07.06.15

100th BIRTHDAY RUDOLF SCHOCK: Significant Releases in honour of Rudolf Schock 100th anniversary

NEW ON YOU TUBE !


Rudolf Schock sings:
'Mit Gewitter und Sturm/With tempest and storm' from Richard Wagner's 'Der fliegende Holländer/The flying Dutchman'.
Recorded 1954 in Munich.
Kurt Striegler is the conductor.







Bedeutsame Veröffentlichungen mit RUDOLF SCHOCK zum 100. Geburtstag. Die erste erscheint ab heute: 

'Rudolf Schock -Wagner Operas'
(The Birthday Edition)

10CD-Box, worauf man Rudolf Schock reichlich in Wagner-Opern erleben kann

10CD-Box (Membran/Documents - Order No: 600255























Rudolf Schock singt Richard Wagner

Richard Wagner




















Ich glaube, Rudolf Schock hätte große Augen gemacht: eine 10CD-Box exklusiv für ihn und Richard Wagner!

Im Jahre 1958 trat Rudolf Schock beim Holland Festival als Gott Bacchus in der Richard Strauss-Oper 'Ariadne auf Naxos' auf. Laut einem niederländischen Zeitungsartikel spielte er damals mit dem Gedanken, sich in nächster Phase seiner künstlerischen Karriere auf Wagnerpartieen zu spezialisieren.
Im Interview erinnerte Schock an seine Schallplattenaufnahmen von 'Lohengrin' und den 'Meistersingern von Nürnberg' und fügte dann hinzu, daß er im Laufe der Jahre auch gerne z.B. den Siegmund in der 'Walküre' singen wollte.

Später, noch imselben Jahr, sang Rudolf Schock an der Hamburger Staatsoper den Don José in ''Carmen', und zwar unter der Regie von Richard Wagners Enkelsohn Wieland.



















Wieland Wagner lud Rudolf Schock noch in Hamburg für die Bayreuther Festspiele 1959 ein. Er wollte Schock in seine Neuinszenierung der 'Meistersinger von Nürnberg' als Walther von Stolzing lancieren.



Rudolf Schock
als Walther von Stolzing
Bayreuth 1959
(Foto: Ilse Buhs)
























Walther, der sympathische Outsider, erhebt - voller Liebe für die Tochter eines geschätzten Bruders der Meistersingerzunft - den Anspruch, beim Preissingen sowohl um das Mädchen wie auch um den Meistersingertitel zu werben.
Wieland Wagner muß sich bewußt gewesen sein, ein Bayreuther Auftritt des "Filmhelden" Rudolf Schock käme der provozierenden Position Walthers unter den konservativen und regelsüchtigen Handwerkern/Meistersingern ganz nahe.

Zu Anfang der 60er Jahre äußerte sich Rudolf Schock etwas vorsichtiger über seinen Wunsch, später vor allem Wagner zu interpretieren.
Er fand, seine in erster Instanz lyrisch veranlagte Stimme habe sich mit dem Singen von Walther von Stolzing und Lohengrin an die Grenzen seiner vokalen Möglichkeiten begeben.

Und in den Achtzigern hörte ich ihn im Fernsehen sogar sagen, seine Stimme sei für den Wagnergesang nicht geeignet.
Aber 1978 ließ er noch aufzeichnen: "Leider habe ich nie an einer Aufführung der 'Walküre' mitgewirkt, obwohl mir die Partie des Siegmund in seiner hohen Mittellage sehr gelegen hätte".

Im CD-Programm:
Zum 100. Geburtstag und fast 30 Jahre nach seinem Tode - klingt Rudolf Schock auf den jetzt herausgebrachten 10 CDs prominent in vier Opern von Richard Wagner: 'Lohengrin', 'Die Meistersinger von Nürnberg', 'Der fliegende Holländer' und 'Das Rheingold'.

Rudolf Schock verdient diese Edition allein schon, weil er
* in der integralen 'Lohengrin'-Aufnahme unter Wilhelm Schüchter
aus dem Jahre 1953 neue Maßstäbe für den Wagnergesang gesetzt hat.
Zum ersten Mal läßt sich in dieser Partie für Heldentenor ein lyrischer Tenor hören. Zugleich ein Sänger, der auch unverkennbar heldische Akzente zu setzen weiß, wo das für den Sturm und Drang der Opernhandlung erforderlich ist.


