07.06.15

100th BIRTHDAY RUDOLF SCHOCK: Significant Releases in honour of Rudolf Schock's 100th anniversary

NB! Die für Deutschland  geltende Blockierung auf YouTube vom wunderschönen 2. Teil des 1. Finale aus Wilhelm Kienzls Oper 'Der Kuhreigen' ist neulich augehoben worden. Mein Video ist darum ab heute auch in Deutschland komplett zu hören!!
Kdl, 13.8.2015  
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COMING SOON!
The first CD-publishing of the 1958 original stereo studio recording of Franz Schubert's song cycle
"Die schöne Müllerin"
by Rudolf Schock & Gerald Moore.






Thanks to quality label RELIEF! A very deeply cherished wish has been granted.
As an added bonus - in original soundtrack too - 3 Schubert songs with ADOLF STAUCH at the piano (1959)



Der Pressetext: (nederlandse vertaling van het onderstaande in de ned. versie van dit blogartikel!)


RELIEF, Katalognr. CR 3006
       













RELIEF legt zum 100. Geburtstag von Kammersänger Rudolf Schock eine reine Schubert-CD auf :

Franz Schubert
 
„Die schöne Müllerin“ ( op. 25 )
 
mit Rudolf Schock, Tenor und Gerald Moore, Klavier
sowie als Ergänzungstracks die Lieder
„Auf dem Wasser zu singen“, „Nacht und Träume“ und „Der Musensohn“
mit der Klavierbegleitung von Adolf Stauch.
 
im originalen Stereoklang
1 CD, Katalog-Nr. CR 3006
 
Es hat sich bei vielen Medienschaffenden eingebürgert, Kammersänger Rudolf Schock nur als Operettentenor wahrzunehmen. Das ist eine sehr einseitige „Rückblende“ auf den seinerzeit erfolgreichsten deutschen Tenor, dessen Stellung als Medienstar zweifellos viel Missgunst hervorgerufen hat.

Tatsache ist jedenfalls, dass Rudolf Schock in seinen grossen Jahren (1946 bis etwa 1962) hauptsächlich in seinem angestammten Fach als lyrischer Tenor aufgetreten ist, in einzelnen Fällen auch in dem, was im deutschen Sprachgebrauch als „jugendlicher Held“ bezeichnet wird. Als seine Stimme – wie die jedes Tenors im Alter von über 40 Jahren- schwerer wurde, übernahm Schock auch einige Operettenrollen auf der Bühne, was er früher nur in wenigen Einzelfällen getan hatte.

Hingegen wandte er sich zu Beginn der 1950er-Jahre dem ernsthaften Studium des klassischen Lieds zu. Als Liedersänger errang er grösste Anerkennung bei Publikum und Kritik. Die Liederabende entwickelten sich zu einer wahren Passion, der er nach seinem Abschied von der Opernbühne 1976 verstärkt frönte.

Diese Liederabende, die mit grösster Selbstverständlichkeit auch in der „Provinz“ gegeben wurden, dürfen mit „Pionierarbeit“ gleichgesetzt werden. Schock lockte Hunderttausende von Zuhörern in die Konzertsäle. Er brachte diese Musik Menschen nahe, die solche Konzerte ohne ihn als Sänger wohl niemals besucht hätten.

Man darf nur nicht annehmen, Schock habe sich das Leben als Liedersänger leicht gemacht. Das Gegenteil war der Fall, denn er wusste, dass er mit diesen Auftritten das Risiko einging, gleichsam als Trittbrettfahrer seiner eigenen Popularität eingestuft zu werden.
Vielleicht hat Schock mit seinen Liedinterpretationen teilweise Neuland betreten. Seine Gesangstechnik liess zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten zu und ausserdem verzichtete er bewusst darauf, klassische Lieder aus falscher Ehrfurcht zu „säuseln“. Er sang sie mit Akkuratesse, mit gepflegter Aussprache und brachte Empfindungen dort zum Ausdruck, wo das angebracht ist.

