarvoor de mis als "Oostenrijk-Hongaarse hoop" moest dienen, sloegen - en weer waarschijnlijk - op de heftige oorlogshandelingen van rond de toenmalige eeuwwisseling: Frankrijk onder aanvoering van Nap0leon Bonaparte veroveringsgezind in de slag met een coalitie van Rusland, Groot Brittannië en Oostenrijk/Hongarije.

Over de structuur van de mis:

Logisch voor een mis is de hoofdindeling: 'Kyrie (aanspreektitel: Heer)', 'Gloria (Eer aan de Heer)', 'Credo (Ik geloof in de Heer)', 'Sanctus (Heilig is de Heer)', 'Benedictus (Gezegende)' en 'Agnus Dei (Lam Gods)'.

Origineel en dus vernieuwend is echter, dat Haydn de stemmen van het koor en de solisten instrumentaal 'meeneemt' in het totaal of - anders gezegd - dat Haydn in zijn mis het verschil tussen enerzijds pauk, trompetten, strijkers en anderzijds menselijke stemmen opheft. Je hoort geen aparte aria's meer, vrijwel geen gescheiden soli, tutti en koren. Het geheel is onderworpen aan een symfonische = tezamen klinkende orchestratie. Daarom noemt men zo'n mis wel 'symfonische' mis.


Over de afzonderlijke delen:
- Het 'Kyrie' is vol dreiging en klinkt in mineur.
- Het 'Gloria' is in majeur: 2 delen allegro, 3e deel adagio ('Qui  tollis: Gij die de  zonden wegneemt'):
- Het 'Credo' vertelt het verhaal van Jezus ('Et incarnatus est: door de Heilige Geest mens geworden' en 'Et resurrexit: Hij is herrezen'):

LINK naar het 'Credo' !

- Het 'Sanctus' begint met een 'messa di voce' (het laten aanzwellen en afnemen van een toon, die op gelijke hoogte blijft)
- Het 'Benedictus' eindigt met een 'Hosanna':

'Sanctus' en 'Benedictus'':


- Het 'Agnus Dei' eindigt met: 'Dona Nobis Pacem: Geef ons de vrede').


LINK naar het 'Agnus Dei' !

Rudolf Schock zingt in Haydn's 'Missa in angustiis'
op een LP, die in de 2e helft van 1953 werd uitgebracht door de 'Club Français Du Disque', muziekafdeling van de prestigieuze 'Club Français Du Livre'

(In Nederland gebeurde hetzelfde: je had eerst 'Boek en Plaat', dat later 'Boekenclub ECI' ging heten. Recent is ECI failliet verklaard. Gesneuveld in een kansloos gevecht tegen de concurrentie op internet).

Howard Chandler Robbins Landon & Jonathan Sternberg
H.C. Robbins Landon
















De opnamen voor o.a. deze LP kwamen tot stand in Wenen dankzij een nauwe samenwerking tussen Haydn/Mozart-specialist H.C. Robbins Landon (1926-2009) en dirigent Jonathan Sternberg (1919). Robbins Landon was in zijn geboortestad Boston (VS) de grote steunpilaar van de al in 1815 opgerichte 'Haydn Society'. Na de oorlog was hij beroepshalve twee jaar in Wenen en kwam daar graag terug om o.a. de uit het zicht geraakte Joseph Haydn te promoten. Dat bracht hem in contact met de succesvolle dirigent Jonathan Sternberg.

Jonathan Sternberg
(Foto: Jenny Faugerat)
 Sternberg, die in Canada geboren was, groeide op in de VS, dirigeerde vanaf 1941 in NewYork en Sjanghai en vertrok in 1947 naar Wenen. Van hieruit liet hij Europa kennis maken met moderne Amerikaanse componisten als Bernstein, Menotti en Ives. Daarnaast gold hij als een voortreffelijk dirigent van Europese grootheden als Mozart, Bach, Schubert, Händel en Haydn. Opmerkelijk en onduidelijk is, waarom deze nog levende dirigent tegenwoordig slechts in een kleinere kring van muziekliefhebbers bekendheid geniet.

Robbins Landon haalde Sternberg over samen met hem op zoek te gaan naar nog weinig uitgevoerde composities van Haydn en Mozart (de opera 'Idomeneo'!)
 en die op de plaat te zetten. Dit project startte in 1949 en duurde tot 1954. In 1953 ging de kersverse 'Club Français du Disque' in Europa gretig op zoek naar belangwekkende jazz-documenten en opnamen uit het klassieke repertoire met de bedoeling, die in productie te brengen. Zo kwam het tot de LP met Haydn's 'Missa in angustiis', waarvan de opnamen in het eerste semester van 1953 (of al in 1952?) moeten hebben plaatsgevonden.

NB: In het begin van het Haydn/Mozart-project nam Sternberg al in 1949 een 'Missa in angustiius' op met Lisa Della Casa, Elisabeth Höngen, Horst Taubmann en George London. Die uitvoering werd door het label 'NIxa' eveneens op LP uitgebracht.

Een internationaal projectteam:

Een Amerikaanse Haydn-kenner gaf de aanzet tot de opname (H.C. Robbins Landon).
Een Canadees-Amerkaanse dirigent dirigeerde (Jonathan Sternberg).
Van het solistenkwartet waren de twee dames Amerikaans (Teresa Stich-Randall en Mona Paulee), de twee heren Duits (Gottlob Frick en Rudolf Schock).
Koor en orkest waren Oostenrijks (Wiener Akademie Kirchenchor en Orchester der Wiener Staatsoper).
Een platenclub uit Parijs gaf de opname uit.