Er verdient daneben die Edition, weil er
* auf Tonträger - nach Aussage des Opernrezensenten Alan Blyth in 'Gramophone' - "musikalisch der bedeutendste Walther von Stolzing aller Studio-Aufnahmen der 'Meistersinger von Nürnberg' sei".
Noch immer gilt für Viele diese Aufführung unter Rudolf Kempe
aus dem Jahre 1956 als Kriterium für alle Gesamtaufnahmen dieser Oper. Thomas Voigt im 'Fono Forum' 8/2000: "Im wahrsten Sinne bezaubernd: Grümmer und Schock als Liebespaar...unerreicht ihre Artikulation der Dialoge im zweiten Akt, ab 'Geliebter, spare den Zorn".

Ich sprach schon von Wieland Wagner und wagte es anzunehmen, daß dieser 1959 bewußt eine Parallele zwischen Walther von Stolzing im Kreise der Meistersinger und Rudolf Schock im Kreise der Wagnerianer ziehen wollte.
Darum halte ich in der Oper für sehr bedeutungsvoll den Moment, wo Stolzing/Schock auf seine in Gang gesetzte Beförderung zum Meistersinger reagiert: "NICHT MEISTER! NEIN! WILL OHNE MEISTER SELIG SEIN!"

Rudolf Schock und Josef Greindl










Rudolf Schock singt die letzten fünf Worte besonders im Studio (1956) aber auch im Wagnertempel (1959) mit solch einer unendlichen Wehmut, daß es mir an die Gurgel fliegt. Ich bin neugierig, ob Sie diese bemerkenswerte Erfahrung auch machen.

Noch mehr in der Schock/Wagner-Schatzkiste:

* In Stereo aus dem Jahre 1960 unter Franz Konwitschny eine legendarische Sängerbesetzung im kompletten 'Fliegenden Holländer' mit u.a. Dietrich Fischer-Dieskau, Gottlob Frick, Rudolf Schock und Fritz Wunderlich!

* Genauso einzigartig: Fragmente aus einer Gesamteinspielung im Rundfunk von 'Das Rheingold' (1952). Denkwürdig: Herbert von Karajan wohnte einem Teil der Aufnahmen bei.

Rudolf Schock als der Gott Froh
im 'Rheingold'
(Duisburg 1936!)



















Diese Oper bietet ein abendfüllendes Vorspiel zur Wagners Musiktheater-Trilogie 'Der Ring der Nibelungen'.
Wilhelm Schüchter dirigierte, Herbert von Karajan schaute und hörte zu, und es sangen: Ferdinand Frantz, Lore Hoffmann, Margot Guilleaume, Rudolf Schock (als der Gott Froh), Josef Metternich, Wolfgang Windgassen, Gottlob Frick, Josef Greindl u.a.

Ich empfehle Ihnen die CD-Box am sehrsten!

( w i r d    f o r t g e s e t z t )

Krijn de Lege, 25.6.2015

 

Ab 23.10.2015 erhältlich in der DVD-Reihe 'Filmjuwelen' : 
'Der fröhliche Wanderer (The happy
Wanderer)'

Allererste Herausgabe auf DVD des Rudolf Schock-Kinofilms aus dem Jahre 1955 (mit u.a. 'Ach, ich hab' in meinem Herzen')!





100th BIRTHDAY RUDOLF SCHOCK: Significant Releases in honour of Rudolf Schock 100th anniversary

NEW on YouTube:
Rudolf Schock sings 'Mit Gewitter und Sturm/With tempest and storm'.
From Richard Wagner's 'Der fliegende Holländer/The flying Dutchman'.
Recorded 1954 in Munich. Kurt Striegler is the conductor.
 
  
Kenmerkende uitgaven ter ere van RUDOLF SCHOCK's 100ste geboortedag, waarvan de eerste - vanaf NU - verkrijgbaar is

10-CDbox (Membran/Documents, Order No: 600255)
 
 

 



















Op de 10 CD's is Rudolf Schock uitgebreid in Wagner-opera's  
te beluisteren.



Rudolf Schock zingt Richard Wagner


Richard Wagner





















Ik vermoed, dat Rudolf Schock ervan zou hebben opgekeken: in 2015 een 10 CD-box alleen voor hem en Richard Wagner.