Kurz und klar gesagt: Die objektive, unvoreingenommene Beurteilung des Liedersängers Rudolf Schock wird heute noch so ausfallen müssen wie in seinen bereits erwähnten „grossen Jahren“, aus denen die vorliegenden Aufnahmen übrigens stammen (1958/59). Ob man die Stimme eines Sängers mag, ist und bleibt Sache des persönlichen Geschmacks, sollte aber nicht dazu verleiten, einen der vielseitigsten Sänger, die es je gegeben hat, tendenziös zu beurteilen.

Veröffentlichungsdatum : 15. August 2015,                            
Vertrieb: Note 1 Music GmbH.

Franz Schubert und 3 (!) Mäderl
Gemälde von Gustav Klimt





 





  
 
   
Geburtstagsbeitrag von Rico Leitner:
 
"Zum hundertsten Geburtstag von Rudolf Schock
 
Die ungeheuer grosse Popularität Rudolf Schocks hat zu Nebeneffekten geführt, die seinem Andenken viel Schaden zufügen, seinen Verdiensten aber nicht gerecht werden.

Schon am Anfang seiner Berliner-Karriere hatten Rudolf Schock und sein Freund Josef Metternich Probleme mit der Westberliner-Presse bekommen, weil beide auch an der Staatsoper im Ostsektor auftraten. Beide Künstler hatten damals deutlich verkündet, sie würden für Menschen singen, nicht für politische Systeme.

Rudolf Schock behielt diese Haltung sein ganzes Leben lang inne. Er sang für Menschen, die Freude an seinem Gesang hatten und er tat dies ohne oberlehrerhaftes Getue. Er wollte erfreuen, nicht belehren.
In dieser Hinsicht benahm er sich genau so, wie andere berühmte Sänger es vor und nach ihm taten: Richard Tauber, Enrico Caruso, Beniamino Gigli beispielsweise fanden nichts dabei, Volkslieder und „canzone“ zu singen – und sie taten das gerne und oft!

Im deutschsprachigen Teil Europas ticken die Uhren offenbar anders.
Ein Sänger hat die „Schublade“, in die ihn gewisse „Experten“ einteilen, nicht zu verlassen. Tut sie oder er es doch, dann werden diese „Fachleute“ böse und sind beleidigt, weil ein Künstler sich nicht so verhält, wie sie es für richtig finden.
Diese Empörung hat Rudolf Schock in „reichem Masse“ zu spüren bekommen. Man stelle sich vor: Da geht ein Mozart-Tenor hin und singt Operetten- und Wanderlieder und spielt auch noch in Kinofilmen -  nein, das geht doch wirklich nicht! Und dann wird er auch noch berühmt und ein Medienstar – das geht ja nun noch viel weniger!
Keiner von diesen Kritikern ist hingegangen und hat untersucht, was und wo Rudolf Schock in seinen grossen Jahren (ca. 1949 – 1962) „live“ gesungen hat, sonst wäre aufgefallen, dass er in England am „Covent Garden“, am Edinburgh-Festival und in fast allen englischen Gross-Städten lyrische Opernpartien gesungen hat, dass er an die Salzburger-Festspiele eingeladen wurde, einen Vertrag mit der Wiener Staatsoper bekam (die ihn 1954 zum Kammersänger ernannte!), dass er 1949 eine mehrmonatige Australien-Tournée für den verstorbenen Richard Tauber übernahm und dafür ein Programm von 80 Liedern und Arien in sechs Sprachen einstudieren musste und daneben auch noch Liederabende in den grossen Musikzentren Europas ( z.B. Musikvereinssaal Wien) absolvierte.

Es ist eigenartig: Bei andern Opernsängern werden Abstecher in die Operette oder gar ins Unterhaltungsfach als Beweis künstlerischer Vielseitigkeit gepriesen – bei Rudolf Schock sprachen die oben erwähnten „Experten“ von einem Abgleiten in seichte Gewässer.