Over Teresa Stich-Randall (1927-2007), sopraan
(Link naar Teresa Stich-Randall-Wikipedia/NL)














Er was ooit een tijd, waarin veel Europeanen hun geluk zochten in de VS. De opname van Haydn's mis bewijst, dat dit omgekeerd ook voorkwam.
Teresa Stich-Randall was een Amerikaanse sopraan, die in de jaren vijftig de VS voor Europa verruilde. Ze had een grote carrière in Wenen en Salzburg als opera- en concertzangeres. Glansrollen waren: Violetta Valéry en Gilda ('La Traviata' en 'Rigoletto' - Verdi), Antonia ('Contes d'Hoffmann' - Offenbach) en - vooral - Mozart's heldinnen (Pamina, gravin Almaviva, Fiordiligi en Konstanze). De concert-zangeres Stich-Randall werd beroemd met (nog eens) Mozart en Haydn, Telemann en Bach.
Rudolf Schock is op CD haar partner in twee Mozart-opera's: 'Die Entführung aus dem Serail' en 'Die Zauberflöte'. In beide gevallen gaat het om integrale radio-uitvoeringen.

Over Mona Paulee (1911-1995), mezzo-sopraan
(Link naar Mona Paulee/English)

 












Ook Mona Paulee reisde in de zomer van 1952 naar Wenen. Maar zij 'deed' slechts Europa (incl. Nederland) en vertrok daarna weer naar de USA (daarom is het denkbaar, dat de 'Missa in angustiis' al in 1952 werd opgenomen). De theaterloopbaan van deze temperamentvolle zangeres voltrok zich, wat opera betreft, op het toneel van de Metropolitan-Opera (ze zong o.a. onder Thomas Beecham en Erich Leinsdorf). Haar andere specialiteit, de musical, kwam hoofdzakelijk tot uiting op de plaat (songs van Romberg, Friml, Porter, Gershwin enz.) en tijdens zaaloptredens. Wel speelde zij een hoofdrol op Broadway in de première van Frank Loesser's 'The Most Happy Fella' (vastgelegd op Sony-DVD).

Wat waren de de reacties en hoe verging het de LP van de 'Club Français Du Disque' verder?
Op de mooie Zwitserse site 'Mon Musée Musical'  (www.renegagneau.ch) memoreert René Gagneau bij zijn link naar Jonathan Sternberg, dat in januari 1954 Igor B. Maslowski van 'Gramophone' Sternberg's "schitterende opname" uit 1953 verkiest boven die van 1949 (zie hierboven): "the new recording sounds subtler (subtieler, verfijnder), less triumphant (minder triomfantelijk), more sacred (vergeestelijkter) than the Nixa one...".

In de halve eeuw daarna leek de plaat spoorloos verdwenen. Tot enige jaren geleden een Schock-liefhebber mij  met een CD-copie  van de oude LP verraste.


LP 1953

















Anno 2014 blijkt de opname ineens op verschillende manieren verkrijgbaar!

- als download
   bij digitale 'Apple'-dochter 'iTunes'.

Download 'iTunes' 2014



















- als upload van 'Addiobelpassato'
   bij 'YouTube': opgesplitst in 5 delen.

- als CD bij de Engelse (!) platenclub 'Classical Recordings Quarterly Editions'  (http://crq.org.uk/) 
Tegen betaling van een contributie is de CD sinds 2013 te koop voor een kleine £ 9.- onder nr. CRQ CD029. De Britten zijn enthousiast over de opname:
"The second of Jonathan Sternberg's formidable recordings of the Haydn 'Nelson' Mass, featuring an excellent solo quartet and magnificient conducting in a revised edition by H.C. Robbins Landon...".


Op YouTube ís de geluidskwaliteit van de 'Missa-in-vijf-afleveringen' zeker acceptabel.
Wat de uitvoering betreft:
Jonathan Sternberg laat koor en orkest vol overgave zingen en spelen. Teresa Stich-Randall produceert in het duistere 'Kyrie' haar klanken technisch perfect, koel en onaangedaan, zoals de kanonnen in Europa destijds onbewogen vuur spuwden en verderf zaaiden. Geheel anders klinkt Stich-Randall in het 'Et incarnatus est' uit het 'Credo'. Nu ademt haar voordracht één en al warmte en bewogenheid.


Gottlob Frick

Gottlob Frick predikt met de overtuigingskracht van zijn diepe, sonore bas het vertrouwen op God, die in Jezus de zonden van de mensheid wegneemt ('Qui tollis').

Rudolf Schock en Mona Paulee hebben relatief minder te zingen, maar bij Rudolf Schock spat de emotie er vanaf (laatste deel van het 'Gloria') en Mona Paulee "spreekt een taal, die van hart tot hart gaat" (volgens de Amerikaanse pers). Paulee's voordracht is in dit repertoire tamelijk bijzonder en refereert ongetwijfeld aan de zangcultuur van het Amerikaanse muziektheater. Maar ik sluit mij - dit keer - graag aan bij de Amerikanen: Mona Paulee's frisse stemgeluid klinkt indringend door de vriendelijkheid en hartelijkheid ervan.  

Krijn de Lege, 10.2.2014/update: 27.6.2024