In 1958 trad Rudolf Schock in het Holland Festival op als de god Bacchus in de opera 'Ariadne auf Naxos' van Richard Strauss.
Uit kranteninterviews bleek, dat hij met de gedachte speelde zich in een volgende fase van zijn artistieke carrière in Wagnerrollen te gaan specialiseren. Hij verwees naar zijn plaatopnamen van 'Lohengrin' en 'Die Meistersinger von Nürnberg' en stelde, dat hij met de jaren ook bv. Siegmund in 'Die Walküre' zou willen zingen.


In datzelfde jaar (1958) zong Rudolf Schock Don José in 'Carmen' aan de Hamburgse staatsopera onder regie van Richard Wagner's kleinzoon Wieland.





 











Wieland Wagner nodigde Rudolf Schock in Hamburg uit voor de Bayreuther Festspiele van 1959: hij wilde Schock in een nieuwe regie lanceren als Walther von Stolzing in de 'Meistersinger von Nürnberg'.


Rudolf Schock
als Walther von Stolzing
Bayreuth 1959
(Foto: Ilse Buhs)






















 
Walther, de sympathieke outsider, die - verliefd op de dochter van een gewaardeerd lid van het meesterzangersgilde - de pretentie heeft met een groots lied te dingen naar de hand van het meisje én de titel van 'meesterzanger'.
Wieland Wagner moet zich gerealiseerd hebben, dat een optreden in Bayreuth van "filmheld" Rudolf Schock veel weg had van de provocerende positie, die Walther von Stolzing innam temidden van de conservatieve en regelzuchtige ambachtslieden/meesterzangers uit Neurenberg.


Begin jaren 1960 sprak Rudolf Schock wat voorzichtiger over zijn wens later vooral Wagner te gaan zingen. Hij vond, dat zijn in aanleg lyrische stem zich met het zingen van Walther von Tolzing en Lohengrin op de grens van haar vokale mogelijkheden had begeven.
In de jaren 80 hoorde ik hem zelfs op tv zeggen, dat zijn stem niet
 geschikt was voor Wagner-rollen.
Maar kort daarvoor (1978) liet hij nog noteren:
"Helaas heb ik nooit aan een uitvoering van 'Die Walküre' meegewerkt, hoewel de partij van Siegmund met zijn hoge middenregister mij zeer gelegen zou hebben".


Over de 10 CD's

T.g.v. de 100ste geboortedag en bijna 30 jaar na zijn dood - klinkt
Rudolf Schock op de nu uitgebrachte 10 CD's prominent in 4 opera's van Richard Wagner: 'Lohengrin', 'Die Meistersinger von Nürnberg', 'Der fliegende Holländer' en 'Das Rheingold'.
 
Schock verdient deze editie alleen al, omdat hij
* in de complete 'Lohengrin'-opname onder Wilhelm Schüchter uit 1953 nieuwe maatstaven voor het zingen van Wagner heeft gezet. Voor de allereerste keer valt in deze rol voor heldentenor een lyrisch zanger te beluisteren.
Een lyrisch zanger, die echter ook uitgesproken 'heldische' accenten weet te leggen, waar dat voor de 'Sturm und Drang' van het operaverhaal nodig is.


En hij verdient de editie ook, omdat hij
* niet alleen volgens opera-criticus Alan Blyth ('Gramophone') op toondrager de "meest muzikale Von Stolzing" van alle Stolzings is.
Schock zingt Walther in de 'Meistersinger'-opname uit 1956 onder dirigent Rudolf Kempe. Die opname geldt mede dankzij Schock nog altijd als toetssteen voor alle complete studio-opnamen van de opera (Thomas Voigt in Fono Forum: "... het in de waarste betekenis van het woord betoverende liefdespaar Grümmer en Schock, die in hun articulatie van de dialogen uit het 2e bedrijf niet te overtreffen zijn...").

 
Hierboven waagde ik mij aan de aanname, dat Wieland Wagner in 1959 bewust een parallel heeft willen trekken tussen Walther von Stolzing in de kring van de meesterzangers en Rudolf Schock in die van de Wagnervereerders.
Daarom vind ik in de opera zeer betekenisvol het moment, waarop Stolzing/Schock reageert op zijn in gang gezette promotie tot meesterzanger: "NICHT MEISTER! NEIN! WILL OHNE MEISTER SELIG SEIN! (Geen meester! Nee! Ik wil zonder meester(s) gelukkig zijn!)".Rudolf Schock zingt de laatste vijf woorden zowel in de studio (1956) als in de Wagnertempel (1959) met zo'n oneindige weemoed, dat het me naar de strot vliegt. Ik ben benieuwd of u die opmerkelijke ervaring ook ondergaat. 