Wir werden wohl lernen müssen, mit diesen zwei verschiedenen Messlatten zu leben.
Rudolf Schock hatte damit gelebt. Sein Publikum hielt ihm die Treue und besuchte seine Liederabende, die immer ein sehr anspruchsvolles Programm aufwiesen: Lieder von Schubert, Schumann, Brahms, Wolf und Richard Strauss bildeten den Hauptteil dieser Abende, die gewöhnlich mit drei Opernarien schlossen.
Liederabende bildeten seit Beginn der 1950er-Jahre einen festen Bestandteil von Schocks Jahresprogrammen und er erntete grösstes Lob von ernstzunehmenden Kritikern.

Das rühmenswerte Resultat seiner Arbeit mit dem klassischen Lied kann überprüft werden an der jetzt gerade veröffentlichten CD mit Franz Schuberts Lied-Zyklus nach Wilhelm Müller: „Die schöne Müllerin“. In dieser Aufnahme aus dem Jahr 1958 wird Rudolf Schock am Klavier begleitet vom unangefochtenen König der Klavierbegleiter, Gerald Moore.
(Erscheint in kurzem beim Schweizer-Label RELIEF, Nr. CR 3006)

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On 28 august 2015 will be available:
'Rudolf Schock - Mozart Operas'
(The Birthday Edition - 2)

10 CDs with Rudolf Schock in 'Die Entführung aus dem Serail', 'Cosi fan tutte', Die Zauberflöte' and 'Idomeneo'









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NEW ON YOU TUBE !


Rudolf Schock sings:
'Mit Gewitter und Sturm/With tempest and storm' from Richard Wagner's 'Der fliegende Holländer/The flying Dutchman'.
Recorded 1954 in Munich.
Kurt Striegler is the conductor.






More significant releases in honour of RUDOLF SCHOCK's
100th anniversary: 

'Rudolf Schock -Wagner Operas'
(The Birthday Edition - 1)

10CD-Box, worauf man Rudolf Schock reichlich in Wagner-Opern erleben kann

10CD-Box (Membran/Documents - Order No: 600255























Rudolf Schock singt Richard Wagner

Richard Wagner





















Ich glaube, Rudolf Schock hätte große Augen gemacht: eine 10CD-Box exklusiv für ihn und Richard Wagner!

Im Jahre 1958 trat Rudolf Schock beim Holland Festival als Gott Bacchus in der Richard Strauss-Oper 'Ariadne auf Naxos' auf. Laut einem niederländischen Zeitungsartikel spielte er damals mit dem Gedanken, sich in nächster Phase seiner künstlerischen Karriere auf Wagnerpartieen zu spezialisieren.
Im Interview erinnerte Schock an seine Schallplattenaufnahmen von 'Lohengrin' und den 'Meistersingern von Nürnberg' und fügte dann hinzu, daß er im Laufe der Jahre auch gerne z.B. den Siegmund in der 'Walküre' singen wollte.

Später, noch imselben Jahr, sang Rudolf Schock an der Hamburger Staatsoper den Don José in ''Carmen', und zwar unter der Regie von Richard Wagners Enkelsohn Wieland.



















Wieland Wagner lud Rudolf Schock noch in Hamburg für die Bayreuther Festspiele 1959 ein. Er wollte Schock in seine Neuinszenierung der 'Meistersinger von Nürnberg' als Walther von Stolzing lancieren.








Rudolf Schock
als Walther von Stolzing
Bayreuth 1959
(Foto: Ilse Buhs)
























Walther, der sympathische Outsider, erhebt - voller Liebe für die Tochter eines geschätzten Bruders der Meistersingerzunft - den Anspruch, beim Preissingen sowohl um das Mädchen wie auch um den Meistersingertitel zu werben.
Wieland Wagner muß sich bewußt gewesen sein, ein Bayreuther Auftritt des "Filmhelden" Rudolf Schock käme der provozierenden Position Walthers unter den konservativen und regelsüchtigen Handwerkern/Meistersingern ganz nahe.

Zu Anfang der 60er Jahre äußerte sich Rudolf Schock etwas vorsichtiger über seinen Wunsch, später vor allem Wagner zu interpretieren.
Er fand, seine in erster Instanz lyrisch veranlagte Stimme habe sich mit dem Singen von Walther von Stolzing und Lohengrin an die Grenzen seiner vokalen Möglichkeiten begeben.

Und in den Achtzigern hörte ich ihn im Fernsehen sogar sagen, seine Stimme sei für den Wagnergesang nicht geeignet.
Aber 1978 ließ er noch aufzeichnen: "Leider habe ich nie an einer Aufführung der 'Walküre' mitgewirkt, obwohl mir die Partie des Siegmund in seiner hohen Mittellage sehr gelegen hätte".

Im CD-Programm:
Zum 100. Geburtstag und fast 30 Jahre nach seinem Tode - klingt Rudolf Schock auf den jetzt herausgebrachten 10 CDs prominent in vier Opern von Richard Wagner: 'Lohengrin', 'Die Meistersinger von Nürnberg', 'Der fliegende Holländer' und 'Das Rheingold'.

Rudolf Schock verdient diese Edition allein schon, weil er
* in der integralen 'Lohengrin'-Aufnahme unter Wilhelm Schüchter
aus dem Jahre 1953 neue Maßstäbe für den Wagnergesang gesetzt hat.
Zum ersten Mal läßt sich in dieser Partie für Heldentenor ein lyrischer Tenor hören. Zugleich ein Sänger, der auch unverkennbar heldische Akzente zu setzen weiß, wo das für den Sturm und Drang der Opernhandlung erforderlich ist.


Er verdient daneben die Edition, weil er
* auf Tonträger - nach Aussage des Opernrezensenten Alan Blyth in 'Gramophone' - "musikalisch der bedeutendste Walther von Stolzing aller Studio-Aufnahmen der 'Meistersinger von Nürnberg' sei".
Noch immer gilt für Viele diese Aufführung unter Rudolf Kempe
aus dem Jahre 1956 als Kriterium für alle Gesamtaufnahmen dieser Oper. Thomas Voigt im 'Fono Forum' 8/2000: "Im wahrsten Sinne bezaubernd: Grümmer und Schock als Liebespaar...unerreicht ihre Artikulation der Dialoge im zweiten Akt, ab 'Geliebter, spare den Zorn".

Ich sprach schon von Wieland Wagner und wagte es anzunehmen, daß dieser 1959 bewußt eine Parallele zwischen Walther von Stolzing im Kreise der Meistersinger und Rudolf Schock im Kreise der Wagnerianer ziehen wollte.
Darum halte ich in der Oper für sehr bedeutungsvoll den Moment, wo Stolzing/Schock auf seine in Gang gesetzte Beförderung zum Meistersinger reagiert: "NICHT MEISTER! NEIN! WILL OHNE MEISTER SELIG SEIN!"

Rudolf Schock und Josef Greindl










Rudolf Schock singt die letzten fünf Worte besonders im Studio (1956) aber auch im Wagnertempel (1959) mit solch einer unendlichen Wehmut, daß es mir an die Gurgel fliegt. Ich bin neugierig, ob Sie diese bemerkenswerte Erfahrung auch machen.

Noch mehr in der Schock/Wagner-Schatzkiste:

* In Stereo aus dem Jahre 1960 unter Franz Konwitschny eine legendarische Sängerbesetzung im kompletten 'Fliegenden Holländer' mit u.a. Dietrich Fischer-Dieskau, Gottlob Frick, Rudolf Schock und Fritz Wunderlich!

* Genauso einzigartig: Fragmente aus einer Gesamteinspielung im Rundfunk von 'Das Rheingold' (1952). Denkwürdig: Herbert von Karajan wohnte einem Teil der Aufnahmen bei.

Rudolf Schock als der Gott Froh
im 'Rheingold'
(Duisburg 1936!)



















Diese Oper bietet ein abendfüllendes Vorspiel zur Wagners Musiktheater-Trilogie 'Der Ring der Nibelungen'.
Wilhelm Schüchter dirigierte, Herbert von Karajan schaute und hörte zu, und es sangen: Ferdinand Frantz, Lore Hoffmann, Margot Guilleaume, Rudolf Schock (als der Gott Froh), Josef Metternich, Wolfgang Windgassen, Gottlob Frick, Josef Greindl u.a.