 
Nog meer in de Schock/Wagner-schatkist:
* De stereo-opname onder dirigent Franz Konwitschny van 'Der fliegende Holländer' uit 1960 in legendarische zangersbezetting: Dietrich Fischer-Dieskau, Gottlob Frick, Rudolf Schock en Fritz Wunderlich.

* Even uniek: fragmenten uit een complete radio-opvoering van 'Das Rheingold' uit 1952. Gedenkwaardig: Herbert von Karajan was bij een gedeelte van de opnamen aanwezig.


Rudolf Schock als de god Froh
in 'Das Rheingold'
(Duisburg 1936!)


















 
Deze opera is het avondvullende voorspel tot Wagners muziektheater-drieluik: 'Der Ring der Nibelungen'.
Willem Schüchter dirigeerde, Herbert von Karajan keek toe en luisterde aandachtig en de zangers waren:
Ferdinand Frantz, Lore Hoffmann, Margot Guilleaume, Rudolf Schock (als de god Froh), Josef Metternich, Wolfgang Windgassen, Gottlob Frick, Josef Greindl e. a.

Ik beveel deze CD-Box warm bij u aan!

( w o r d t   v e r v o l g d )

Krijn de Lege, 25.6.2015


 

Vanaf 23 oktober 2015 verkrijgbaar in de serie 'Filmjuwelen' :
 
'Der fröhliche Wanderer (The happy
Wanderer)'

Dit is de allereerste uitgave op DVD van Rudolf Schock's bioscoopfilm uit 1955 (met o.a. 'Ach, ich hab' in meinem Herzen')! 

28.03.15

100th BIRTHDAY RUDOLF SCHOCK: RS sings 'IM FRÜHLINGSGARTEN' by Ebert/Bethge & 'VON APFELBLÜTEN EINEN KRANZ by Lehár/Bethge


100th birthday Rudolf Schock (one of my 25 favourites for the 'lonely island': 3)






Rudolf Schock singt
'Im Frühlingsgarten'
(Musik: Hans Ebert, Text: Hans Bethge!)
&
'Von Apfelblüten einen Kranz'
(Musik: Franz Lehár, Text: Hans Bethge!)
 














Zwei Lieder verschiedener Komponisten also, aber desselben Textdichters!

Bitte, klicken Sie folgenden LINK zu meinem Blogartikel aus dem Jahre 2010 an:
"Rudolf Schock singt Hans Ebert/Hans Bethge"


Damals konnte ich noch wenig über den Komponisten und Dirigenten Hans Ebert (1889-1952) erzählen.
Das hat sich aber geändert. Neulich habe ich den Artikel denn auch neu bearbeitet.

Über den Schriftsteller und Dichter Hans Bethge (1876-1946) hatte ich 2010 mehr zu berichten, worunter die für viele überraschende Tatsache, dass Franz Lehár (1870-1948) ein Gedicht Bethges ('Birnbaumblüten') vertonte und in seiner Operette 'Das Land des Lächelns' aufnahm.
Die 'Birnbaumblüten' wurden zu 'Apfelbaumblüten' und Prinz Sou Chongs 'Von Apfelblüten einen Kranz' zu einem der drei grossen Lehár/Tauber-Erfolge aus dieser "tragischen Operette".

'Im Frühlingsgarten'

Die chinesischen Verse - worunter 'Im Frühlingsgarten' - , die Hans Bethge bearbeitete, stammen aus der Periode der Tang-Dynastie, die nahezu unabgebrochen von 618 bis 907 dauerte und als ein Höhepunkt in der chnesischen Kultur gilt.
Während der Dynastie erlebten die Künste eine ungeheure Blüte. Einer ihrer legendären Vertreter war der Dichter Li-Bai, der von 701 bis 762 lebte.
Li-Bai schrieb viele Gedichte, die zusammen mit Poesie einer Anzahl von Zeitgenossen Hans Bethge in die Hände geraten waren. Dieser setzte sich an eine umfangreiche, deutsche Neudichtung, wobei ihm vor allem der Gedichtband 'Die chinesische Flöte' viel Ehre machte.

Inhalt 'Im Frühlingsgarten':


















In seinem Frühlingsgarten besingt ein überglücklicher Li-Bai  die Blüten, die ihn umgeben und zum Dichter gemacht haben. Er ist sicher: wenn sie schon längst vergangen sind, werden sie noch immer in der Seele des Dichters blühen. 