Ich empfehle Ihnen die CD-Box am sehrsten!

Krijn de Lege, 25.6.2015

 

Ab 23.10.2015 erhältlich in der DVD-Reihe 'Filmjuwelen' : 
'Der fröhliche Wanderer (The happy
Wanderer)'

Allererste Herausgabe auf DVD des Rudolf Schock-Kinofilms aus dem Jahre 1955 (mit u.a. 'Ach, ich hab' in meinem Herzen')!





100th BIRTHDAY RUDOLF SCHOCK: Significant Releases in honour of Rudolf Schock 100th anniversary

 
COMING SOON!
The first CD-publishing of the 1958 original stereo studio recording of Franz Schuberts song cycle
"Die schöne Müllerin"
by Rudolf Schock & Gerald Moore.



Thanks to quality label RELIEF! A very deeply cherished wish has been granted.
As an added bonus - in original soundtrack too - three Schubertsongs with ADOLF STAUCH at the piano (1959).

Persbericht over deze CD:


 


RELIEF publiceert t.g.v. de 100ste geboortedag van Kammersänger Rudolf Schock een 100 karaats-Schubert-CD:

Franz Schubert
„Die schöne Müllerin“ ( op. 25 )

met Rudolf Schock, tenor en Gerald Moore, piano
aangevuld met de Schubertliederen
„Auf dem Wasser zu singen“, „Nacht und Träume“ und „Der Musensohn“
 met Adolf Stauch aan de piano
im originalen Stereoklang
1 CD, Katalog-Nr. CR 3006
 
Het is bij veel mediaprofessionals gewoonte geworden Kammersänger RUDOLF SCHOCK uitsluitend als operettetenor te beschouwen. Dat is een zeer eenzijdige "flashback" op de in zijn tijd succesvolste Duitse tenor, wiens positie als media-ster ongetwijfeld veel afgunst heeft gewekt.
 
In elk geval staat vast, dat Rudolf Schock in zijn grote jaren (1946 tot ongeveer 1962) hoofdzakelijk in zijn oorspronkelijke vak als lyrisch tenor is opgetreden. Daarnaast enkele malen ook als "jugendlicher Held" (een in het Duitse taalgebruik gangbare aanduiding voor een lyrische tenor, die heldentenorale trekken vertoont - KdL)
Toen zijn stem - zoals die van elke tenor boven de 40 - minder soepel werd, nam Schock ook enkele live-operetterollen voor zijn rekening, wat hij daarvoor slechts incidenteel had gedaan.

Vanaf het begin van de jaren 50 richtte Schock zich in toenemende mate op het serieus bestuderen van het klassieke lied.
Als liederenzanger oogstte hij buitengewone waardering bij het publiek en de kritiek. Zijn liederen-avonden ontwikkelden zich tot een ware passie, waaraan hij zich na zijn afscheid van het operatoneel in 1976 versterkt overgaf.
Deze "Liederabende", die met de grootste vanzelfsprekendheid ook in de "provincie" werden gegeven, mogen met baanbrekend "pionierswerk" worden gelijkgesteld.
Rudolf Schock lokte honderdduizenden toehoorders de concertzalen binnen. Hij bracht mensen met deze muziek in contact, die zulke concerten zonder hem als zanger wellicht nooit bezocht zouden hebben.

Men mag evenwel niet veronderstellen, dat Schock het zich met het leven als liederenzanger gemakkelijk gemaakt heeft. Het tegendeel was het geval, want hij wist, dat hij met deze optredens het risico nam te worden geclassificeerd als iemand, die als het ware meeliftte op zijn eigen populariteit.
Misschien heeft Schock met zijn liedinterpretaties zich voor een deel op onontgonnen gebied begeven. Zijn zangtechniek stelde hem tot talrijke uitdrukkingsmogelijkheden in staat en bovendien zag hij er bewust vanaf, klassieke liederen uit misplaatste eerbied zalvend voor te dragen. Hij zong ze met nauwkeurige aandacht voor het detail, met verzorgde articulatie en gaf uitdrukking aan gevoelens daar waar dat wenselijk was.
Kort en duidelijk: de objectieve, onvooringenomen beoordeling van de liederenzanger Rudolf Schock zal vandaag de dag nog zo moeten uitpakken als in zijn reeds genoemde "grote jaren", waaruit de opnamen van deze CD stammen (1958/59). Of men van de stem van een zanger houdt, is en blijft een kwestie van persoonlijke smaak. Maar die zou er niet toe moeten leiden, dat één van de meest veelzijdige zangers, die ooit bestaan heeft, tendentieus wordt beoordeeld.
CD-verschijningsdatum: 15 augustus 2015.
Verkoop: Note 1 Music GmbH.

(ned.vert.: kdl)

T.g.v. de 100ste geboortedag van Rudolf Schock
door Rico Leitner
De enorm grote populariteit van Rudolf Schock heeft tot neveneffecten geleid, die zijn nagedachtenis veel schade berokkenen en geen recht doen aan zijn prestaties.
Al in het begin van zijn loopbaan in Berlijn kregen Rudolf Schock en zijn vriend, de bariton Josef Metternich problemen met de West-Berlijnse pers, omdat zij ook aan de “Staatsoper” in de Oostsector optraden. Beide kunstenaars hadden destijds duidelijk verklaard, dat zij voor mensen zouden zingen en niet voor politieke systemen. Rudolf Schock heeft levenslang aan dit standpunt vastgehouden. Hij zong voor mensen, die van zijn zang genoten en hij deed dat zonder schoolmeesterachtig gedoe. Hij wilde ze plezieren, niet beleren.
In dat opzicht deed hij precies zo als andere beroemde zangers voor en na hem: Richard Tauber, Enrico Caruso, Beniamino Gigli bijvoorbeeld hadden er geen enkele moeite mee volksliedjes en ‘canzone’ te zingen – en ze deden dat graag en veelvuldig!

In het Duitstalige deel van Europa tikken de klokken blijkbaar anders. Een zanger(es) wordt niet geacht het “hokje” te verlaten, waarin zekere “deskundigen” hem of haar hebben ingedeeld. Doet hij of zij dat toch, dan ontsteken deze “kenners” in woede en zijn beledigd, omdat een artiest zich niet zo gedraagt, als zij voor correct houden.
Met die verontwaardiging heeft Rudolf Schock in ruime mate te maken gekregen. Stel je voor: een Mozart-tenor, die operette en wandelliedjes zingt en bovendien in bioscoopfilms speelt – nee, dat gaat echt niet! En dan wordt hij ook nog beroemd en een ster in de media – dat kan al helemaal niet!

Geen van deze critici heeft moeite gedaan te onderzoeken, wat en waar Rudolf Schock in zijn grote jaren (ca. 1949 – 1962) “live” gezongen heeft. Anders zou het zijn opgevallen, dat hij in Engeland aan de opera van “Covent Garden”, aan het Edinburgh-festival en in bijna alle Engelse grote steden lyrische opera-partijen heeft gezongen, dat hij werd uitgenodigd voor de “Salzburger-Festspiele”, werd gecontracteerd door de Weense Staatsopera (die hem in 1954 de titel van “Kammersänger” verleende), dat hij in 1949 van de overleden Richard Tauber een langdurige Australië-toernee overnam en daarvoor een programma van 80 liederen en aria’s in zes talen moest instuderen en daarnaast ook nog liederenavonden in de grote Europese muziekcentra (bijv. “Musikvereinssaal” te Wenen) verzorgde.
Het is eigenaardig: bij andere operazangers worden uitstapjes naar de operette of zelfs het amusementsvak aangeprezen als bewijs van artistieke veelzijdigheid – bij Rudolf Schock spraken de bovengenoemde “deskundigen” van een afglijden naar een bedenkelijk niveau.
We moeten er maar mee leren leven, dat er met deze twee maten gemeten wordt. Rudolf Schock heeft daarmee geleefd. Zijn publiek bleef hem trouw en bezocht zijn liederenavonden, waarvan het programma altijd zeer veeleisend was: liederen van Schubert, Schumann, Brahms, Wolf en Richard Strauss vulden het grootste deel van deze avonden, die gewoonlijk met drie opera-aria’s werden afgesloten.