Rudolf Schock singt 'Im Frühlingsgarten":

Rudolf Schock nahm 1951 für den Berliner RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) fünf chnesische Gesänge von Ebert/Li-Bai/Bethge auf.
Er wurde am Klavier von Herbert Heinemann begleitet, der Konzertpianist, aber auch Leiter eines Tanzorchesters war.

Herbert Heinemann
am Klavier












Im Jahre 2005 brachte das RELIEF-Label (auf CR 3001) die chinesischen Lieder zum ersten Mal auf den Markt: fünf uralte, bilderreiche Gesänge in eindrucksvoller Darstellung!

'Von Apfelblüten einen Kranz'

Rudolf Schock als Sou Chong






















Rudolf Schock sang zwischen 1938 und 1973 die Rolle des chinesischen Prinzen Sou Chongs in 'Das Land des Lächelns' u.a. in Berlin, Wien und den Beneluxstaaten in mindestens 20 verschiedenen Vorstellungen.
Im Jahre 1962 erlebten die Amerikaner ihn in New York (Carnegie Hall) in einer konzertanten Ausführung mit Anneliese Rothenberger als Lisa.

Auf Schallplatte und CD kann man 'Von 'Apfelblüten einen Kranz' viele Male hören. 
Es gibt Aufzeichnungen u.a. aus 1952. 1954, 1955, 1957, 1958(live), 1965 und 1972(live).
Für YouTube wählte ich die Hamburger Rundfunk-Aufnahme aus 1952 unter Wilhelm Stephan, weil diese weniger bekannt ist.
Was in allen Aufnahmen - von 1952 bis live in Augsburg 1972 - auffällt, ist die hohe und konstante Qualität von Rudolf Schocks Charakterisierung.

Sou Chong schildert der verwöhnten, europäischen Lisa in diesem Lied ausführlich dar, wie in China ein Mann einer Frau den Hof macht.

Die 1. Strophe singt Schock - trotz der Ich-Form - relativ zurückhaltend, was zum Lebensmotto Sou Chongs "immer nur lächeln" im Auftrittslied passt: "wie es (ja) da drinnen aussieht, geht, geht niemand was an".

In der 2. Strophe, die betont mit "Du" anfängt, droht der schon ernsthaft verliebte Sou Chong jedoch von Leidenschaft - Begehren sogar - hingerissen zu werden.
Erst beim Wort 'd e m u t s v o l l' findet er sich hörbar wieder.

In der Schlußstrophe stellt Sou Chong wieder die Selbstbeherrschung zur Schau. Er schliesst das Lied mit träumerisch schwebendem Falsett-Ton ab, wodurch man die mondstille Nacht körperlich empfindet. In einem solchen Augenblick ist Falsett das vokal ideale Instrument, eine(n) zu rühren.

Inmitten der sehr gefährlichen Welt, in der wir heute leben,
wünsche ich Ihnen doch einen schönen Frühling zu: mit duftenden und farbigen Gärten, Blüten und noch einmal Blüten, überall neues Leben und besonders monderleuchtete Nächte...


















Krijn de Lege, 28.3.2015   

100th BIRTHDAY RUDOLF SCHOCK: RS sings 'IM FRÜHLINGSGARTEN' by Ebert/Bethge & 'VON APFELBLÜTEN EINEN KRANZ by Lehár/Bethge

100th birthday Rudolf Schock (one of my 25 favourites for the 'lonely island': 3) 





Rudolf Schock zingt
'Im Frühlingsgarten'
(muziek: Hans Ebert, tekst: Hans Bethge!)
&
'Von Apfelblüten einen Kranz'
(muziek: Franz Lehár, tekst: Hans Bethge!)
 













Twee liederen van verschillende componisten, maar van dezelfde tekstschrijver!!

Zie mijn blogartikel uit 2010 via de volgende LINK:
"Rudolf Schock zingt Hans Ebert/Hans Bethge"


In dat blogartikel kon ik nog weinig vertellen over de componist en dirigent Hans Ebert (1889-1952). Maar dat is veranderd en inmiddels heb ik het artikel aangepast.
Over de schrijver en dichter Hans Bethge (1876-1946) had ik destijds meer te melden, waaronder het voor menigeen verrassende feit, dat Franz Lehár (1870-1948) een gedicht van Bethge
('Birnbaumblüten = perenboombloesem') op muziek had gezet en opnam in zijn  operette 'Das Land des Lächelns'.
De perenbloesem veranderde in appelbloesem en prins Sou Chong's
'Von Apfelblüten einen Kranz' groeide uit tot één van Lehár's drie grote Richard Tauber-successen uit deze "tragische operette".