Liederenavonden waren vanaf het begin van de jaren 50 een vast bestanddeel van Schock’s jaarlijkse optredens en hij oogstte de grootste lof van serieus te nemen critici. Het prijzenswaardige resultaat van zijn inspanningen voor het klassieke lied kan getoetst worden aan de juist nu uitgegeven CD met Franz Schubert’s liederencyclus op gedichten van Wilhelm Müller: “Die schöne Müllerin”. In deze opname van 1958 wordt Rudolf Schock aan de piano begeleid door de onomstreden aartsvader aller pianobegeleiders Gerald Moore. (Verschenen bij het Zwitserse label RELIEF, nr. CR 3006)
(ned. vert.: kdl)
 
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On 28 august 2015 will be available:
'Rudolf Schock in MOZART-operas'
(The Birthday Edition - 2)

10 CDs with Rudolf Schock in 'Die Entführung aus dem Serail', 'Cosi fan tutte', 'Die Zauberflöte' and 'Idomeneo'.

















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NEW on YouTube:

Rudolf Schock sings 'Mit Gewitter und Sturm/With tempest and storm'.
From Richard Wagner's 'Der fliegende Holländer/The flying Dutchman'.
Recorded 1954 in Munich. Kurt Striegler is the conductor.
 
 
  
Meer kenmerkende uitgaven ter ere van RUDOLF SCHOCK's 100ste geboortedag:
 
10-CDbox (Membran/Documents, Order No: 600255)
 
 

 



















Op de 10 CD's is Rudolf Schock uitgebreid in Wagner-opera's  
te beluisteren.



Rudolf Schock zingt Richard Wagner


Richard Wagner





















Ik vermoed, dat Rudolf Schock ervan zou hebben opgekeken: in 2015 een 10 CD-box alleen voor hem en Richard Wagner.

In 1958 trad Rudolf Schock in het Holland Festival op als de god Bacchus in de opera 'Ariadne auf Naxos' van Richard Strauss.
Uit kranteninterviews bleek, dat hij met de gedachte speelde zich in een volgende fase van zijn artistieke carrière in Wagnerrollen te gaan specialiseren. Hij verwees naar zijn plaatopnamen van 'Lohengrin' en 'Die Meistersinger von Nürnberg' en stelde, dat hij met de jaren ook bv. Siegmund in 'Die Walküre' zou willen zingen.


In datzelfde jaar (1958) zong Rudolf Schock Don José in 'Carmen' aan de Hamburgse staatsopera onder regie van Richard Wagner's kleinzoon Wieland.





 











Wieland Wagner nodigde Rudolf Schock in Hamburg uit voor de Bayreuther Festspiele van 1959: hij wilde Schock in een nieuwe regie lanceren als Walther von Stolzing in de 'Meistersinger von Nürnberg'.


Rudolf Schock
als Walther von Stolzing
Bayreuth 1959
(Foto: Ilse Buhs)






















 
Walther, de sympathieke outsider, die - verliefd op de dochter van een gewaardeerd lid van het meesterzangersgilde - de pretentie heeft met een groots lied te dingen naar de hand van het meisje én de titel van 'meesterzanger'.
Wieland Wagner moet zich gerealiseerd hebben, dat een optreden in Bayreuth van "filmheld" Rudolf Schock veel weg had van de provocerende positie, die Walther von Stolzing innam temidden van de conservatieve en regelzuchtige ambachtslieden/meesterzangers uit Neurenberg.


Begin jaren 1960 sprak Rudolf Schock wat voorzichtiger over zijn wens later vooral Wagner te gaan zingen. Hij vond, dat zijn in aanleg lyrische stem zich met het zingen van Walther von Tolzing en Lohengrin op de grens van haar vokale mogelijkheden had begeven.
In de jaren 80 hoorde ik hem zelfs op tv zeggen, dat zijn stem niet
 geschikt was voor Wagner-rollen.
Maar kort daarvoor (1978) liet hij nog noteren:
"Helaas heb ik nooit aan een uitvoering van 'Die Walküre' meegewerkt, hoewel de partij van Siegmund met zijn hoge middenregister mij zeer gelegen zou hebben".


Over de 10 CD's

T.g.v. de 100ste geboortedag en bijna 30 jaar na zijn dood - klinkt
Rudolf Schock op de nu uitgebrachte 10 CD's prominent in 4 opera's van Richard Wagner: 'Lohengrin', 'Die Meistersinger von Nürnberg', 'Der fliegende Holländer' en 'Das Rheingold'.
 
Schock verdient deze editie alleen al, omdat hij
* in de complete 'Lohengrin'-opname onder Wilhelm Schüchter uit 1953 nieuwe maatstaven voor het zingen van Wagner heeft gezet. Voor de allereerste keer valt in deze rol voor heldentenor een lyrisch zanger te beluisteren.
Een lyrisch zanger, die echter ook uitgesproken 'heldische' accenten weet te leggen, waar dat voor de 'Sturm und Drang' van het operaverhaal nodig is.


En hij verdient de editie ook, omdat hij
* niet alleen volgens opera-criticus Alan Blyth ('Gramophone') op toondrager de "meest muzikale Von Stolzing" van alle Stolzings is.
Schock zingt Walther in de 'Meistersinger'-opname uit 1956 onder dirigent Rudolf Kempe. Die opname geldt mede dankzij Schock nog altijd als toetssteen voor alle complete studio-opnamen van de opera (Thomas Voigt in Fono Forum: "... het in de waarste betekenis van het woord betoverende liefdespaar Grümmer en Schock, die in hun articulatie van de dialogen uit het 2e bedrijf niet te overtreffen zijn...").

 
Hierboven waagde ik mij aan de aanname, dat Wieland Wagner in 1959 bewust een parallel heeft willen trekken tussen Walther von Stolzing in de kring van de meesterzangers en Rudolf Schock in die van de Wagnervereerders.
Daarom vind ik in de opera zeer betekenisvol het moment, waarop Stolzing/Schock reageert op zijn in gang gezette promotie tot meesterzanger: "NICHT MEISTER! NEIN! WILL OHNE MEISTER SELIG SEIN! (Geen meester! Nee! Ik wil zonder meester(s) gelukkig zijn!)".Rudolf Schock zingt de laatste vijf woorden zowel in de studio (1956) als in de Wagnertempel (1959) met zo'n oneindige weemoed, dat het me naar de strot vliegt. Ik ben benieuwd of u die opmerkelijke ervaring ook ondergaat. 

 
Nog meer in de Schock/Wagner-schatkist:
* De stereo-opname onder dirigent Franz Konwitschny van 'Der fliegende Holländer' uit 1960 in legendarische zangersbezetting: Dietrich Fischer-Dieskau, Gottlob Frick, Rudolf Schock en Fritz Wunderlich.

* Even uniek: fragmenten uit een complete radio-opvoering van 'Das Rheingold' uit 1952. Gedenkwaardig: Herbert von Karajan was bij een gedeelte van de opnamen aanwezig.


Rudolf Schock als de god Froh
in 'Das Rheingold'
(Duisburg 1936!)


















 
Deze opera is het avondvullende voorspel tot Wagners muziektheater-drieluik: 'Der Ring der Nibelungen'.
Willem Schüchter dirigeerde, Herbert von Karajan keek toe en luisterde aandachtig en de zangers waren:
Ferdinand Frantz, Lore Hoffmann, Margot Guilleaume, Rudolf Schock (als de god Froh), Josef Metternich, Wolfgang Windgassen, Gottlob Frick, Josef Greindl e. a.

Ik beveel deze CD-Box warm bij u aan!

Krijn de Lege, 25.6.2015


 

Vanaf 23 oktober 2015 verkrijgbaar in de serie 'Filmjuwelen' :
 
'Der fröhliche Wanderer (The happy
Wanderer)'

Dit is de allereerste uitgave op DVD van Rudolf Schock's bioscoopfilm uit 1955 (met o.a. 'Ach, ich hab' in meinem Herzen')!