Im Frühlingsgarten'

De Chinese verzen, waarvan 'Im Frühlingsgarten' deel uit maakt en die Hans Bethge bewerkte, stammen uit de periode van de Tang-dynastie, die vrijwel onafgebroken van 618 tot 907 duurde en als een hoogtepunt van de Chinese cultuur geldt.
Tijdens die dynastie beleefden de kunsten een grote bloei en één van haar legendarische vertegenwoordigers was de dichter Li-Bai, die leefde van 701 tot 762.
Li-Bai schreef vele gedichten, die samen met poëzie van een aantal tijdgenoten in handen kwamen van Hans Bethge. Deze begon aan een omvangrijke Duitse 'hertaling', waarbij hij vooral veel eer inlegde met de door hem gekozen Chinese lyriek voor zijn bloemlezing 'Die chinesische Flöte'.

Inhoud 'Im Frühlingsgarten':


















In zijn 'Frühlingsgarten (lentetuin)' bezingt een overgelukkige Li-Bai de bloemen, die hem omringen en die hem tot dichter hebben gemaakt. Hij weet zeker: als ze zijn vergaan, zullen ze voor altijd in zijn ziel blijven bloeien.

Rudolf Schock zingt 'Im Frühlingsgarten':
Rudolf Schock nam in 1951 voor de Berlinse RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) vijf Chinese liederen van Ebert/Li-Bai/Bethge op.
Hij werd aan de piano begeleid door Herbert Heinemann, die concertpianist, maar ook leider van een dansorkest was.

Herbert Heinemann
aan de piano












In 2005 bracht het RELIEF-label de Chinese liederen voor het eerst op de markt (CR 3001): vijf beeldrijke liederen in indrukwekkende uitvoering!

'Von Apfelblüten einen Kranz'

Rudolf Schock als Sou Chong





















Rudolf Schock zong tussen 1938 en 1973 de rol van de Chinese prins Sou Chong in Lehár's 'Das Land des Lächelns' o.a. in Berlijn, Wenen en de Beneluxlanden in minstens 20 verschillende voorstellingen.
In 1962 trad hij op te New York (Carnegie Hall) in een concertante voorstelling  met Anneliese Rothenberger als Lisa.

Op grammofoonplaat en CD  is zijn uitvoering van 'Von Apfelblüten einen Kranz' vele malen te beluisteren.
Er bestaan o.a. opnamen uit 1952, 1954, 1955, 1957,1958(live), 1965 en 1972 (live).
Voor mijn link heb ik de minder bekende Hamburgse radio-opname uit 1952 gekozen onder dirigent Wilhelm Stephan

Wat in alle opnamen opvalt - van 1952 tot live in Augsburg 1972 - is de hoge en constante kwaliteit van Rudolf Schock's voordracht.
Sou Chong legt in dit lied aan de verwende Europese Lisa uit, hoe in China een man een vrouw het hof maakt.
De eerste strofe zingt Schock - ondanks de ik-vorm - met de afstandelijkheid, die past bij Sou Chongs 'immer nur lächeln (steeds maar glimlachen)' uit het openingslied, want "Wie es da drinnen aussieht, geht niemand was an (Hoe het daar van binnen uitziet, gaat niemand wat aan)".
Maar in de tweede strofe wordt de hevig verliefde Sou Chong alsnog
door hartstocht, ja zelfs begeerte overmand om zich tenslotte in het woord "d e m u t s v o l l (deemoedsvol)" terug te vinden en zijn zelfbeheersing te herwinnen.
In de derde strofe is Sou Chong weer de rust zelve en sluit hij het lied af met een dromerig zwevende falsetklank, waardoor je de maanstille nacht lijfelijk ondervindt. Op zo'n moment is falset het vocaal ideale instrument om te ontroeren.

Midden in de zeer gevaarlijke wereld, waarin wij nu leven, wens ik u toch een lente met geurige en kleurige tuinen, bloemen en nog eens bloemen, alom nieuw leven en vooral maanverlichte nachten toe...


















Krijn de Lege, 28.3.2015